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Bundesweit schwerwiegende Eisbedingungen nach Winterstürmen prognostiziert
Im Anschluss an den Wintersturm „Elli“ wurde am Sonntag vielerorts in Deutschland kurzzeitig Sonnenschein verzeichnet. Meteorologische Prognosen warnen jedoch vor einem raschen Wetterumschwung, da das Tiefdruckgebiet „Gunda“ heranrückt. Dieses bringt zunächst Schneefall, gefolgt von Eisregen, wodurch bundesweit gefährliche Glatteisverhältnisse auf Straßen und Gehwegen erwartet werden – vor allem in der Nacht und bis in den Montag hinein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht davon aus, dass nahezu alle Regionen betroffen sein werden, mit der intensivsten Belastung im Westen, die sich ostwärts bis Niederbayern und entlang der Oder und Neiße ausdehnt [Quelle 1].
Der DWD bezeichnet die Lage als „unwetterartige Glatteis-Situation“ und regt die Behörden an, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um Gefährdungen der öffentlichen Sicherheit zu minimieren.
Folgen für Bildung, Verkehrsinfrastruktur und ausländische Bewohner Deutschlands
Angesichts der Gefahr durch aggressive Eisbildung auf Fahrbahnen und Gehwegen stellen Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen sowie in Teilen Niedersachsens den Präsenzunterricht am Montag auf Distanzunterricht um. Diese Maßnahme dient dem Schutz von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften, indem der Reiseverkehr in den betroffenen Gebieten reduziert wird. Die zweite Niederschlagsphase intensiviert sich über Nacht und bringt örtlich extreme Glätte ähnlich den durch den Sturm „Elli“ hervorgerufenen Bedingungen zu Wochenbeginn [Quelle 1][Quelle 3].
Im Verkehrssektor laufen bereits Vorbereitungen: Die Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn, DB InfraGo, analysiert die Situation, um Reaktionen zu optimieren und Verspätungen zu minimieren. Massive Beeinträchtigungen wie am letzten Wochenende werden nicht erwartet. Dennoch könnten Frost und Eisregen den Verkehr bis Dienstag, vor allem in Bayern und Ostdeutschland, beeinträchtigen, ehe ab Mittwoch mit milderen Verhältnissen zu rechnen ist [Quelle 3].
Für Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitskräfte bedeuten die widrigen Witterungsbedingungen erhebliche logistische Herausforderungen. Die Pendelzeiten verlängern sich aufgrund vereister Straßen und Verzögerungen im öffentlichen Nahverkehr erheblich. Schulschließungen stellen Familien vor neue Herausforderungen hinsichtlich häuslicher Betreuung und Homeschooling. Es ist ratsam, Reisen sorgfältig zu planen, aktuelle Wetterinformationen zu verfolgen und geeignete Winterausrüstung wie Winterreifen und warme Kleidung sicherzustellen. Die Behörden empfehlen ausdrücklich, unnötige Fahrten während der glätteintensivsten Phasen zu vermeiden, um Unfälle zu verhindern.
Regionale Besonderheiten und sicherheitsrelevante Empfehlungen bei Glatteisgefahr
Im Südosten und in den zentralöstlichen Mittelgebirgen sinken die Temperaturen auf drastische Frostwerte zwischen -10 und -15 Grad Celsius, was die Eisbildung weiter begünstigt. In Hamburg ergeben sich besondere Probleme durch ein Streuverbot von Salz auf Gehwegen aus Umweltschutzgründen, obwohl dort die höchsten Schneemengen seit 15 Jahren registriert wurden [Quelle 4].
Die flächendeckende Ausrufung von Glatteiswarnungen durch den DWD in zahlreichen Bundesländern verdeutlicht die gravierende Notwendigkeit erhöhter Vorsicht. Behörden unterstreichen, dass das Leben und Arbeiten in den betroffenen Regionen während dieses winterlichen Intermezzos erhöhte Aufmerksamkeit, vorausschauende Planung und die Beachtung sicherheitsrelevanter Hinweise erfordert. Der DWD prognostiziert ein allmähliches Ende der gefährlichen Witterungsphase bis Mitte der Woche mit Wetterberuhigung am Mittwoch [Quelle 1][Quelle 3].
Expats sollten lokale Medien, Arbeitgeberkommunikationen und Community-Kanäle intensiv verfolgen, um stets über sich verändernde Bedingungen und Mobilitätsanpassungen während dieses instabilen Winterwetters informiert zu bleiben.





