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Regierung will das Wohngeld-Budget stark reduzieren
Die Bundesregierung plant, ab 2025 die Ausgaben für Wohngeld von etwa fünf auf drei Milliarden Euro zu senken. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) kündigte an, dass Bund und Länder jeweils eine Milliarde Euro sparen sollen. Die Kürzungen betreffen alle aktuellen Empfänger, aber bereits bewilligte Fälle bleiben unverändert. Neue Anträge nach Ablauf von zwölf bis vierundzwanzig Monaten müssen mit den geänderten Bedingungen rechnen und erhalten eine niedrigere Förderung.
Wer ist von den Wohngeldkürzungen betroffen?
Im Jahr 2024 erhielten rund 1,2 Millionen Haushalte Wohngeld. Die geplante Senkung führt dazu, dass etwa ein Drittel der bisherigen Bezieher keinen Anspruch mehr hat. Besonders betroffen sind Haushalte, die nur knapp über der Einkommensgrenze lagen. Haushalte, die andere Sozialleistungen wie Bürgergeld, Grundsicherung, Asylbewerberleistungen oder Pflegehilfen beziehen, sind vom Wohngeld ausgeschlossen. Vor allem Menschen mit niedrigem Einkommen, die ihre steigenden Mietkosten bewältigen müssen, sind von den Kürzungen betroffen, gerade in einem angespannten Mietmarkt.
Auswirkungen auf Expats und ausländische Bewohner in Deutschland
Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeiter, die in Deutschland wohnen und Wohngeld erhalten, könnten Veränderungen bei ihren Ansprüchen und Kosten erleben. Vor allem neue Anträge unter den verschärften Regeln führen zu weniger oder keinem Wohngeld mehr. Wer derzeit Zahlungen bekommt, sieht die Änderungen erst nach Ablauf der genehmigten Zeiträume. Weil Wohngeld hilft, Wohnungskosten zu tragen, sollten Betroffene ihre Ansprüche überprüfen, mögliche Budgetänderungen planen oder nach alternativen Wohnmöglichkeiten suchen.
Nächste Schritte und politischer Hintergrund
Der Gesetzentwurf zur Reduzierung der Wohngeldmittel um zwei Milliarden Euro befindet sich derzeit in der Ministerbefragung vor der Kabinettsentscheidung. Ministerin Hubertz zeigte sich persönlich betroffen, da viele Familien verarmen könnten. Opposition und Mieterverbände kritisieren den Plan als unzumutbare Belastung in Zeiten hoher Wohnkosten. Experten vertreten die Meinung, dass strengere Mietpreisbremsen anstatt weniger Zuschüsse die bessere Lösung wären.
Weitere Informationen zu den geplanten Änderungen gibt es im Bericht der tagesschau: tagesschau.de Wohngeld Kürzung.