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Welche Versorgungen brauchen Sie in Deutschland?
Wenn Sie in eine Wohnung in Deutschland ziehen, brauchen Sie meist drei Sachen selbst: Strom, Internet und die Rundfunkgebühr (GEZ). Wasser und Heizung sind oft im Nebenkostenpreis. Der Vermieter kümmert sich darum. Dieser Text erklärt, wie Sie alles anmelden. Er sagt auch, was es kostet und welche Formulare Sie brauchen.
Fangen Sie mit Strom und Internet an, wenn Sie den Mietvertrag haben. Es dauert zwei bis sechs Wochen, bis alles funktioniert. Die Rundfunkgebühr melden Sie innerhalb einer Woche nach dem Einzug an. Wasser müssen Sie meist nicht extra anmelden. Es ist im Nebenkostenpreis.
Wie meldet man Versorgungen nach dem Einzug an?
Wenn Sie den Mietvertrag und die Anmeldung bei der Stadt haben, können Sie Versorgungen anmelden. Das geht einfach, aber schnell. Für Strom wählen Sie einen Anbieter und machen einen Vertrag online. Für Internet prüfen Sie zuerst, ob es an Ihrer Adresse geht. Dann bestellen Sie. Für die Rundfunkgebühr melden Sie sich beim Beitragsservice an.
Haben Sie Ihre Meldebescheinigung bereit. Sie brauchen die Adresse und das Einzugsdatum für jeden Vertrag. Wenn Sie zu spät sind, bekommen Sie den teuren Grundtarif für Strom.
Strom: Anbieter wählen und teuren Grundtarif vermeiden
In jeder Stadt gibt es einen Grundtarif für Strom. Wenn Sie keinen Anbieter wählen, bekommen Sie automatisch den teuren Grundtarif. Der kostet oft 0,35 bis 0,45 Euro pro kWh. Ein anderer Anbieter kostet meist 0,25 bis 0,35 Euro.
Um das zu vermeiden, machen Sie einen Vertrag mit einem Anbieter vor oder zwei Wochen nach dem Einzug. Webseiten wie Verivox oder Check24 helfen beim Vergleichen. Bekannte Anbieter sind E.ON, EnBW, Naturstrom und Stadtwerke. Eine Familie mit drei Personen zahlt etwa 1000 bis 1400 Euro im Jahr.
Beim Vertrag brauchen Sie die Zählpunktnummer. Die steht am Stromzähler in der Wohnung oder im Keller. Wenn Sie sie nicht finden, fragen Sie den Vermieter oder den Netzbetreiber. Den Netzbetreiber finden Sie auf bundesnetzagentur.de mit Ihrer Postleitzahl.
Wann wechselt man den Stromanbieter?
Sie können jederzeit wechseln. Die günstigen Tarife brauchen oft einen Vertrag für 12 Monate und eine Kündigungsfrist von einem Monat. Wenn der Vertrag endet, zahlen Sie automatisch mehr im Nachlaufzeit-Tarif. Merken Sie sich das Vertragsende und wechseln Sie vier Wochen vorher.
Der Wechsel kostet nichts. Der neue Anbieter kündigt beim alten. Sie geben nur Ihre Kundennummer und den Zählerstand am Wechseltag an. Wenn Sie umziehen, können Sie den Vertrag mitnehmen oder kündigen. Umzug ist ein Grund für eine frühe Kündigung ohne Strafe.
Internet: Beste Anbieter und Anschluss bekommen
Internet in Deutschland gibt es als DSL, Kabel oder Glasfaser. Es kommt auf die Straße an, was geht. Prüfen Sie Ihre Adresse auf Vergleichsseiten oder bei Anbietern. Telekom hat das beste DSL-Netz. Vodafone ist gut bei Kabel. 1&1 und O2 sind oft günstig.
