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Deine Rechte in der Probezeit in Deutschland: Ein einfacher Leitfaden

Was sind deine wichtigsten Rechte in der Probezeit?

Du fängst einen neuen Job in Deutschland an. Dann hast du eine Probezeit. Die Probezeit heißt auf Deutsch Probezeit. Du musst deine Rechte kennen. So bist du von Anfang an geschützt. Dieser Text erklärt dir die wichtigsten Regeln. Du lernst, was du erwarten kannst. Und wie du Probleme löst.

Wie lange dauert die Probezeit?

Die Probezeit ist am Anfang deines Jobs. Du und dein Chef prüfen, ob alles passt. Das Gesetz sagt: Die Probezeit darf höchstens sechs Monate dauern. Das steht im BGB.

Dein Vertrag darf nicht länger als sechs Monate Probezeit haben. Hast du einen Vertrag für eine bestimmte Zeit? Dann ist die Probezeit halb so lang wie der Vertrag. Zum Beispiel: Ein Jahr Vertrag, drei Monate Probezeit. Du kannst auch eine kürzere Probezeit machen. Das ist gut für dich. Dann hast du schneller mehr Rechte.

Kann dein Chef dich in der Probezeit leicht kündigen?

Dein Chef kann dich in der Probezeit leichter kündigen. Er braucht keinen besonderen Grund. Die normalen Kündigungsschutz-Regeln gelten noch nicht. Aber dein Chef darf dich nicht einfach so kündigen.

Die Kündigung darf nicht gegen das Gesetz sein. Zum Beispiel nicht wegen Schwangerschaft, Hautfarbe oder Religion. Auch nicht, wenn du deine Rechte nutzt. Wenn du denkst, die Kündigung ist unfair, geh zu einem Anwalt. Du hast drei Wochen Zeit. Dann kannst du vor Gericht gehen. Die Zeit beginnt, wenn du die Kündigung schriftlich bekommst.

Wie lang ist die Kündigungsfrist in der Probezeit?

In der Probezeit hast du eine kurze Kündigungsfrist. Sie dauert zwei Wochen. Das steht im BGB §622. Die Frist gilt für dich und deinen Chef.

Du musst deine Kündigung schriftlich machen. Nur mündlich reicht nicht. Die zwei Wochen beginnen, wenn dein Chef den Brief bekommt. Im Vertrag kann eine längere Frist stehen. Aber die Frist für den Chef darf nicht kürzer sein als für dich. Sonst ist die Regel ungültig.

Was ist Kündigungsschutz und gilt er für dich?

Kündigungsschutz schützt vor unfairer Kündigung. Er gilt normalerweise nach sechs Monaten Arbeit. In der Probezeit gilt das Kündigungsschutzgesetz nicht. Dein Chef kann ohne Grund kündigen.

Aber es gibt Ausnahmen. Schwangere sind geschützt. Menschen mit Behinderung auch. Du kannst nicht gekündigt werden, wenn du krank bist und das richtig meldest. Betriebsräte sind auch geschützt. Diese Regeln sind wichtiger als die Probezeit-Regeln.

Was erwartet dein Chef von dir in der Probezeit?

Dein Chef will, dass du schnell lernst. Es gibt keine festen Regeln, wie gut du sein musst. Dein Chef muss deine Arbeit fair beurteilen. Er darf dich nicht nur wegen einem Gefühl kündigen.

Frag nach Feedback-Gesprächen. So siehst du, wie du dich machst. Wenn es Probleme gibt, muss dein Chef dich warnen. Eine plötzliche Kündigung wegen schlechter Arbeit ist riskant. Schreib auf, was du gut machst. Das hilft dir, wenn es Streit gibt.

Kannst du die Probezeit früher beenden?

Du kannst mit deinem Chef reden. Ihr könnt die Probezeit früher beenden. Das nennt man Aufhebungsvertrag. Der Vertrag endet dann sofort oder an einem bestimmten Tag.

Sei vorsichtig, wenn dein Chef so einen Vertrag will. Dann bekommst du oft 12 Wochen keine Arbeitslosengeld. Du kannst auch vor dem Job eine kürzere Probezeit vorschlagen. Zum Beispiel drei Monate statt sechs. So hast du schneller alle Rechte. Lies deinen Vertrag gut. Du musst auch wissen, was du bei Ämtern machen musst.

Hast du volle Leistungen in der Probezeit?

In der Probezeit hast du volle gesetzliche Leistungen. Dein Chef meldet dich bei der Krankenversicherung an. Du zahlst Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Mehr dazu findest du in unserem Text zur Krankenversicherung in Deutschland.

