Photo by Christian Lue on Unsplash
Gewerkschaften planen mehr Warnstreiks im öffentlichen Dienst
Die deutschen Gewerkschaften Verdi und dbb kündigen an, die Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder ab nächster Woche zu erweitern. Betroffen sind unter anderem Universitätskliniken, Kitas und Behörden. Der Schritt folgt nach gescheiterten zweiten Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern. Diese legten kein verbindliches Angebot für die Lohnerhöhung vor, obwohl die Gewerkschaften 7 % mehr oder mindestens 300 Euro mehr pro Monat für über 920.000 Beschäftigte forderten – außer in Hessen. Die Gewerkschaftsleitungen kritisieren, dass die Arbeitgeber die Forderungen nicht ernst nehmen. Sie rufen alle Beschäftigten auf, die Streiks zu unterstützen, um wegen der hohen Inflation nach Corona ein faires Ergebnis zu erreichen.
Bedeutung für Expats, ausländische Arbeitnehmer und internationale Studierende in Deutschland
Dieser Streik betrifft Expats, ausländische Arbeitnehmer und Studierende, die im öffentlichen Dienst arbeiten oder solche Dienste nutzen. Betroffen sind Public-Health-, Kinderbetreuungs- und Verwaltungsbereiche, wo es zu Schließungen oder eingeschränkten Leistungen kommen kann. Das beeinflusst Arbeitszeiten und den Zugang zu wichtigen Diensten. Gelingt die Lohnerhöhung, ändert sich die Bezahlung im öffentlichen Dienst entsprechend. Ausländische Beschäftigte müssen ihre Verträge und Budgets anpassen. Betroffene sollten Streikpläne verfolgen und Ersatzlösungen für Arbeit und Versorgung überlegen.
Arbeitgeber sehen die Forderungen als finanziell schwer umsetzbar an, schätzen die Kosten auf 12,6 Milliarden Euro. Trotzdem erkennen sie Fortschritte an, auch wenn Differenzen bleiben. Die Gewerkschaften betonen, dass wettbewerbsfähige Löhne wichtig sind, um Fachkräfte im Staat zu halten und die Wirtschaft zu stärken.
Expats und ausländische Arbeiter sollten offizielle Nachrichten der Arbeitgeber und Gewerkschaften verfolgen. Studierende mit Nebenjobs im öffentlichen Dienst sollten Streikauswirkungen auf ihre Arbeitszeiten prüfen. Wer auf Kitas und Krankenhäuser angewiesen ist, muss mögliche Einschränkungen einkalkulieren.
Mehr Informationen und aktuelle Berichte finden Sie hier: tagesschau.de – Gewerkschaften wollen Warnstreiks im öffentlichen Dienst ausweiten.