Die Installation dauert zwei bis acht Wochen. Ein Techniker kann kommen, um die Leitung oder den Router einzurichten. Wenn Sie mieten, fragen Sie den Vermieter, bevor gebohrt wird. Die meisten Verträge haben einen Router kostenlos oder für 5 bis 10 Euro im Monat.
| Anbieter | Technik | Typische Geschwindigkeit | Monatlicher Preis (EUR) | Vertragsdauer |
|---|---|---|---|---|
| Telekom | DSL / Glasfaser | 50–1000 Mbit/s | 39,99–79,99 | 24 Monate |
| Vodafone | Kabel / DSL | 50–1000 Mbit/s | 29,99–69,99 | 24 Monate |
| 1&1 | DSL / 5G | 50–500 Mbit/s | 24,99–59,99 | 24 Monate |
| O2 | DSL / Kabel | 50–500 Mbit/s | 24,99–54,99 | 24 Monate |
| Pyur | Kabel | 50–1000 Mbit/s | 29,99–69,99 | 24 Monate |
Die Preise gelten meist für die ersten 12 Monate. Danach steigt der Preis um 5 bis 10 Euro. Prüfen Sie den Preis nach 12 Monaten vor dem Vertrag.
Wasser: Warum Sie es meist nicht anmelden müssen
Wasser kommt vom Stadtwerk. Als Mieter machen Sie keinen Vertrag. Die Kosten sind im Nebenkostenabrechnung. Der Vermieter zahlt die Rechnung und rechnet sie mit Ihnen ab.
Wasser kostet für eine Person etwa 15 bis 30 Euro im Monat. Wenn Sie ein Haus kaufen, melden Sie sich direkt beim Wasserversorger. Das Rathaus sagt Ihnen, wer zuständig ist.
Wie meldet man die Rundfunkgebühr (GEZ) an?
Die Rundfunkgebühr ist 18,36 Euro im Monat pro Haushalt. Seit 2021 zahlt jeder Haushalt gleich viel, egal wie viele Personen oder Geräte. Melden Sie sich auf rundfunkbeitrag.de mit dem Formular U1 an.
Sie müssen sich eine Woche nach dem Einzug anmelden. Wenn Sie umziehen, melden Sie die alte Adresse ab und die neue an. Die Gebühr zahlen Sie vierteljährlich (55,08 Euro) oder monatlich per Lastschrift. Wenn Sie nicht anmelden, findet der Beitragsservice Sie und verlangt die Gebühren rückwirkend.
Kann man die GEZ-Gebühr legal vermeiden?
Fast niemand kann die Gebühr vermeiden. Sie gilt für jeden Haushalt mit Adresse. Ausnahmen sind Menschen mit Sozialhilfe (Bürgergeld, BAföG, Grundsicherung). Diese müssen sich nicht anmelden, wenn sie einen Antrag stellen.
Weigern Sie sich zu zahlen, drohen Probleme. Der Beitragsservice kann das Finanzamt oder eine Inkassofirma einschalten. Unbezahlte Gebühren kosten Zinsen und können Ihre Schufa belasten. Wenn Sie Geldprobleme haben, sprechen Sie mit dem Beitragsservice über eine Ratenzahlung.
Wie liest man die Nebenkostenabrechnung?
Einmal im Jahr schickt der Vermieter die Nebenkostenabrechnung. Sie zeigt, was Sie vorausgezahlt haben und was wirklich war. Sie enthält Wasser, Heizung, Grundsteuer, Versicherung, Treppenhausreinigung und Gartenpflege. Die Abrechnung muss innerhalb von 12 Monaten nach Ende der Abrechnungszeit kommen. Sonst müssen Sie nichts nachzahlen.
Prüfen Sie jede Zeile. Vergleichen Sie die Vorauszahlung mit den Kosten. Haben Sie zu viel bezahlt, bekommen Sie Geld zurück. Haben Sie zu wenig bezahlt, müssen Sie nachzahlen. Fehler sind oft falsche Heizkosten oder falsche Rechnungen. Sie haben ein Jahr Zeit, um schriftlich zu widersprechen.
Heizung kostet am meisten. Die Kosten verteilen sich nach Verbrauch (mit Heizkostenverteiler) oder nach Wohnfläche. Wenn Ihre Wohnung schlecht isoliert ist oder die Nachbarn viel heizen, kann die Rechnung hoch sein. Fragen Sie den Vermieter nach dem Energieausweis, bevor Sie den Mietvertrag unterschreiben.
Kann man für jede Versorgung den Anbieter selbst wählen?