Du hast ab dem ersten Tag Anspruch auf bezahlte Krankheitstage. Dein Chef zahlt bis zu sechs Wochen weiter. Danach zahlt die Krankenkasse Krankengeld. Du bekommst auch Urlaub. Mindestens 20 Tage im Jahr. Das sind etwa 1,66 Tage im Monat. Manche Firmen geben keine Extras wie Firmenwagen in der Probezeit. Schau in deinen Vertrag.

Was passiert nach der Probezeit?

Nach der Probezeit bist du fest angestellt. Du musst keinen neuen Vertrag unterschreiben. Dein alter Vertrag gilt weiter. Jetzt gilt der volle Kündigungsschutz.

Dein Chef braucht einen guten Grund, um dich zu kündigen. Die Kündigungsfrist wird länger. Sie ist jetzt vier Wochen zum 15. oder Ende des Monats. Je länger du arbeitest, desto länger wird die Frist. Schau in deinen Vertrag, wie es genau ist. Du solltest auch deine Steuern prüfen, wenn dein Einkommen stabil ist.

Besondere Regeln für Nicht-EU-Bürger und Freiberufler

Nicht-EU-Bürger haben besondere Risiken in der Probezeit. Deine Aufenthaltserlaubnis hängt oft vom Job ab. Wenn du deinen Job verlierst, musst du das Amt sofort informieren. Du bekommst meist drei bis sechs Monate Zeit für einen neuen Job. Melde dich schnell bei der Agentur für Arbeit als Arbeitssuchender an.

Freiberufler haben meist keine Probezeit. Wenn du einen Dienstvertrag hast, kann es eine Probezeit geben. Studenten mit Minijobs haben auch eine Probezeit von maximal sechs Monaten. Aber oft ist sie kürzer. Prüfe, wie dein Job deine Rechte in der Probezeit beeinflusst.

Vergleich der Arbeitsphasen in Deutschland

Aspekt Während Probezeit Nach Probezeit
Maximale Dauer 6 Monate Unbefristet (normal)
Kündigungsfrist 2 Wochen 4 Wochen zum Monatsende (BGB)
Allgemeiner Kündigungsschutz (KSchG) Gilt nicht Gilt voll
Krankengeld (Entgeltfortzahlung) Voll ab Tag 1 Voll
Urlaubsanspruch Wächst monatlich (z.B. 1,66 Tage/Monat) Voller Jahresanspruch

FAQ: Schnelle Antworten zu Probezeit-Fragen

Wie lange dauert die Probezeit (meist 6 Monate)?

Die Probezeit dauert meist bis zu sechs Monate. Das ist das Maximum laut Gesetz. Dein Vertrag kann eine kürzere Zeit haben. Befristete Verträge halbieren die Probezeit.

Kann der Chef mich leicht kündigen?

Ja, in der Probezeit kann dein Chef leichter kündigen. Er braucht keinen Grund. Aber die Kündigung darf nicht unfair sein. Du kannst vor Gericht gehen, wenn du denkst, es ist ungerecht. Du hast drei Wochen Zeit.

Kündigungsfrist in der Probezeit (meist 2 Wochen)?

Die Kündigungsfrist in der Probezeit ist zwei Wochen. Sie gilt für dich und deinen Chef. Die Kündigung muss schriftlich sein. Die Frist beginnt, wenn der Brief ankommt.

Was ist Kündigungsschutz?

Kündigungsschutz schützt vor ungerechter Kündigung. Er gilt nach sechs Monaten Arbeit. In der Probezeit gilt er meist nicht. Schwangere und Menschen mit Behinderung sind geschützt.

Was passiert nach der Probezeit?

Nach der Probezeit bist du fest angestellt. Du hast vollen Kündigungsschutz. Dein Chef braucht einen guten Grund zum Kündigen. Die Kündigungsfrist wird länger, meist vier Wochen zum Monatsende.

Regeln und Gebühren ändern sich; frage beim Amt nach, bevor du handelst.

📚 Key Vocabulary (Beginner (A1-A2))

die Probezeit(noun (f.))
probation period
der Vertrag(noun (m.))
contract
kündigen(verb)
to terminate (a contract)
die Kündigung(noun (f.))
termination
die Frist(noun (f.))
deadline, period
schwanger(adjective)
pregnant
die Krankheit(noun (f.))
illness
der Urlaub(noun (m.))
vacation
der Chef(noun (m.))
boss
das Amt(noun (n.))
office, authority
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