Home / Living in Germany / Mieterrechte: Wann kann Ihr Vermieter die Miete in Deutschland erhöhen?

Mieterrechte: Wann kann Ihr Vermieter die Miete in Deutschland erhöhen?

Es ist wichtig, Ihre Mieterrechte zu kennen, wenn der Vermieter die Miete erhöht. Dieses Heft zeigt, wie viel die Miete steigen darf und wie man sich wehren kann. So schützen Sie Ihr Geld.

Warum die Miete in Deutschland steigt – und wie oft das geht

Vermieter dürfen die Miete nicht einfach so erhöhen. Es gibt feste Regeln im Gesetz. Meist steigt die Miete alle 12 bis 15 Monate.

Nach einem Jahr kann Ihr Vermieter die Miete neu machen. Sie müssen aber zustimmen. Ohne Ihren Brief geht nichts. Viele Ausländer wissen das nicht und streiten.

Die Miete darf nur einmal im Jahr steigen. Das sorgt für Ruhe. Schauen Sie im Vertrag nach Wörtern wie „Indexmiete“.

Viele denken, Miete steigt immer automatisch. Das stimmt nicht. Man braucht eine Erklärung. Wenn nicht, zahlen Sie weiter die alte Miete.

So bleibt das Wohnen länger sicher. Mehr als die Hälfte der Deutschen mieten lange Zeit.

Was ist Mietpreisbremse? Deutschlands Mietbremse erklärt

Mietpreisbremse heißt, dass die Miete bei neuen Verträgen nicht zu hoch sein darf. Seit 2015 darf sie höchstens 10% über der normalen Miete liegen.

Das gilt in 453 Städten, zum Beispiel Berlin, München und Hamburg. Alte Wohnungen sind betroffen, neue nicht.

Für Ausländer verhindert das hohe Preise. Übersteigt die Miete die Grenze, muss der Vermieter die vorherige Miete sagen.

Die Regel gilt nun bis 2025 und in mehr Städten, zum Beispiel 89 Orte in Baden-Württemberg. In Berlin gab es früher eine andere Regel.

Tipp: Prüfen Sie die Mietpreise im Internet. Vermieter zahlen sonst Strafe.

Wie viel darf die Miete max. steigen? Die Kappungsgrenze-Regel erklärt

Kappungsgrenze heißt, dass die Miete in drei Jahren nur 20% steigen darf. In angespannten Märkten sind es 15%. Das gilt nur bei Mieterhöhung, nicht bei neuem Vertrag.

Wenn die Miete in der Gegend 10% steigt, darf Ihre Miete in drei Jahren höchstens 20% mehr sein. Im ersten Jahr max. 6,67%. Das hilft, große Sprünge zu vermeiden.

Es gibt Ausnahmen bei großen Renovierungen. Meist nutzen Vermieter den Mietspiegel, der alle paar Jahre neu ist.

Vermieter schreiben oft einen Brief mit Zahlen. Prüfen Sie genau. Ist die Erhöhung zu hoch, widersprechen Sie schriftlich innerhalb von zwei Monaten.

Manche Verträge mit Inflation brauchen andere Regeln. Verfolgen Sie das genau.

Ortsübliche Vergleichsmiete: So berechnen Sie Ihre Miet-Basis

Die ortsübliche Vergleichsmiete zeigt, was Mieten in Ihrer Nähe normal sind. Man vergleicht Größe, Alter und Lage.

Der Vermieter muss die Mieterhöhung mit dieser Miete begründen. Zum Beispiel kostet eine 60 Quadratmeter Wohnung in Berlin 12 Euro pro Quadratmeter.

Sie finden den Mietspiegel auf der Webseite Ihrer Stadt, z.B. Berlin. Die Ausstattung und Energie zählen auch. Viele Ausländer kennen diesen Wert nicht gut.

So geht es: 1) Suchen Sie den Index für Ihre Gegend. 2) Vergleichen Sie Wohnung und Ausstattung. 3) Prüfen Sie Ihre Miete. Ist sie 15% zu hoch, legen Sie Widerspruch ein.

Der Mietspiegel wird oft neu gemacht. Achten Sie darauf.

Können Sie eine Mieterhöhung anfechten? Schritt-für-Schritt-Anleitung

Ja, wenn die Mieterhöhung unfair ist, können Sie reagieren. Schreiben Sie innerhalb von zwei Monaten. Nennen Sie Gründe wie Kappungsgrenze.

So machen Sie es: 1) Prüfen Sie den Mietspiegel. 2) Berechnen Sie den Maximalwert. 3) Schicken Sie einen Brief per Einschreiben. 4) Verhandeln oder gehen vor Gericht.

