Home / Education / Studying in Germany / Studieren in Deutschland: Semestergebühren und Kosten – Der vollständige Guide 2026 für Expats

Studieren in Deutschland: Semestergebühren und Kosten – Der vollständige Guide 2026 für Expats

Wenn man in Deutschland studiert, versteht man, dass öffentliche Hochschulen fast keine Studiengebühren verlangen. Die meisten verlangen nur einen Semesterbeitrag von 150 bis 350 Euro, der wichtige Dienste abdeckt. Dieser Guide erklärt alle Gebühren und die Lebenshaltungskosten für internationale Studierende und Berufstätige.

Sind deutsche Universitäten wirklich kostenlos? Die Wahrheit zu Studiengebühren

Die öffentlichen Universitäten in Deutschland verlangen für die meisten Bachelor- und konsekutiven Masterstudiengänge keine Studiengebühren. Das gilt für Studierende aus der EU und außerhalb der EU. Allerdings muss man den Semesterbeitrag zahlen, der meist 150 bis 350 Euro pro Semester beträgt.

Private Hochschulen verlangen hingegen volle Studiengebühren, oft zwischen 8.000 und 40.000 Euro pro Jahr. Zum Beispiel bietet die Schiller International University Masterstudiengänge an, die jährlich zwischen 16.500 und 20.700 Euro kosten – vor Stipendien. Öffentliche Hochschulen wie die TUM halten die Kosten niedrig mit etwa 85 bis 97 Euro pro Semester im Jahr 2026.

Es gibt Ausnahmen in Baden-Württemberg; dort zahlen Nicht-EU Studierende 1.500 Euro pro Semester plus weitere Gebühren, z.B. an der Universität Freiburg. Man sollte die landesspezifischen Regeln vor der Bewerbung prüfen. Diese Struktur macht Deutschland attraktiv für preisbewusste Expats.

Was ist der Semesterbeitrag? Eine Erklärung der 150-350 Euro-Gebühr

Der Semesterbeitrag finanziert die studentischen Dienstleistungen an öffentlichen Hochschulen. Er beinhaltet den Beitrag fürs Studierendenwerk, Verwaltungskosten und oft ein Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr. Der Betrag variiert je nach Universität und Standort, von 82 Euro in Straubing bis 345 Euro in Bonn.

In Würzburg beträgt der Semesterbeitrag ab Sommer 2026 180 Euro, davon 72 Euro für das Studierendenwerk. Die TUM in München verlangt 85 Euro im Wintersemester 2025/26, die Summe steigt im Sommer 2026 auf 97 Euro. Die Zahlung erfolgt bei der Einschreibung und Rückmeldung jedes Semesters.

Wer nicht bezahlt, bekommt keinen Zugang zu Prüfungen oder zur Immatrikulation. Expats sollten jährlich 300 bis 700 Euro für beide Semester einplanen. Genaue Zahlen finden sich auf den Uni-Webseiten wie der Seite der TUM.

Was beinhaltet das Semesterticket und die studentischen Leistungen?

Das Semesterticket ist ein wichtiger Bestandteil des Semesterbeitrags und ermöglicht unbegrenzte Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in der Region oder sogar deutschlandweit. Das Deutschlandticket der Universität Bonn kostet 208,80 Euro von den 345 Euro Gesamtbeitrag. Es gilt für Busse, Straßenbahnen und Züge und spart jährlich mehr als 500 Euro für den Weg zur Universität.

Weitere Leistungen sind der Zugang zu Mensen, Sportangeboten, Beratung und kulturellen Veranstaltungen. Würzburg verwendet 72 Euro vom Semesterbeitrag für das Studierendenwerk, das Unterstützung bei Wohnraum und Gesundheit bietet. Freiburg erhebt diese Gebühren zusätzlich zur Studiengebühr.

Für Expats bedeutet das, dass keine extra Transportkosten in Städten wie München anfallen. Es ist wichtig, die genauen Bedingungen auf der Webseite von Bonn zu prüfen. Oft wird fälschlicherweise angenommen, dass das Ticket auch intercity ICE-Züge abdeckt – für diese benötigt man allerdings separate Tickets.

Kosten an privaten Hochschulen: Wann Gebühren über 10.000 Euro pro Jahr sinnvoll sind

Private Hochschulen verlangen Studiengebühren, weil sie keine öffentliche Finanzierung erhalten. Die Gebühren liegen meist zwischen 8.000 und 20.000 Euro jährlich für allgemeine Masterstudiengänge und können bei MINT-Fächern oder MBAs 25.000 bis 40.000 Euro erreichen. Die 12-monatigen Programme der Schiller International University starten bei 16.500 Euro, die mit Stipendien um bis zu 50% reduziert werden können.

Das FU-BEST Programm der FU Berlin kostet inklusive Material und Semesterticket insgesamt 6.400 Euro pro Semester. In Bayern bezahlen Nicht-EU Studierende an einigen öffentlichen Universitäten 2.000 bis 3.000 Euro pro Semester. Ein Vergleich von öffentlichen und privaten Universitäten hilft bei der Wahl.

Berufstätige entscheiden sich oft für private Hochschulen wegen englischsprachiger und flexibler Programme. Ein Sonderfall sind Expats in der Weiterbildung, die zusätzlich zu den Semesterbeiträgen zahlen müssen. Insgesamt können sich Kosten mit Lebenshaltung auf 35.000 Euro jährlich summieren.

Lebenshaltungskosten unter der Lupe: 1.200 Euro monatlich realistisch?

