Photo by Jakub Żerdzicki on Unsplash
Aktuelle Lage der Bauzinsen und ihre Folgen
Für Expats, die in Deutschland eine Immobilie kaufen wollen, ist es wichtig, die aktuellen Bauzinsen zu kennen. Die Zinsen für einen zehnjährigen Festzinskredit sind auf über vier Prozent gestiegen. Das ist ein großer Anstieg im Vergleich zu den niedrigen Zinsen vor einigen Jahren. Dadurch wird die Immobilienfinanzierung teurer und die monatlichen Raten steigen. Das belastet besonders Erstkäufer und ausländische Arbeitnehmer, die in Wohneigentum investieren [Quelle 1].
Die anstehenden geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank, insbesondere die Sitzung am 10. September 2026, könnten die Zinsen weiter beeinflussen. Experten sagen voraus, dass trotz leichter Stabilisierung Anfang August die Zinsen bis Ende des Jahres moderat steigen könnten, da etwa die Hälfte der Befragten höhere Zinsen bis Ende 2026 erwartet [Quelle 1].
Was Expats über Finanzierung und Kosten wissen sollten
Mit durchschnittlichen Bauzinsen von rund vier Prozent sind die monatlichen Rückzahlungen deutlich höher. Bei einem Kredit über 500.000 Euro liegt die jährliche Zins- und Tilgungsrate bei etwa sechs Prozent, also rund 30.000 Euro im Jahr oder 2.500 Euro im Monat. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber Anfang 2022, als die Zinsen bei etwa einem Prozent standen und die monatliche Rate bei circa 1.666 Euro lag [Quelle 4].
Expats müssen außerdem zusätzliche Erwerbskosten beachten, dazu zählen Notargebühren, Grundbuchkosten und die Grunderwerbsteuer. Diese variieren nach Bundesland und können mehrere Prozent des Kaufpreises ausmachen. Finanzberater raten, diese Kosten nicht mit dem Kredit zu finanzieren, um Überlastungen zu vermeiden [Quelle 7].
Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte möglichst bald den aktuellen Zinssatz sichern, um spätere Erhöhungen zu vermeiden. Außerdem empfiehlt es sich, Fördermöglichkeiten und staatliche Zuschüsse zu prüfen, die die finanzielle Belastung verringern können [Quelle 1]. Sondertilgungen bieten zusätzlich die Möglichkeit, die Laufzeit zu verkürzen und Zinskosten zu senken, sofern das Einkommen es erlaubt [Quelle 7].
Praktische Tipps für Expats und internationale Studierende
Expats und internationale Studierende, die in Deutschland eine Immobilie erwerben wollen, sollten angesichts steigender Bauzinsen vorsichtig planen. Die höheren Kreditzinsen beeinflussen die finanzielle Belastbarkeit stark, deshalb ist es wichtig, das monatliche Budget realistisch zu überprüfen. Eine Beratung bei Experten, die sich mit dem deutschen Hypothekenmarkt und den Bedürfnissen von Expats auskennen, ist sehr hilfreich.
Zudem sollten Kreditnehmer mit derzeit niedrigeren Zinssätzen ihre Optionen für eine Anschlussfinanzierung prüfen, wenn sich das Laufzeitende nähert. Eine frühzeitige Festlegung auf neue Finanzierungsbedingungen kann helfen, zukünftige höhere Zinsen zu vermeiden [Quelle 1].
Zusammenfassend wird Expats und internationalen Bewohnern empfohlen, Finanzierungs- und Erwerbsstrategien genau zu planen, alle Kosten zu berücksichtigen, günstige Kreditkonditionen frühzeitig zu sichern und Förderprogramme zu nutzen. So lässt sich der Immobilienkauf in Deutschland auch in einer Phase hoher Zinsen besser bewältigen [Quelle].
Für weitere Informationen lesen Sie den Bericht auf Tagesschau: Bauzinsen über vier Prozent: Was Käufer jetzt wissen müssen [Quelle]