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Weniger Wohnungen werden in Deutschland fertiggestellt
Im Jahr 2025 hat Deutschland die wenigsten neuen Wohnungen seit 2012 fertiggestellt. Es waren nur 206.600 Wohnungen. Das ist 18 Prozent weniger als im Jahr davor und setzt einen Abwärtstrend nach einem Rückgang von 14,4 Prozent im Jahr 2024 fort. Nach drei Jahren mit etwa 294.000 Fertigstellungen zwischen 2021 und 2023 zeigen die Daten vom Statistischen Bundesamt ein starkes Schrumpfen des Wohnungsangebots, obwohl viele Menschen Wohnungen suchen [Quelle 1].
Diese Zahlen sind ein deutlicher Rückschlag im Vergleich zum Höhepunkt von 306.400 Wohnungen im Jahr 2020, als niedrige Zinsen den Bau unterstützten. Experten und Branchenverbände sind besorgt. Der Wohnungsbauverband nennt die Lage „erschreckend niedrig“ und fordert schnelle Maßnahmen [Quelle 3].
Warum gibt es weniger Wohnungen?
Der Rückgang hängt mit steigenden Baukosten, langen bürokratischen Genehmigungsprozessen und weiteren Vorschriften zusammen. Der Bau dauert normalerweise etwa 27 Monate. Während dieser Zeit steigen oft die Preise für Materialien und Arbeit. Auch der Ukraine-Krieg hat indirekt zu den höheren Kosten beigetragen, was die Wohnungsmarktkrise verschärft [Quelle 4].
Die Zahl der Baugenehmigungen stieg zwar 2025 um etwa 10,6 Prozent auf 238.100, aber das führt bisher nicht zu mehr Wohnungen. Genehmigungen sind ein Frühindikator, doch Experten warnen, dass die Auswirkungen auf die Fertigstellungen noch Zeit brauchen, weil Bauen lange dauert [Quelle 5].
Auswirkungen auf Ausländer, Studenten und Arbeitnehmer
Für Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitskräfte bedeutet die anhaltende Wohnungsknappheit höhere Mieten und stärkeren Wettbewerb um bezahlbaren Wohnraum. Das sinkende Angebot verschärft den Druck auf dem Mietmarkt, vor allem in großen Städten mit hoher Nachfrage. Interessenten sollten mit höheren Kosten rechnen und früh mit der Wohnungssuche beginnen.
Außerdem zeigen diese Entwicklungen, wie wichtig es ist, Mietrechte und Vorschriften in Deutschland zu verstehen. Die Knappheit kann die Mieten steigen lassen und strengere Mietverträge bringen. Wer langfristig bleiben möchte, sollte früh eine Wohnung sichern und Alternativen wie WGs oder Studentenwohnheime in Betracht ziehen. Ausländische Bewohner sollten sich über lokale Wohnungsmarktregeln und Bauentwicklungen informieren [Quelle 1].
Ausblick und Empfehlungen
Bundesbauministerin Klara Geywitz bezeichnet die niedrigen Zahlen als „alarmierend“ und betont, dass die Wohnungsnot ein strukturelles Problem ist, kein vorübergehender Zustand. Verbände fordern, bürokratische Hindernisse abzubauen und gezielte Förderungen für den Neubau zu schaffen. Trotz des Anstiegs bei Baugenehmigungen bleiben die Kosten- und Regulierungsprobleme ein Hindernis.
Neuankömmlinge und Expats sollten diese Entwicklungen über verlässliche Medien und Bekanntmachungen von Wohnungsverbänden und Behörden verfolgen. Wer sich aktiv und informiert um Wohnungen bewirbt und die langen Bauzeiten berücksichtigt, kann sich besser auf den angespannten Wohnungsmarkt einstellen [Quelle 4].
Für einen detaillierten Bericht lesen Sie den Originalartikel auf Tagesschau [Quelle 1].