Kassenärzte-Vorsitzender Andreas Gassen fordert Kontaktgebühr bei jedem Arztbesuch
Andreas Gassen, Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), hat die Einführung einer “Kontaktgebühr” von drei bis vier Euro für jeden Arztbesuch vorgeschlagen. Ziel dieser Gebühr ist es, das gesetzliche Krankenversicherungssystem angesichts steigender Gesundheitskosten finanziell zu entlasten. Dabei handelt es sich um eine Variante der früher abgeschafften Praxisgebühr, die unnötige Arztkontakte reduzieren und die gesetzlichen Krankenkassen entlasten soll [Quelle 7][Quelle 2].
Folgen für Expats und ausländische Bewohner in Deutschland
Die geplante Kontaktgebühr würde für alle Patienten gelten, die über die gesetzliche Krankenversicherung agieren – dies betrifft die Mehrheit der in Deutschland lebenden Menschen. Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitnehmer, die unter der gesetzlichen Versicherung stehen, müssten bei jedem Arztbesuch eine geringe Gebühr entrichten. Obwohl der Betrag mit drei bis vier Euro überschaubar ist, stellt er eine zusätzliche finanzielle Belastung dar. Dementsprechend sollten Expats diese mögliche Mehrbelastung bei ihrer Gesundheitsplanung berücksichtigen.
Für privat Versicherte könnten sich die Auswirkungen anders darstellen, da die Initiative aktuell nur gesetzlich Versicherte betrifft. Ausländer, die mit dem deutschen Gesundheitssystem wenig vertraut sind, sollten mit geänderten administrativen Abläufen rechnen, etwa Vorauszahlungen, und sich entsprechend vorbereiten. Offizielle Gesetzesvorlagen oder Zeitpläne zur Umsetzung liegen bislang nicht vor, sodass Patienten die Entwicklungen aufmerksam verfolgen und Zahlungsanforderungen bei Arztterminen genau prüfen sollten [Quelle 1][Quelle 8].




