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Zwei Tage Warnstreik im Öffentlichen Nahverkehr in NRW
Am Dienstag, dem 17. März 2026, steht der Öffentliche Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen (NRW) fast vollständig still. Die Gewerkschaft Verdi ruft zu einem zweitägigen Warnstreik auf. Am Montag beginnt der Streik in Verwaltungsstellen und Kundenzentren in der Region. Am Dienstag fahren Busse und Straßenbahnen von der Frühschicht bis zur Spätschicht nicht. S-Bahn und Regionalzüge sind vom Streik nicht betroffen.
Streikgebiet und Ausnahmen
Der Streik betrifft die meisten Gegenden in NRW, auch große Städte im Ruhrgebiet sind stark betroffen. Es gibt einige Ausnahmen: Der Verkehr von Wupsi in Leverkusen, die Bahn in Monheim, der Stadtbus in Gütersloh sowie die Stadtwerke in Hamm und Münster fahren weiter. In Siegen und im Kreis Olpe ist die Störung gering, weil wenige Mitarbeiter bei Westfalen-Süd (VWS) streiken.
Hintergrund und Verhandlungen
Verdi startete den Streik, weil die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Nahverkehr feststecken. Die Gewerkschaft fordert bessere Löhne und Arbeitsbedingungen seit November. Nach zwei Verhandlungsrunden haben die Arbeitgeber noch kein verhandelbares Angebot gemacht. Verdi sagt, der Streik ist nötig, um Druck zu machen. Die Arbeitgeber finden die Forderungen unrealistisch und veraltet.
Auswirkungen für Ausländer und Pendler in NRW
Wer aus dem Ausland kommt oder hier studiert und mit Bus und Straßenbahn fährt, sollte am 17. März mit Störungen rechnen. S-Bahn und Regionalzüge fahren normal. Wegen ausfallender Busse und Straßenbahnen kann der Arbeitsweg oder Weg zur Uni schwieriger sein. Alternative Verkehrsmittel wie Fahrgemeinschaften, Taxis oder Leihräder sind ratsam.
Wer auf den Öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist, sollte vorab bei den Anbietern nach Ausnahmen und Fahrplanänderungen fragen. Besonders in Städten wie Leverkusen, Monheim oder Münster fahren manche Linien weiter. Tickets bleiben gültig, aber Angaben zu Rückerstattungen gibt es aktuell nicht.
Weitere Informationen gibt es in den Medien, wenn der Streik näherkommt.
Quelltext: tagesschau.de