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Internationale Schulen vs deutsche Schulen: Der umfassende Ratgeber für Expats in Deutschland

Warum der Unterschied zwischen internationalen und deutschen Schulen für Expats wichtig ist

Die Wahl zwischen internationalen Schulen und deutschen Schulen prägt die Schulausbildung Ihres Kindes in Deutschland. Expats stehen täglich vor dieser Entscheidung und müssen Vertrautheit, Kosten und Zukunftspläne abwägen. Dieser Leitfaden zeigt mit aktuellen Daten, Kosten und Abläufen, wie Eltern die Entscheidung sicher treffen können.

Deutschland hat ein weltweit anerkanntes öffentliches Schulsystem, das für alle kostenfrei ist. Dennoch bevorzugen viele Expats internationale Schulen wegen des Unterrichts auf Englisch und den globalen Lehrplänen. Verstehen Sie beide Modelle, um die passende Schule für Ihre Familie zu finden.

Wir erklären Kosten, Lehrpläne, deutsche Schultypen, Sprachen, Anerkennung, Qualität, Wartelisten sowie Unterschiede zwischen Abitur und IB. Echte Beispiele zeigen, wie Expats diesen Prozess meistern.

Warum deutsche öffentliche Schulen gratis, aber für Expats oft herausfordernd sind

Deutsche öffentliche Schulen erheben keine Schulgebühren, nur geringe Beiträge von etwa 20 bis 50 Euro pro Jahr für Materialien. Die Schulen folgen den Landeslehrplänen und der Unterricht erfolgt komplett auf Deutsch. So tauchen Kinder schnell in Sprache und Kultur ein.

Expats ohne Deutschkenntnisse haben anfänglich Schwierigkeiten. Es gibt DaZ-Klassen (Deutsch als Zweitsprache) für Nicht-Muttersprachler, doch die Unterstützung variiert je nach Bundesland. Jüngere Kinder passen sich meist schneller an als Jugendliche.

Die Qualität ist ausgezeichnet: Deutschland erzielt hohe PISA-Ergebnisse. Allerdings sortiert das Schulsystem die Schüler früh nach Leistung, was für mobile Expats weniger flexibel ist.

Ein häufiger Fehler ist, ältere Kinder ohne Vorbereitung anzumelden. Bei schlechten Noten müssen sie eine Klasse wiederholen. Es empfiehlt sich, vorab kostenlose Sprachkurse etwa an der Volkshochschule (VHS) zu besuchen.

Gymnasium, Realschule und Hauptschule: Das gegliederte deutsche Schulsystem

Nach der Grundschule (6 bis 10 Jahre) gehen Kinder in verschiedene Schulzweige, abhängig von Leistungen. Das Gymnasium bereitet auf das Studium vor und dauert bis 18 Jahre mit dem Abschluss Abitur. Die Realschule richtet sich an mittlere Berufe und endet mit der Mittleren Reife nach Klasse 10, ideal für Berufsausbildungen. Die Hauptschule bildet für handwerkliche Berufe und endet mit dem Hauptschulabschluss.

Es gibt auch Gesamtschulen, die alle Schultypen kombinieren und flexibler sind. Empfehlungen kommen von Grundschullehrern, doch Eltern können bei Meinungsverschiedenheiten Einspruch einlegen. Die Schulsysteme sind bundeseinheitlich ähnlich, aber mit kleinen regionalen Unterschieden.

Für Expats birgt das frühe Tracking das Risiko, dass die Schulform zu Hause nicht passt. Zum Beispiel kann das Abitur eines Gymnasiasten im Ausland ohne Zusatzprüfung nicht anerkannt werden.

Ausnahmen: Hochbegabte Expats landen manchmal falsch in der Hauptschule. In solchen Fällen ist innerhalb weniger Wochen ein Einspruch über die Schulkonferenz möglich. Informationen finden Sie auf Seiten wie kmk.org.

