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Deutschland plant Reform bei Krankengeld und Krankschreibungen: Was Expats wissen sollten

Geplante Änderungen bei Krankengeld und Krankschreibungen

Die Bundesregierung plant große Änderungen beim Krankengeld und den Regeln für Krankschreibungen. Ziel ist es, die steigenden Gesundheitskosten besser zu kontrollieren. Laut einem Entwurf vom Bundesgesundheitsministerium sollen Arbeitnehmer, die länger als vier Wochen krank sind, die Möglichkeit bekommen, teilweise wieder zu arbeiten. Dieses Modell heißt „teilweise Wiederaufnahme der Arbeit“. Dann sollen sie je nach Gesundheitszustand reduziert arbeiten, statt komplett krankgeschrieben zu sein.

Außerdem soll das aktuelle Krankengeld von 70 Prozent des Bruttogehalts für chronisch Kranke auf 65 Prozent gesenkt werden. Diese Maßnahmen sind Teil von Sparmaßnahmen, weil die Ausgaben für Krankengeld in den letzten zehn Jahren stark gestiegen sind, wie der Bericht der GKV-Finanzkommission zeigt. Ziel ist es, die finanzielle Belastung für die Krankenkassen zu reduzieren, da immer mehr Versicherte längere Krankheitszeiten nehmen. [Quelle 1][Quelle 2][Quelle 6]

Folgen des Modells der teilweisen Wiederaufnahme der Arbeit

Mit dem Modell gibt es verschiedene Stufen: Man kann 100, 50 oder 25 Prozent arbeiten oder andere reduzierte Stunden. Das ist neu, denn bisher ist man entweder ganz krankgeschrieben oder voll im Beruf tätig. Ziel ist eine flexiblere Rückkehr zur Arbeit, um die Dauer und Anzahl kompletter Fehltage zu verringern.

Für Arbeitgeber kann das Entlastung bringen, weil sie weniger Krankengeld zahlen müssen während der Teilzeit-Arbeit. Allerdings gibt es auch Fragen zur Umsetzung und zum Schutz der Mitarbeiter. Kritiker sagen, das könne den Druck erhöhen, zu früh wieder zu arbeiten, und für Schwerkranke belastend sein. [Quelle 1][Quelle 3][Quelle 7]

Was Expats und internationale Arbeitnehmer beachten sollten

Diese Reformen betreffen alle Arbeitnehmer in Deutschland, auch Expats, internationale Studierende und ausländische Beschäftigte, die auf die gesetzliche Krankenversicherung und Krankengeld angewiesen sind. Die geplante Senkung von 70 auf 65 Prozent Krankengeld bei langwieriger Krankheit wirkt sich auf das Nettoeinkommen aus und verringert die finanzielle Unterstützung bei Krankheit.

Expats sollten die neue Möglichkeit der teilweisen Arbeit im Krankheitsfall kennen, da das ihre Absprachen mit Arbeitgebern und Ärzten ändern kann. Flexible Arbeitsregelungen können nötig werden, wenn die Reform kommt. Auch die geringere Pflicht der Arbeitgeber zur Lohnfortzahlung könnte die Arbeitsbedingungen und Verhandlungsspielräume für ausländische Arbeitnehmer beeinflussen.

Betroffene sollten den Gesetzgebungsprozess genau verfolgen, um alle Details und Fristen zu wissen. Es ist ratsam, mit Personalabteilungen oder Krankenversicherungen zu sprechen, um individuelle Rechte und finanzielle Auswirkungen besser einschätzen zu können. [Quelle 1][Quelle 7]

Weitere Informationen finden Sie im Originalbericht auf tagesschau.de [Quelle 1].

📚 Key Vocabulary (Intermediate (B1-B2))

die Krankenkasse(noun (f.))
health insurance fund
das Krankengeld(noun (n.))
sick pay
der Arbeitnehmer(noun (m.))
employee
die Kosten(noun (pl.))
costs or expenses
die Gesundheitskosten(noun (pl.))
healthcare costs
die Teilzeit(noun (f.))
part-time work
die Umsetzung(noun (f.))
implementation
die Belastung(noun (f.))
burden or strain
der Gesetzgebungsprozess(noun (m.))
legislative process
die Lohnfortzahlung(noun (f.))
continued payment of wages during illness
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