Die üblichen Lebenshaltungskosten liegen in Deutschland zwischen 1.200 und 1.400 Euro im Monat. Eine Beispielaufteilung: Miete 770 Euro, Essen 270 Euro, Transport 35 bis 82 Euro (ohne Semesterticket), Versicherung 120 Euro, Sonstiges 220 Euro. In Heidelberg sind die Kosten ähnlich, in Großstädten wie München kommen rund 20% hinzu.

Für das Visum braucht man ein Sperrkonto mit 11.904 Euro jährlich (992 Euro im Monat). Studierende, die selbst in der Mensa kochen, geben 150 bis 180 Euro für Lebensmittel aus. Das Studierendenwerk bietet Wohnheimplätze zwischen 300 und 500 Euro monatlich.

Ein häufiger Fehler ist die Unterschätzung der Heizkosten im Winter, die leicht 50 Euro oder mehr betragen. Expats sparen durch Rabatte für Studierende bei Fitnessstudios und Museen. Die jährlichen Gesamtausgaben liegen bei 14.000 bis 17.000 Euro plus Studiengebühren.

BAföG Anspruch: Können internationale Studierende deutsche Förderung bekommen?

BAföG unterstützt finanziell mit bis zu 934 Euro pro Monat, halb als Zuschuss, halb als Darlehen, für Studierende mit geringem Einkommen. EU-Studierende haben vollen Anspruch. Nicht-EU Expats benötigen eine Niederlassungserlaubnis oder spezifische Visa wie Familiennachzug. Genauere Infos gibt es beim BAföG Büro.

Internationale Studierende aus bestimmten Ländern (z.B. Türkei durch Abkommen) können nach einem Jahr Förderung beantragen. Die Förderung gilt maximal für 8 Semester im Bachelorstudium. Späte Anträge führen oft zu Ablehnungen, deshalb sollte man sich drei Monate vor Semesterbeginn bewerben.

Viele Expats wissen nichts vom BAföG. Die Förderung lässt sich mit einem 20-Stunden-Job kombinieren. Details und Antragsformulare finden sich in speziellen BAföG-Guides für Expats.

Stipendien wie DAAD: Schritt-für-Schritt Finanzierung des Studiums

Der DAAD fördert Master und Promotionen mit mindestens 934 Euro im Monat plus Reisekostenzuschuss. Bewerbungen sind 6 bis 12 Monate vor Beginn online über das DAAD-Portal möglich. Die Vergabe erfolgt leistungsorientiert, private Hochschulen wie Schiller bieten oft 50% Studiengebühren-Ermäßigung bei DAAD-Förderung.

Weitere Möglichkeiten sind universitätsspezifische Stipendien (z.B. TUM) oder das Deutschlandstipendium mit 300 Euro pro Monat. Die Schritte sind: 1) Anspruch prüfen (Notendurchschnitt von 2,5 oder besser), 2) Unterlagen vorbereiten (Lebenslauf, Motivationsschreiben), 3) Bewerbung bis Dezember/Januar einreichen. Expats mit Berufserfahrung haben Vorteile bei beruflichen Stipendien.

Die Erfolgsquote liegt zwischen 10 und 20 Prozent; bei Ablehnung kann man sich erneut bewerben. So lassen sich Lücken bei Semestergebühren und Lebenshaltungskosten schließen.

Langzeitstudiengebühr: Strafen bei Überschreitung der Regelstudienzeit

Die Langzeitstudiengebühr wird fällig, wenn die Regelstudienzeit überschritten wird (z.B. 6 Semester für den Bachelor). Die meisten Bundesländer verlangen zwischen 500 und 2.000 Euro pro zusätzliches Semester. Diese Gebühr muss zusammen mit dem Semesterbeitrag bezahlt werden, sonst droht die Exmatrikulation.

In Nordrhein-Westfalen sind es 500 Euro nach einer Überschreitung von 10 Prozent. Man kann das vermeiden, wenn man die ECTS-Punkte rechtzeitig erbringt. Expats, die das Studienfach wechseln, starten oft mit dem Zähler von vorne. Eine Beratung an der Universität ist hier sinnvoll.

Für Krankheit oder Elternzeit gibt es Ausnahmen, die man aber früh beantragen muss. Teilzeitstudium ist möglich und erlaubt oft bis zu 50 Prozent der Leistung ohne Zusatzgebühren.

Teilzeitstudium und Arbeit: Wie man Gebühren und Flexibilität vereinbart

Im Teilzeitstudium reduziert man die Studienleistung um die Hälfte, um die Langzeitgebühr zu vermeiden. Die Semestergebühren bleiben aber voll zu zahlen. Berufstätige arbeiten häufig 20 Stunden pro Woche und verdienen 450 bis 1.000 Euro steuerfrei pro Monat.

Man beantragt den Status vor dem Semester beim Studierendensekretariat. Für Expats ist die Kombination mit [INTERN: Arbeiten als Student in Deutschland] üblich. Wenn man eine eigene Wohnung besitzt, kann man die Kosten senken, aber meistens verlangt das Visum 120 volle Studientage im Jahr.

Wer mehr als halbtags arbeitet, riskiert den Verlust von BAföG. Insgesamt bleiben die Semestergebühren und Lebenshaltungskosten mit Job zwischen 10.000 und 15.000 Euro pro Jahr überschaubar.

Sources

  1. tum.de
  2. schiller.edu
  3. uni-freiburg.de
  4. uni-wuerzburg.de
  5. uni-bonn.de
  6. fu-berlin.de
  7. galvanizetestprep.com
Tagged:

Newsletter

Stay updated with our weekly newsletter. Subscribe now to never miss an update!

I have read and agree to the Terms & Conditions

Follow Us

About GlobalEveryday
We help navigate life in Germany while learning German through practical guides, news, and resources in multiple language levels.

Category List