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In Deutschland arbeiten und studieren hilft oft beim Geld sparen und Lernen. Aber die Regeln sind wichtig. Du musst die Stundenlimits kennen. Sonst gibt es Probleme mit dem Visum, Steuern und dem Studentenstatus.
Für wen sind die Regeln beim Arbeiten und Studieren in Deutschland
Die Regeln sind verschieden für drei Gruppen: Deutsche, EU-Studenten und Nicht-EU-Studenten. Deutsche und EU-Studenten dürfen mehr arbeiten ohne Probleme, aber es gibt Regeln für Steuern und Versicherung.
Nicht-EU-Studenten müssen die Regeln auf ihrer Aufenthaltserlaubnis lesen. Dort steht, wie viele Tage sie arbeiten dürfen, z.B. 120 oder 140 Tage pro Jahr. Auch der Kurs kann die Regeln beeinflussen.
Es gibt eine besondere Regel namens Studentenstatus. Die bestimmt den günstigeren Versicherungsschutz und die Werkstudent-Regel. Sie ist anders als das Visum, aber wichtig für die Arbeit.
Wichtige Stundenlimits: 20-Stunden-Regel und 120/240-Tage-Regel
Die wichtigsten Regeln sind die 20-Stunden-Regel und das Tage-Limit im Jahr. Wenn du in der Vorlesungszeit mehr als 20 Stunden arbeitest, zahlt dein Chef mehr Versicherung. Deshalb sind Jobs oft auf 20 Stunden begrenzt.
Nicht-EU-Studenten dürfen 120 volle Tage oder 240 halbe Tage arbeiten. Manchmal sind es 140 oder 280 Tage. Ein voller Tag ist mehr als 4 Stunden. Ein halber Tag ist bis 4 Stunden.
Wenn es eine Wochen- und eine Jahresgrenze gibt, musst du beide beachten. Du sollst deine Stunden gut aufschreiben und Verträge aufheben, falls das Amt nachfragt.
Kannst du in Semesterferien voll arbeiten?
In den Semesterferien dürfen viele Studenten mehr arbeiten. Deutsche und EU-Studenten dürfen voll arbeiten. Nicht-EU-Studenten müssen aber die Tagesgrenze beachten. Ein vierwöchiger Job zählt zum Beispiel 20 ganze Tage.
Aus Sicht der Versicherung kann man bis zu 182 Tage voll arbeiten ohne Statusverlust. Aber wenn du oft voll arbeitest, kann das Auswirkungen haben. Unterscheide kurze Ferienjobs und Vollzeitjobs das ganze Jahr.
Uni und Ausländeramt prüfen oft, ob du wirklich noch studierst. Schlechte Noten durch viel Arbeit können bei der Verlängerung Probleme geben.
Was passiert, wenn du die Stunden überschreitest?
Zu viel Arbeit ist problematisch: für das Visum, die Versicherung und die Steuern. Für Nicht-EU-Studenten ist mehr Arbeit als erlaubt ein Visaverstoß. Das kann Strafen oder Verlusterlaubnis bedeuten.
Bei mehr als 20 Stunden pro Woche musst du höhere Versicherungen zahlen. Das kann teuer werden, auch rückwirkend für mehrere Jahre.
Wenn du schwarz arbeitest oder Einkommen nicht angibst, riskierst du Steuernachzahlungen. Sprich vorher mit dem Arbeitgeber oder Amt.
Braucht man als Student eine Arbeitserlaubnis?
Meist braucht man keine extra Arbeitserlaubnis, nur die Regeln auf dem Visum gelten. Nicht-EU-Studenten dürfen nach §16b bis zu 120/240 Tage oder 20 Stunden pro Woche ohne Erlaubnis arbeiten.
Man kann auch von einem Studentenvisum zu einem Facharbeitervisum wechseln, wenn man einen passenden Job hat. EU-Studenten brauchen keine Arbeitserlaubnis, aber müssen die Arbeitsgesetze beachten.
Selbstständige Arbeit ist schwieriger und braucht immer eine Erlaubnis vom Amt. Kläre das vorher ab.
Pflichtpraktikum oder freiwilliges Praktikum: Wie zählen die Stunden?
Praktika sind wichtig. Ein Pflichtpraktikum zählt nicht zu den Arbeitsstunden als Nicht-EU-Student. Du musst beweisen, dass es Pflicht ist, z.B. mit einem Schreiben der Uni.
Freiwillige Praktika zählen wie normale Arbeit. Sie müssen oft Mindestlohn bekommen, außer es gibt Ausnahmen.
Plane lange Praktika gut, damit du deine Arbeitstage und Stundenregel einhältst. Die Uni kann dir helfen.
Was ist Werkstudentenstatus und warum ist er wichtig?
Werkstudenten arbeiten bis 20 Stunden pro Woche im Studium und voll in den Ferien. Sie müssen regulär an einer Uni eingeschrieben sein.
Vorteil: weniger Versicherungen zahlen. Du zahlst meist nur Rentenversicherung, keine Kranken- oder Arbeitslosenversicherung.
Dieser Status ist für internationale Studenten gut, weil die Arbeit zum Studium passt und Karrierchancen bietet. Du musst aber die Visaregeln beachten.
Zählen studentische Hilfskraft-Jobs zu den Arbeitszeiten?
Viele Unis beschäftigen Studenten als Hilfskräfte. Diese Jobs haben oft flexible Stunden. Sie sind manchmal von den Arbeitstagen ausgenommen, wenn sie studiennah sind.
Für Nicht-EU-Studenten gelten diese Jobs oft weniger streng. Die Ausländerbehörde entscheidet. Du musst beim Amt nachfragen.
Wenn du mehr als 20 Stunden arbeitest, musst du trotzdem aufpassen wegen Versicherung und Arbeitgeber.
Steuern beim Arbeiten und Studieren in Deutschland
Steuern sind wichtig. Mini-Jobs bis 520 Euro sind oft steuerfrei, der Chef zahlt die Steuer.
Bei mehr Einkommen, z.B. als Werkstudent, brauchst du eine Steuernummer und zahlst Lohnsteuer.
Junge Leute mit wenig Einkommen bekommen oft das Geld zurück, wenn sie eine Steuererklärung machen.
Wichtige Schritte, um Regeln einzuhalten
Erst lese gut deinen Aufenthaltstitel. Tracke deine Arbeitsstunden und Tage genau.
Klär mit dem Arbeitgeber die Art deines Jobs (Mini-Job, Werkstudent, Praktikum). Melde dich richtig beim Finanzamt an.
Nutze offizielle Quellen wie die Webseite Make-it-in-Germany oder Hilfe vom Studentenwerk.
Fehler, die du vermeiden solltest
Keine Schwarzarbeit! Nimm keine baren Jobs ohne Vertrag.
Arbeite nicht mehr als 20 Stunden in der Vorlesungszeit.
Bei mehreren Jobs zählt alles zusammen für Steuer und Aufenthaltserlaubnis.
Plane gut, wenn du nach dem Studium arbeiten willst. Es gibt extra Visa dafür.