Internationale Schulen in Deutschland: Curricula, Kosten und Standorte

Internationale und deutsche Schulen unterscheiden sich stark in Struktur und Angebot. Internationale Schulen bieten Curricula wie das IB, britische Abschlüsse (IGCSE/A-Levels) oder amerikanische Programme (AP/GPA) und unterrichten überwiegend auf Englisch. Etwa 164 solcher Schulen existieren, meist in Berlin, München und Frankfurt.

Die Kosten liegen zwischen 10.000 und 30.000 Euro pro Jahr und Kind, dazu kommen eine einmalige Einschreibegebühr von 1.000 bis 5.000 Euro. Geschwister erhalten Rabatte von 10 bis 20%. Die International School München kostet über 25.000 Euro, in Berlin beginnen die Preise bei 15.000 Euro.

Bekannte Schulen sind etwa die Frankfurt International School (fis.edu) oder die Berlin Brandenburg International School. Die Anmeldung sollte 6 bis 12 Monate im Voraus erfolgen, da Wartelisten besonders in Großstädten bis zu zwei Jahre lang sind.

Der Anmeldeprozess läuft in vier Schritten: 1) Online-Besichtigung, 2) Einreichen der Zeugnisse und Tests, 3) Gespräch, 4) Hinterlegen der Anzahlung. Zusätzliche Kosten, etwa für Busse (ca. 2.000 Euro jährlich), müssen ebenfalls eingeplant werden.

Unterrichtssprache: Deutsche Immersion oder englische Kontinuität?

Deutsche Schulen unterrichten nach der Grundschule vollständig auf Deutsch. Einzelne Gymnasien bieten ab Klasse 5 mehr Englischunterricht an. Internationale Schulen lehren überwiegend Englisch, Deutsch ist meist nur ein Fach.

Für kurze Aufenthalte (1-3 Jahre) bietet der Unterricht auf Englisch Kontinuität. Bei längerem Verbleib hilft das deutsche Immersionsmodell, Sprachkompetenz und Integration zu fördern. Einige internationale Schulen sind bilingual aufgestellt.

Beispiel: Ein 12-jähriger Brite lernt in Berlin durch DaZ-Programme schnell Deutsch. Ein 16-jähriger Amerikaner bevorzugt wegen der A-Levels eine internationale Schule.

Oft wird fälschlich angenommen, internationale Schulen lehren kein Deutsch. Gute Schulen schreiben Deutsch jedoch vor, z. B. für den Hochschulzugang. Prüfen Sie daher die Sprachpolitik der Schule vor Anmeldung.

Abitur vs International Baccalaureate: Vergleich der Universitätsanerkennung

Das Abitur, erworben am Gymnasium, berechtigt zum Studium an deutschen und vielen ausländischen Universitäten. Es ist anspruchsvoll, ähnlich wie das IB. Das IB-Diplom wird an internationalen Schulen vergeben und international, unter anderem in den USA und Großbritannien, anerkannt.

Für die Universitätseignung zählen Abiturnoten (1,0 ist die beste, bis 4,0 ist bestanden). Das IB erfordert mindestens 24 Punkte. Beide Abschlüsse werden gegenseitig über die Anabin-Datenbank (anabin.kmk.org) anerkannt.

Expats bevorzugen oft den IB wegen seiner internationalen Anerkennung. Das Abitur ist nützlicher für dauerhaft in Deutschland Lebende. Es gibt auch Kombinationen, z.B. Gymnasium mit IB-Brückenprogrammen in einigen Städten.

Fehlentscheidungen können Kinder benachteiligen. Prüfen Sie früh die Gleichwertigkeit; fehlende Anerkennung erfordert ein Studienkolleg als Vorbereitung.

Qualität und Resultate: Übertreffen internationale Schulen deutsche?

Öffentliche Schulen sind oft vergleichbar gut, denn sie folgen strengen Standards. Internationale Schulen punkten mit kleineren Klassen (15-20 vs. 25-30 Schüler in öffentlichen) und einem globalen Fokus.

