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Gesetzliche Rentenversicherung: Ein Leitfaden für Expats in Deutschland

Die Gesetzliche Rentenversicherung ist das Rentensystem in Deutschland. Alle Angestellten zahlen Geld ein. So bekommen sie später Rente. Auch einige Selbstständige zahlen ein. Expats fragen oft, wie das funktioniert.

Wie funktioniert die Gesetzliche Rentenversicherung?

Die Rentenversicherung arbeitet mit Umlageverfahren. Die Arbeitnehmer zahlen die Rentner von heute. Später kümmern sich andere um die jetzigen Arbeiter. So helfen alle zusammen.

Die Beiträge gehen automatisch vom Lohn ab. Es sind 18,6 Prozent vom Bruttogehalt. Du zahlst 9,3 Prozent und dein Arbeitgeber 9,3 Prozent. Es gibt eine Obergrenze beim Einkommen: etwa 7.300 Euro im Westen und 7.450 Euro im Osten (2025).

Auch Expats bauen so Ansprüche auf. Kurze Verträge sind kein Problem. Aber bei Pausen im Ausland fehlen Punkte. Prüfe deine Daten bei der Deutschen Rentenversicherung.

Wie viel zahlt man in die Rentenversicherung?

Die Beiträge hängen vom Gehalt ab, bis zur Höchstgrenze. Bei 4.000 Euro im Monat sind das 372 Euro von dir und 372 Euro vom Arbeitgeber. Selbstständige zahlen freiwillig 18,6 Prozent.

Mindesteinzahlungen gelten ab 520 Euro (2025). Wer mehr verdient, zahlt nicht mehr als die Grenze. Bei Mini-Jobs zahlen Expats weniger.

Deine Gehaltsabrechnung zeigt die Abzüge. Fehler wie falsche Klassentypen kosten Punkte. Melde solche Fehler sofort deinem Arbeitgeber.

Was sind Rentenpunkte und wie bestimmen sie deine Rente?

Rentenpunkte zeigen deine Einzahlungen im Vergleich zum Durchschnitt. Bei Durchschnittsgehalt gibt es 1 Punkt pro Jahr. Wer mehr verdient, bekommt bis zu 2 Punkte.

Berechnung: Jahresgehalt geteilt durch Durchschnitt, mal 1 Punkt. 45 Jahre bei Durchschnitt sind 45 Punkte. Formel: Rente = Punkte × 40,79 Euro (2025) × 1 (Zugangs- faktor).

Expats bekommen extra Punkte für Kinder (3 Punkte pro Kind ab 1993). Zeiten von Arbeitslosigkeit oder Schule geben auch Punkte. Das fördert lange Beitragszeiten.

Wann kann man in Deutschland in Rente gehen?

Das Rentenalter steigt bis 67 im Jahr 2029. Wer ab 1964 geboren ist, geht mit 67 in Rente. Früher mit 63 geht nur mit 45 Beitragsjahren und Abzügen von 0,3% pro Monat.

Beantrage die Rente 3 Monate vor dem Geburtstag bei der Deutschen Rentenversicherung. Sonst verlierst du Geld. Expats können die Rente ab 67 auch aus dem Ausland beziehen.

Teilrente gibt es ab 63 mit Arbeitgebererlaubnis. Man kann 50 bis 100% der Rente beziehen. Das hilft zum teilweisen Ausstieg aus dem Job.

Wie wird die Rente berechnet?

Rente = Rentenpunkte × aktueller Wert (40,79 Euro) × Zugangs- faktor (1,0 bei Vollrente). Zuschläge für Rentenarten gibt es, z.B. 55-60% für Witwen.

Beispiel: 40 Punkte bei 67 Jahren sind 1.631,60 Euro brutto monatlich. Steuern und Krankenbeiträge senken das Nettogeld um 20-30%. Jährliche Anpassungen gibt es nach Lohnentwicklung.

Expats erhalten nur Anteile für Zeiten in Deutschland. Ausländische Renten können mit EU-Regeln kombiniert werden.

Kann man Rente mitnehmen, wenn man Deutschland verlässt?

Ja, die gesetzliche Rente wird weltweit überwiesen. Du bekommst das Geld jeden Monat auf dein Konto. Manchmal passt man die Höhe an die Lebenshaltungskosten an.

Teile der Deutschen Rentenversicherung deine neue Adresse mit unter www.deutsche-rentenversicherung.de. EU-Bürger haben keine Probleme. Andere brauchen Lebensbescheinigungen. Ohne Meldung kann die Rente gestoppt werden.

Expats außerhalb der EU, die nach 5 Jahren Heimkehren, bekommen Rente, wenn sie genug eingezahlt haben. Es gibt Vereinbarungen mit vielen Ländern, damit kein doppelter Beitrag anfällt.

Was ist die Grundrente und wer bekommt sie?

Grundrente gibt es seit 2021. Sie unterstützt Menschen mit langen, aber geringen Einzahlungen. Mindestens 33 Jahre Beiträge und Einkommen unter 90% der Grundsicherung sind nötig.

Ab 2026 sind 150 bis 300 Euro mehr pro Monat möglich. Die Prüfung läuft automatisch mit Steuerdaten. Besonders Expats mit unterbrochenen Karrieren profitieren.

Behalte alle Mini-Jobs im Blick, damit du nichts verpasst. Die Grundrente gilt ab 2026 voll und hilft etwa 1,5 Millionen Menschen.

Wie prüft man sein Rentenkonto?

Fordere kostenlos deinen Versicherungsverlauf an unter www.deutsche-rentenversicherung.de. Registriere dich mit Personalausweis oder eID. Du bekommst den Bericht sofort.

Schritte: 1. Melde dich mit BundID an. 2. Schaue Punkte und Zeiten. 3. Drucke das Dokument aus. Hilfe gibt es unter 0800 1000 4800.

Fehler: Alte Informationen vor 2023. Aktualisiere jährlich. Expats können auch per Post an 10707 Berlin schreiben.

Kann man Rentenpunkte nachkaufen?

Mindestens 5 Jahre brauchst du für Rente, 45 für Früh-Rente. Du kannst freiwillig bis 10 Jahre nachzahlen, bis zu 50% mehr Beitrag.

Kosten liegen bei 50 bis 500 Euro im Monat, rückwirkend. Gut für Studienzeiten oder Pausen im Ausland. Melde dich innerhalb von 5 Jahren bei der DRV.

Selbstständige mit über 64.350 Euro Einkommen müssen zahlen. So sammeln sie mehr Punkte.

Tipps und Fehler für Expats in der Rentenversicherung

Kombiniere mit Riester-Rente: Spare 4% vom Brutto, bekomme 175 Euro Bonus plus 300 Euro pro Kind. Steuern zahlst du nicht.

Achte auf Arbeiteinsätze in der EU (A1-Bescheinigung nötig). Für Auslandsaufenthalte die Rente exportieren, Krankenversicherung separat planen.

Mehr Infos gibt es auf www.bmas.de. Nutze Apps zur Kontrolle. So bleibst du sicher.

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