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EU eröffnet Bewerbungsphase für 1.500 Positionen in Institutionen
Die Europäische Kommission hat eine breit angelegte Rekrutierungskampagne gestartet und lädt Bewerbungen aus allen EU-Mitgliedstaaten für nationale sowie internationale Positionen in EU-Institutionen wie der Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Europäischen Gerichtshof ein. Das als Concours bekannte wettbewerbliche Auswahlverfahren wird mit etwa 50.000 Bewerbungen auf rund 1.500 verfügbare Stellen rechnen. Die Bewerbungsfrist beginnt am 5. Februar 2026 und endet am 10. März 2026, mittags Brüsseler Zeit. Bewerberinnen und Bewerber müssen sich auf ein rigoroses Verfahren einstellen, das nicht nur individuelle Qualifikationen bewertet, sondern auch eine ausgewogene Vertretung der Mitgliedstaaten sicherstellen soll.
Deutschland ist gegenwärtig in der EU-Belegschaft mit einem Anteil von lediglich 9,1 % deutlich unterrepräsentiert, obwohl rund 20 % der EU-Bevölkerung hier ansässig sind. Die Zielquote für Deutschland beträgt 14,3 %, was erhöhte Chancen für deutsche Bewerber signalisiert, sofern diese die Auswahlkriterien erfüllen. Die EU-Stellen bieten wettbewerbsfähige Vergütungen, vergleichbar mit gehobenen Positionen in der deutschen Industrie und Verwaltung. Erfolgreiche Kandidaten erhalten Zugang zu attraktiven, gut bezahlten Tätigkeiten in diversen EU-Organen, die in ganz Europa verteilt sind, von Brüssel bis Luxemburg. Die EU bemüht sich um eine Ausgewogenheit der Nationalitätenquoten, um die Personalverteilung unter den Mitgliedstaaten gerecht zu gestalten.
Folgen für Expatriates, Studierende und ausländische Erwerbstätige in Deutschland
Diese Rekrutierungskampagne ist besonders relevant für Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitnehmer in Deutschland, die sich eine Tätigkeit in EU-Institutionen erhoffen. Der Concours steht Bewerbern aus sämtlichen 27 Mitgliedsländern offen und bietet einen einzigartigen Zugang zu einer dauerhaften oder langfristigen Anstellung in der EU. Das Auswahlverfahren umfasst fundierte Kenntnisse zu europäischen Institutionen, politischen Strukturen und historischen Entwicklungen. Deshalb ist eine frühzeitige und gezielte Vorbereitung unerlässlich. Unterstützende Angebote wie Vorbereitungskurse, Coachings von Institutionen wie euphorum und spezialisierte Informationsportale können Kandidaten helfen, das Verfahren erfolgreich zu bestehen.
Für in Deutschland lebende Bewerber ist die Frist am 10. März 2026 von größter Bedeutung. Interessierte sollten unmittelbar mit der Bewerbung beginnen, da die Konkurrenz intensiv ist und das Auswahlverfahren sehr anspruchsvoll gestaltet ist. Eine Anstellung bei der EU bietet nicht nur berufliche Sicherheit sowie attraktive Bezüge, sondern eröffnet auch die Möglichkeit, in einem multikulturellen Umfeld an zentraler Stelle der europäischen Politik und Verwaltung Karriere zu machen.
Detaillierte Informationen zu Voraussetzungen und Ablauf können dem offiziellen Aufruf der Europäischen Personalauswahlbehörde (EPSO) sowie Informationsangeboten des Auswärtigen Amts und weiteren Karriereportalen entnommen werden [Quelle 1][Quelle 2][Quelle 5].
Link zum umfassenden Artikel: tagesschau.de EU Kommission Concours 2026