Private Schulen verzeichnen höhere Hochschulzugangsquoten. Öffentliche Schulen sind stark bei beruflicher Ausbildung. In PISA-Studien liegt Deutschland bei Lesen und Mathematik über dem OECD-Durchschnitt.

Expats berichten, dass internationale Schulen den Übergang erleichtern, aber kostspielig sind. Öffentliche Schulen stärken dagegen Resilienz durch Sprachimmersion. Etwa 90% der Gymnasiasten schaffen den Unizugang.

Ihre Wahl hängt ab von den Zielen: Für Karriere eine internationale Schule, für Integration eine öffentliche. Vergleichen Sie auf [INTERNAL: Best Cities for Expats].

Wartelisten und Einschreibezeiten bei internationalen Schulen

Wartelisten sind ein Problem bei Top-Internationals: etwa sechs Monate für Grundschüler, ein bis zwei Jahre für weiterführende Klassen in München und Frankfurt. Melden Sie sich bis Januar für den Schulstart im September an.

Der Ablauf: 1) Recherche bei ISC (iscresearch.com), 2) Bewerbung im Herbst des Vorjahres, 3) Vorrang für Geschwister und Mitarbeiterrückkehrer. Notfallplätze gibt es für Wechsel während des Schuljahres.

Bei öffentlichen Schulen ist die Anmeldung meist jederzeit möglich und ohne Wartezeit. Späte Bewerbungen sind jedoch riskant, da Plätze dann weg sind. Nutzen Sie Schulfinder wie Landesportale.

Beispiel: Wohnortwechsel im Juli? Öffentliche Schulen sind sofort zugänglich, internationale Schulen erfordern Wartezeit bis zum Herbst.

Fünf entscheidende Faktoren bei der Wahl zwischen internationalen und deutschen Schulen

Berücksichtigen Sie zuerst die Aufenthaltsdauer. Kurzfristig sollten Expats internationale Schulen wegen der Kontinuität wählen. Langfristig ist die deutsche Schule besser für Integration und Wurzeln.

Alter und Sprachkenntnisse sind ebenfalls wichtig: Kinder unter 10 Jahren passen sich gut an öffentliche Schulen an. Jugendliche brauchen für den Schulalltag oft Englisch. Öffentliche Schulen sparen jährlich über 20.000 Euro. Machen Sie Schulbesuche zur Entscheidungsfindung.

Binden Sie Ihre Kinder ein und besuchen Sie beide Schularten. Nutzen Sie Ressourcen wie den InterNations Guide (internations.org). Vor Visumanträgen sind die Hinweise im [INTERNAL: Family Residence Permit Guide] hilfreich.

Ein letzter Tipp: Kombinieren Sie Grundschule öffentlich mit weiterführender internationaler Schule. Prüfen Sie dafür über Anabin die Universitätsanerkennung.

Typische Fehler und Sonderfälle für Expats mit Kindern

Ein häufiger Fehler ist das Ignorieren des gegliederten Systems. Expats legen Einspruch falsch ein, was die Anmeldung verzögert. Eine B1-Deutschvorbereitung erleichtert den Einstieg.

Für Kinder mit besonderen Bedürfnissen gibt es im öffentlichen Sektor Förderschulen, während das Angebot in internationalen Schulen variiert. Kosten für Therapien sind öffentlich meist kostenlos, privat beginnen sie bei etwa 5.000 Euro.

Bei Scheidung ist für die Anmeldung das gemeinsame Sorgerecht mit notariell beglaubigten Dokumenten nötig. Expats, die zurückkehren, profitieren von der einfachen Anerkennung des IB.

Empfehlung: Eine Kombination aus Heimunterricht und öffentlicher Schule bietet Flexibilität. Fragen Sie das Jugendamt (Hotline über 115.de) für Details.

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