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Wichtige politische Veränderungen für Ausländer und Einwohner in Deutschland 2026
Ab 2026 gibt es mehrere bedeutende Änderungen im täglichen Leben in Deutschland. Diese betreffen Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitnehmer. Die Bundesregierung führt verschiedene rechtliche und finanzielle Anpassungen ein. Dazu gehören ein höherer gesetzlicher Mindestlohn, Änderungen bei den Preisen im öffentlichen Nahverkehr und neue Regelungen für die Bundeswehr. Diese Neuerungen beeinflussen die Lebenshaltungskosten, Steuern und die Pflichten der Bewohner in Deutschland.
Anpassungen beim Mindestlohn und den Sozialversicherungsbeiträgen
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns. Dieser steigt in zwei Schritten von 12,82 Euro auf 13,90 Euro pro Stunde ab Januar 2026 und soll 2027 auf 14,60 Euro erhöht werden. Auch die Ausbildungsvergütungen steigen, zum Beispiel auf 724 Euro monatlich im ersten Lehrjahr und bis zu 1.014 Euro im vierten Jahr. Zusätzlich erhöht sich die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung auf 5.812,50 Euro monatlich, was bei einigen zu höheren Sozialversicherungsbeiträgen führt. Beschäftigte am oberen Ende der Verdienstgrenze müssen dann etwa 28,50 Euro mehr für die Krankenversicherung zahlen.
Der steuerfreie Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer steigt leicht von 12.096 auf 12.348 Euro jährlich, was eine geringfügige Entlastung bietet.
Steigende Transportkosten und neue Umfrage der Bundeswehr für 18-Jährige
Das beliebte Deutschlandticket für den lokalen und regionalen Nahverkehr wird ab Januar 2026 teurer. Der Preis erhöht sich von 58 auf 63 Euro pro Monat. Diese Änderung betrifft vor allem Pendler und auch Expats, die auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sind. Die höheren Kosten sind bei der Budgetplanung, insbesondere in Städten, zu berücksichtigen.
Des Weiteren erhalten alle Personen, die 2026 18 Jahre alt werden, einschließlich Ausländer, einen Fragebogen zur Abklärung ihrer Eignung und Motivation für einen freiwilligen Dienst in der Bundeswehr. Diese Aktion ist Teil einer erweiterten Rekrutierung und stellt einen neuen bürgerschaftlichen Schritt für junge Erwachsene in Deutschland dar.
Weitere Verbraucher- und rechtliche Neuerungen für Ausländer
Zu den weiteren Änderungen gehört die Umbenennung des Bürgergelds in Grundsicherung, verbunden mit strengeren Regelungen für Personen, die Pflichttermine beim Jobcenter versäumen oder eine Arbeitsaufnahme ablehnen. Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7 % für Restaurantessen wird dauerhaft beibehalten. Zudem steigen Kinderfreibeträge, was besonders Familien – auch mit Migrationshintergrund – zugutekommt.
Erhöhte CO2-Preise für Kraftstoffe und Heizenergie steigern die Kosten für Mobilität und Haushaltsenergie. Der CO2-Preis wird künftig marktabhängig und nicht mehr festgesetzt, was die Kosten variabel macht. Expats sollten diese Entwicklungen genau verfolgen, um ihre Finanzplanung und Steuererklärung entsprechend anzupassen.
Weitere Informationen zu allen geplanten Gesetzes- und Finanzänderungen im Jahr 2026 finden Sie in der ausführlichen Übersicht der Tagesschau: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/ausblick-aenderungen-2026-100.html