Für Strom und Internet ja, Sie können frei wählen. Für Wasser und Gas kommt es auf die Adresse an. Manche Orte haben nur einen Anbieter. Dann müssen Sie diesen nehmen. Mieter haben keine Wahl bei Wasser und Gas, das macht der Vermieter.
Heizung ist noch eingeschränkter. Meist gibt es Fernwärme oder eine zentrale Anlage im Haus. Als Mieter können Sie den Anbieter nicht wählen. Hausbesitzer können zwischen Gas, Öl, Wärmepumpe oder Fernwärme wählen, je nach Angebot vor Ort.
Wie kündigt man Versorgungen beim Auszug?
Beim Umzug kündigen Sie Strom und Internet mit einem Monat Frist. Geben Sie das Auszugsdatum und den Zählerstand an. Machen Sie ein Foto vom Zähler. Die Kündigung schicken Sie schriftlich. E-Mail reicht meist, aber Einschreiben ist sicherer.
Für die Rundfunkgebühr melden Sie sich vor dem Umzug ab. Wenn Sie in eine andere deutsche Wohnung ziehen, melden Sie die neue Adresse an. Wenn Sie Deutschland verlassen, melden Sie sich ab und zeigen den Ausreisetag. Sonst zahlen Sie weiter an der alten Adresse.
Die Nebenkostenabrechnung für die alte Wohnung kommt bis zu 12 Monate nach dem Auszug. Geben Sie dem Vermieter Ihre neue Adresse. Wenn Sie zu viel gezahlt haben, bekommen Sie das Geld auf Ihr Konto. Ändern Sie die Bankdaten vor dem Auszug.
Was passiert, wenn man Fehler macht?
Wenn Sie den Stromanbieter nicht rechtzeitig wechseln, zahlen Sie den teuren Grundtarif. Wenn Sie Internet zu spät bestellen, haben Sie wochenlang kein Internet. Wenn Sie die Rundfunkgebühr nicht anmelden, zahlen Sie rückwirkend und Strafen. Wenn Sie die Nebenkostenabrechnung nicht prüfen, verlieren Sie das Recht auf Widerspruch.
Die gute Nachricht: Die meisten Fehler kann man beheben. Wechseln Sie den Stromanbieter, um den Grundtarif zu vermeiden. Sprechen Sie mit dem Beitragsservice über Ratenzahlung. Widersprechen Sie der Nebenkostenabrechnung rechtzeitig. Wichtig ist, schnell zu handeln und alles schriftlich zu dokumentieren.
FAQ: Versorgung in Deutschland
Muss ich Wasser selbst anmelden?
Nein. Wasser ist im Nebenkostenpreis. Der Vermieter regelt das mit dem Stadtwerk. Nur Hausbesitzer melden Wasser selbst an.
Wer ist der günstigste Internetanbieter?
O2 und 1&1 sind oft am billigsten mit 24,99 bis 29,99 Euro im Monat im ersten Jahr. Prüfen Sie zuerst, ob es an Ihrer Adresse geht. Nach dem ersten Jahr steigen die Preise um 5 bis 10 Euro.
Wie lange dauert die Internetinstallation?
Es dauert zwei bis acht Wochen. Wenn die Leitung schon da ist, geht es in ein bis zwei Wochen. Neue Leitungen oder Glasfaser brauchen länger und einen Techniker.
Kann ich den Stromanbieter mitten im Vertrag wechseln?
Ja, aber bei einem 12-Monats-Vertrag kostet das oft eine Strafe. Ausnahme ist der Umzug. Dann können Sie ohne Strafe kündigen. Sonst warten Sie bis zum Vertragsende und kündigen mit einem Monat Frist.
Ist die Rundfunkgebühr wirklich für alle Pflicht?
Ja, für fast alle Haushalte in Deutschland. Ausnahmen sind Menschen mit Sozialhilfe, die einen Antrag stellen. Man kann nicht einfach nicht zahlen, weil man keinen Fernseher hat.
Regeln und Preise ändern sich. Prüfen Sie alles beim Amt. Strom- und Internetpreise sind unterschiedlich. Die Rundfunkgebühr legt der Beitragsservice fest und ändert sie manchmal. Prüfen Sie die aktuellen Preise auf den Webseiten der Anbieter oder bei rundfunkbeitrag.de.