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Blei-Verbot in Trinkwasseranlagen gilt ab 12. Januar 2026
Ab dem 12. Januar 2026 darf man in Deutschland keine Trinkwasserrohre oder Armaturen mit Bleianteil mehr verwenden. Das ist eine Änderung der Trinkwasserverordnung, die das giftige Schwermetall aus dem Wasserkontakt verbannen will, weil es die Gesundheit schädigt. Eigentümer müssen Bleirohre austauschen oder außer Betrieb nehmen und die zuständige Behörde informieren. Das Verbot gilt unabhängig von der Bleikonzentration, auch innen beschichtete Rohre müssen bis dahin ersetzt oder stillgelegt sein. Installateure müssen Funde von Blei sofort den Gesundheitsämtern melden, außer sie wurden schon beauftragt, eine Sanierung vorzunehmen [Quelle 1][Quelle 3][Quelle 7][Seed Article].
Auswirkungen für Expats, Mieter und Hauseigentümer in Deutschland
Das Bleiverbot hat große praktische Bedeutung für Expats, internationale Studierende und Arbeitnehmer, besonders in älteren Gebäuden. Viele Immobilien, vor allem im Norden und Osten, haben noch Bleirohre aus den 1970er Jahren oder älter. Laut Umweltbundesamt und Wasserwerken gab es 2021 noch rund 15.000 bleihaltige Hauptwasserleitungen, und manche öffentliche Gebäude wie Schulen überschritten die gesetzlichen Bleigrenzwerte im Wasser. Bewohner sollten kein Wasser verwenden, das lange in solchen Rohren stand, und bei Verdacht auf Bleikontamination Rat bei Gesundheitsbehörden oder Sanitärfachleuten einholen. Mieter haben das Recht, Behörden einzuschalten und können Vermieter zur Einhaltung verpflichten. Vermieter, die Bleirohre nicht entfernen, riskieren rechtliche Folgen, da sicheres Trinkwasser vorgeschrieben ist [Quelle 2][Quelle 5][Quelle 6][Quelle 8][Seed Article].
Ab 2028 gelten strengere Grenzwerte: Die erlaubte Bleikonzentration sinkt von 10 auf 5 Mikrogramm pro Liter und verstärkt damit den schrittweisen Ausstieg und die Kontrolle von Bleibelastung [Quelle 5][Quelle 7].
Melde- und Einhaltungsverpflichtungen für Installateure und Wasserversorger
Nach der neuen Trinkwasserverordnung müssen Wasserversorger und Installationsfirmen Gesundheitsämter unverzüglich informieren, wenn sie Bleirohre oder bleihaltige Bauteile entdecken. Das schafft Transparenz für schnellere Maßnahmen und schützt die öffentliche Gesundheit. Wasserversorger sind außerdem verpflichtet, Verbraucher über Bleifunde in ihren Systemen zu informieren. Ab 12. Januar 2026 sind Reparaturen an Bleirohren auch als Notlösung verboten, was den Charakter des Verbots unterstreicht. Die Regelungen legen klare Pflichten für Hauseigentümer und Dienstleister fest, die Trinkwassersicherheit und Gesetzeskonformität zu gewährleisten [Quelle 1][Quelle 3][Quelle 7][Seed Article].
Für Expats und Bewohner ist es wichtig, diese Pflichten zu kennen, um Gesundheitsschutz und Rechtssicherheit zu sichern. Wenn Bleirohre gefunden werden, sollte der Austausch schnell beginnen, um den Zeitplan 2026 einzuhalten und Probleme zu vermeiden [Quelle 3][Quelle 8].
Für weitere deutsche Informationen siehe den Originalartikel der Tagesschau: https://www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/blei-wasserleitungen-trinkwasser-trinkwasserverordnung-umweltgift-100.html [Seed Article].





