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Du kannst Deutscher werden. Du musst fünf Jahre in Deutschland leben. Es gibt neue Regeln von 2024. Diese Regeln machen es leichter. In diesem Text steht, was du wissen musst.
Wie lange musst du in Deutschland leben?
Du kannst Deutscher werden, wenn du fünf Jahre hier wohnst[1]. Vorher waren es acht Jahre. Jetzt geht es schneller[6].
Manche schaffen es schneller. Wenn du gut Deutsch sprichst (C1) oder viel machst, brauchst du nur drei Jahre[3].
Deine Frau oder Mann oder Kinder unter 16 haben andere Regeln[2]. Ehepartner können nach drei Jahren einbürgern[2]. Kinder mit deutschem Elternteil auch schneller[2].
Wenn du als Flüchtling hier bist, zählt die Zeit oft auch[2].
Deutsch lernen: Was brauchst du?
Du brauchst Deutsch auf B1-Niveau[3]. Das heißt: Du kannst reden und schreiben im Alltag.
Du kannst das mit einem Zertifikat zeigen oder in der Schule gewesen sein[2].
Wenn du kein Zertifikat hast, machst du den Einbürgerungstest. Dort prüft man auch Deutsch[3].
Viele lernen in Kursen vom BAMF oder VHS. Die Kurse kosten 300 bis 800 Euro[2].
Geld: Du musst selbst bezahlen können
Du musst ohne Geld vom Staat leben können[3]. Das heißt: Kein Hartz IV bekommen[2].
Arbeitslosengeld I oder Kindergeld ist erlaubt[2].
Wenn du deinen Job unverschuldet verlierst, kannst du trotzdem einbürgern[2].
Wie viel Geld du brauchst, hängt von Familie und Bundesland ab[2].
Kriminalakte: Was ist erlaubt?
Du darfst keine schweren Verbrechen haben[3]. Kleine Fehler sind okay[2]. Zum Beispiel kleine Strafen oder Jugendfehler.
Große Verbrechen verhindern die Einbürgerung[2].
Im Test werden auch Einstellungen zu Menschenrechten gefragt[6]. Schlechte Einstellungen führen zum Nein[6].
Wenn du Angst hast wegen Strafen, frag einen Anwalt vor der Bewerbung.
Doppelte Staatsbürgerschaft: Geht das?
Ja, das geht jetzt[6]. Du musst deine alte Staatsbürgerschaft nicht abgeben.
Früher musste man wählen. Jetzt kannst du beides haben[6].
Manche Länder erlauben das nicht. Frag nach bei deinem Land[6].
Mit zwei Pässen reist und arbeitest du leichter.
Einbürgerungstest: Was weißt du?
Alle zwischen 16 und 67 Jahren müssen den Test machen[2].
Es sind 33 Fragen über Deutschland[3]. Du brauchst 17 richtige Antworten.
Der Test kostet 25 Euro[2]. Du kannst mit kostenlosen Materialien lernen.
Manche müssen den Test nicht machen: Wenn du eine deutsche Schule hast oder Probleme mit Lernen.
Dauerhafter Aufenthalt: Deine Basis
Du brauchst eine dauerhafte Erlaubnis zum Leben in Deutschland[3].
Viele haben die EU Blue Card oder Niederlassungserlaubnis[2].
Wenn du noch eine befristete Erlaubnis hast, arbeite zuerst daran, die dauerhafte zu bekommen[2].
Nach der dauerhaften Erlaubnis kannst du einbürgern.
So beantragst du die Einbürgerung
Sammle deine Papiere: Pass, Geburtsurkunde, Nachweis von Deutsch, Geld, Testzettel[2].
Gib den Antrag bei der Einbürgerungsstelle ab. Die bearbeiten das in 3 bis 6 Monaten[2].
Du bekommst Bescheid. Bei Zustimmung machst du den Eid und bekommst die Urkunde.
Zum Beispiel: Ein Ausländer seit 2021 kann 2026 einbürgern.
Was kostet die Einbürgerung?
Das kostet zwischen 230 und 850 Euro[1].
Deutschkurse und Test kosten extra[2].
Manche holen sich Hilfe von Anwälten. Das kostet mehr.
Alles zusammen etwa 600 bis 1500 Euro.
Besondere Fälle: Kinder, Ehe und mehr
Kinder, die in Deutschland geboren sind, können einfacher Deutsch werden[2].
Kinder mit deutschem Elternteil auch[2].
Verheiratete mit Deutschen können nach 3 Jahren einbürgern[2].
Flüchtlinge bekommen Zeit für Asyl auch angerechnet[2].
Fehler vermeiden
Wer nicht alle Papiere liefert, verliert Zeit[2].
Wer zu früh beantragt, wird abgelehnt[2].
Du brauchst einen Nachweis für Deutsch[3].
Bereite dich gut auf den Test vor[3].





