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Wohnungsneubau fällt auf ein 15-Jahres-Tief
Der Wohnungsneubau in Deutschland befindet sich auf einem abnehmenden Kurs, wobei die Fertigstellung neuer Wohngebäude laut Prognosen des ifo Instituts 2026 ein 15-Jahres-Tief erreichen dürfte. Es wird erwartet, dass lediglich etwa 185.000 neue Wohneinheiten fertiggestellt werden – ein deutlicher Rückgang angesichts der anhaltenden Wohnraumknappheit im gesamten Bundesgebiet. Dieser Wert markiert den geringsten Neubau seit dem Jahr 2012, was einer Entwicklung aus 2025 entspricht, als lediglich rund 207.000 Wohnungen fertiggestellt wurden – die niedrigste Zahl seit mehr als einem Jahrzehnt [Quelle 1].
Verzögerte Erholung und zukünftige Perspektiven
Das ifo Institut führt die verlangsamte Erholung im Wohnungsbau teilweise auf verlängerte Intervalle zwischen der Erteilung von Baugenehmigungen und der Fertigstellung der Bauprojekte zurück. Für das Jahr 2028 wird eine leichte Erholung prognostiziert, mit etwa 210.000 neu fertiggestellten Wohneinheiten. Dennoch bleibt die Entwicklung insgesamt deutlich unter dem historischen Mittelwert. Eine weitere Prognose von Euroconstruct erwartet, dass zwischen jetzt und 2028 ca. 1,57 Millionen neue Wohneinheiten entstehen, was jedoch weiterhin nicht ausreichen dürfte, um die hohe Nachfrage zu befriedigen [Quelle 1].
Folgen für Expats und internationale Bewohner in Deutschland
Für Expats, internationale Studierende sowie ausländische Arbeitskräfte, die in Deutschland leben, bedeutet der Rückgang der Neubautätigkeit eine wachsende Herausforderung, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die anhaltende Wohnungsknappheit wird voraussichtlich die Mietpreise hochhalten und die Verfügbarkeit insbesondere in Ballungszentren mit hoher Internationalisierung stark einschränken. Es empfiehlt sich, Wohnungssuchen frühzeitig zu beginnen und alternative Wohnkonzepte wie Wohngemeinschaften oder entfernt gelegene Wohngebiete verstärkt in Betracht zu ziehen. Die gesetzlichen Regelungen zum Mietrecht bleiben unverändert bestehen, dennoch ist es essenziell, die Rechte der Mieter und vertraglichen Pflichten angesichts des angespannten Marktes genau zu kennen [Quelle 1].
Ausländische Bewohner sollten sich zudem kontinuierlich über lokale Wohnungspolitiken und Anmeldevorschriften informieren. Wer plant, nach Deutschland zu ziehen oder innerhalb des Landes umzuziehen, muss mit verlängerten Wartezeiten für den Bezug von Neubauwohnungen rechnen und seine finanzielle Planung entsprechend anpassen. Eine frühzeitige Konsultation von Wohnungsämtern und Beratungsstellen für Expats kann dabei helfen, die Herausforderungen der Wohnungsknappheit sowie des intensiven Mietwettbewerbs besser zu meistern.
Ausführliche Informationen zur Wohnungsmarktsituation in Deutschland finden sich im Originalbericht auf Tagesschau.de [Quelle 1].