Gerichte helfen meistens dem Mieter. Vermieter müssen ihre Erhöhung beweisen. Anwalt kostet 200 bis 500 Euro, ist aber oft rückholbar. Hilfe gibt es beim Mieterverein (jährlich 80 Euro).

Für Ausländer ist die Sprache manchmal schwer. Nutzen Sie Mietervereine. Erfolg ist oft 10–15% weniger Miete.

Frist: Klagen Sie innerhalb eines Jahres. Während der Prüfung zahlen Sie keine Nachzahlung.

Modernisierung vs. Instandhaltung: Wann Renovierungen die Mieterhöhung rechtfertigen

Modernisierung erlaubt dem Vermieter bis zu 11% höhere Miete nach großen Verbesserungen, wie neue Fenster. Instandhaltung sind Reparaturen, da darf die Miete nicht steigen.

Modernisierung erhöht den Wert, zum Beispiel neue Fenster kosten viel Geld. Der Vermieter verteilt die Kosten auf viele Jahre. Maximal 3 Euro pro Quadratmeter pro Jahr extra.

Der Vermieter muss mindestens 90 Tage vorher Bescheid sagen. Eine Kaution von zwei Monatsmieten kann verlangt werden. Sie können widersprechen, wenn die Arbeit nicht nötig ist oder schlecht gemacht wird. Solar ist erlaubt, Streichen nicht.

Für Ausländer ist es wichtig, die Kosten genau zu prüfen. Oft wird zu viel verlangt. Fehler können von der Miete abgezogen werden.

Wenn Sie nicht zustimmen, ist die Mieterhöhung ungültig. Bei Energiesparmaßnahmen gilt eine Grenze von 8%.

Die 90-Tage-Kündigungsfrist bei Mieterhöhungen – Was Ausländer wissen müssen

Vermieter müssen mindestens 90 Tage vor Erhöhung informieren, bei Indexmieten zwei Monate. Der Brief kommt per Einschreiben.

Warum 90 Tage? Damit Sie genug Zeit zum Nachdenken haben. Bei Modernisierung gilt das auch, aber nach Abschluss der Arbeiten. Ohne Frist ist die Erhöhung ungültig.

Sie bekommen eine genaue Begründung. Antworten Sie schnell. Ziehen Sie in der Mitte der Frist um, gelten Ihre Rechte weiterhin.

Mündliche Absprachen sind nicht gültig. Bestehen Sie auf einen Brief. Das hängt auch mit der Anmeldung zusammen.

Tipp: Stellen Sie Kalender-Erinnerungen für Briefe ein. So gibt es keine Überraschungen.

Mieterhöhungen für Ausländer: Besondere Situationen und Fallen

Ausländer haben oft kurze Visa. Nach Anmeldung gelten dieselben Rechte wie bei Deutschen. Untermiete hat ebenfalls Begrenzungen.

Nach dem Wegfall von Berlins Mietendeckel können Sie zu viel gezahlte Miete zurückfordern. Häufig sind 5-20% Rückzahlungen.

Achten Sie darauf, nicht ohne Prüfung zu unterschreiben. Fragen Sie die Mietervereine um Rat (Telefon 030-28490-0).

In München sind die Regeln oft strenger als auf dem Land. Informieren Sie sich dazu auf der Webseite des Bundesministeriums.

Langfristig ist es gut, die Miete bei Neuabschluss zu verhandeln. Stabilität ist wichtig, weil über die Hälfte der Deutschen mieten.

Nächste Schritte: Hilfen und Informationen für Ihre Rechte

Handeln Sie jetzt: Werden Sie Mitglied im Mieterverein, nutzen Sie Mietspiegel-Apps. Reagieren Sie rechtzeitig, sonst verzichten Sie auf Ihr Recht.

Wenn Sie nichts tun, zahlen Sie möglicherweise dauerhaft mehr. Das kostet Sie und nachfolgende Mieter viel Geld.

Bei Streit gehen Sie zu Ihrem Amtsgericht. Zuerst gibt es oft eine Schlichtung. Für Ausländer gibt es englischsprachige Infos bei AllAboutBerlin.

So kennen Sie Ihre Rechte, wenn die Miete steigt. Die Regelungen gelten auch 2025 weiter.

Sources

  1. cos-services.com
  2. atlas.affordablehousingactivation.org
  3. latham.london
  4. uniplaces.com
  5. conny.de
  6. dlapiperrealworld.com
  7. allaboutberlin.com
  8. arno.uvt.nl
  9. wilj.law.wisc.edu
Tagged: