Inflation in der Eurozone erreicht fast den niedrigsten Stand seit fünf Jahren
Die Inflation in der Eurozone ist zurückgegangen und liegt im Januar nur noch bei 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist der Inflationsdruck im Währungsgebiet deutlich gesunken, weil zuletzt vor fast fünf Jahren ein so niedriger Wert gemessen wurde. Analysten sehen vor allem in Frankreich und Italien eine Abschwächung, wo die Preise nur noch um 0,4 beziehungsweise 1,0 Prozent steigen. Teilweise liegt das am Rückgang der Energiepreise, die um 4,1 Prozent niedriger sind. Dadurch sinken die Gesamtkosten für Verbraucher und Unternehmen.
Welche Folgen hat die sinkende Inflation für Expats und ausländische Beschäftigte in Deutschland?
Für Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitnehmer in Deutschland hat die gedämpfte Inflation praktische Folgen. Die geringeren Preissteigerungen entlasten den Alltag, besonders bei Energie und Konsumgütern. Allerdings stiegen die Preise für Lebensmittel und Getränke weiterhin um 2,7 Prozent, was das Haushaltsbudget belastet. Die Kerninflation, also ohne Energie und Lebensmittel, liegt mit 2,2 Prozent etwas über dem 2-Prozent-Ziel der Europäischen Zentralbank. Das heißt, dass der Inflationsdruck noch nicht komplett vorbei ist.
Im Alltag heißt das für Expats: Sie sollten weiter vorsichtig mit dem Budget umgehen, aber allmählich kann es günstiger werden. Auch Wechselkurse und Geldüberweisungen könnten sich ändern. Die niedrige Inflation motiviert die EZB, über Zinsänderungen zu diskutieren, was Auswirkung auf Kredite, Hypotheken und Sparen hat.
Ausländische Einwohner sollten die offiziellen Informationen von deutschen Behörden und Banken verfolgen. So bleiben sie über mögliche finanzielle Änderungen im Zusammenhang mit Inflation informiert und können ihre Ausgaben besser planen.