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Ver.di-Warnstreiks stören den öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland
Seit Freitagmorgen finden in fast allen Bundesländern koordinierte Warnstreiks von ver.di im öffentlichen Nahverkehr statt. Die Streiks führen zu vielen Ausfällen bei Bussen, Straßenbahnen und U-Bahnen. Der Verkehr steht in vielen Regionen fast still. Auch am Samstag dauern die Streiks an, was für Pendler und Reisende eine große Belastung bedeutet [Quelle 1], [Quelle 4].
Die Streiks betreffen vor allem den Nahverkehr. Langstreckenzüge der Deutschen Bahn und S-Bahnen fahren weiter wie gewohnt, da sie nicht Teil der aktuellen Verhandlungen von ver.di sind. Große Städte wie Frankfurt, Köln, Hamburg und Orte in Nordrhein-Westfalen haben starke Beeinträchtigungen, und viele Verkehrsbetriebe fahren mit sehr geringer Kapazität oder gar nicht [Quelle 7], [Quelle 6], [Quelle 4].
Forderungen der Gewerkschaft und Verhandlungsstand
Ver.di fordert bessere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte im Nahverkehr deutschlandweit. Die Gewerkschaft will eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Außerdem sollen Schichten kürzer und Pausen länger und ohne Unterbrechung sein, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu verbessern. Außerdem verlangt ver.di höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit sowie mehr Freistellung für Azubis zur Prüfungsvorbereitung und Übernahme von Führerscheinkosten [Quelle 5], [Quelle 4].
Die Verhandlungen laufen mit kommunalen Arbeitgeberverbänden in allen 16 Bundesländern. Die Arbeitgeber berufen sich auf finanzielle Engpässe der Städte und Verkehrsbetriebe. Deshalb könne man viele Forderungen nicht erfüllen. Der Stillstand in den Verhandlungen führt zu den anhaltenden Streiks [Quelle 6], [Quelle 4].
Folgen für Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitnehmer
Für Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeiter, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, bedeuten die ver.di-Streiks erhebliche Verzögerungen und Unannehmlichkeiten. Viele müssen mit Ausfällen und Verspätungen auf ihren Arbeits- oder Studienwegen rechnen. Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen fahren oft gar nicht oder nur eingeschränkt, besonders an den Streiktagen Freitag und Samstag.
Da Streiks schwer vorhersehbar sind, sollten Betroffene alternative Verkehrsmittel wie Carsharing, Taxi oder Fahrrad nutzen. Es kann notwendig sein, mehr Zeit einzuplanen oder von zuhause aus zu arbeiten, um Fristen einzuhalten und Stress zu vermeiden. Fahrkarten behalten ihre Gültigkeit, jedoch bleibt die Verfügbarkeit der Dienste unsicher.
Die Forderungen der Gewerkschaft zielen langfristig auf bessere Arbeitsbedingungen, die die Zuverlässigkeit des Nahverkehrs verbessern könnten. Bis zum Ende der Verhandlungen sollten sich Fahrgäste über offizielle Meldungen von Verkehrsunternehmen und ver.di informieren. Ein genaues Ende des Streiks steht noch nicht fest, jedoch wird eine Normalisierung ab Sonntag erwartet [Quelle 8], [Quelle 4].
Weitere aktuelle Informationen zum Streik finden Sie hier: Tagesschau-Bericht [Quelle 4].