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Großer Nahverkehrsstreik in NRW
Der öffentliche Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen (NRW) steht fast vollständig still. Die Gewerkschaft Ver.di hat zu einem großflächigen Streik aufgerufen, bei dem Bus- und Straßenbahnfahrer der kommunalen Verkehrsbetriebe beteiligt sind. Der Streik betrifft Mittwoch und Donnerstag, nachdem bereits Montag und Dienstag Mitarbeiter im Verwaltungs- und Kundenservicebereich gestreikt haben. Ausgenommen sind Anbieter in Leverkusen, Monheim, Gütersloh, Hamm, Münster sowie wenige Störungen in Siegen und im Kreis Olpe. Dort sind weniger Beschäftigte in den Gremien, die verhandeln. Der Streik legt den Großteil der Busse und Straßenbahnen in NRW lahm.
Hintergrund und Forderungen des Streiks
Die Arbeitsniederlegung ist Teil laufender Tarifverhandlungen zwischen Ver.di und den Arbeitgebern im ÖPNV. Seit November stellt die Gewerkschaft ihre Forderungen, doch trotz mehrerer Verhandlungsrunden gibt es kein verbindliches Angebot. Ver.di hält an den Forderungen fest, während Arbeitgeber diese als unrealistisch und veraltet kritisieren. Die Blockade führt dazu, dass Ver.di Warnstreiks nutzt, um den Druck zu erhöhen. Betroffen sind mehr als 30 Verkehrsbetriebe während des zweitägigen Arbeitskampfes.
Auswirkungen auf Expats und Tipps
Ausländische Einwohner, internationale Studierende und Arbeitnehmer in NRW müssen mit erheblichen Beeinträchtigungen im Nahverkehr rechnen. Busse und Straßenbahnen fahren an den Streiktagen kaum noch, wodurch regelmäßige Fahrten und Reisepläne verzögert oder unmöglich werden können. S- und Regionalbahnen der Deutschen Bahn und privaten Anbietern sind nicht von den Streiks betroffen und bieten daher alternative Verbindungen. Allerdings wird dort mit erhöhtem Fahrgastaufkommen gerechnet.
Reisende haben während des Streiks keinen Anspruch auf Beförderung oder Rückerstattung von Fahrpreisen. Die Mobilitätsgarantie NRW gilt bei Streiks nicht. Hilfe bietet die Schlichtungsstelle Nahverkehr, die telefonisch und online von Montag bis Donnerstag erreichbar ist. Expats sollten lokale Verkehrsinfos verfolgen und alternative Verkehrsmittel wie Fahrräder, Carsharing oder Taxis in Betracht ziehen.
Weitere Entwicklungen und Medienberichte
Der Streik begann am frühen Mittwoch und dauert bis Donnerstag an. Er stellt die zweite große Warnstreikwelle nach den ersten Arbeitsniederlegungen zu Wochenbeginn dar. Medien berichten über die nahezu vollständige Einstellung des Nahverkehrs in den meisten Städten NRWs und unterstreichen die Bedeutung des Konflikts. Ähnliche Streiks finden auch in anderen Bundesländern statt und verdeutlichen die angespannten Verhältnisse in der Branche.
Für ausführliche Informationen, insbesondere zu Ausnahmen und lokalen Auswirkungen, können Expats und Reisende den Tagesschau-Artikel lesen: Warnstreik im ÖPNV: Busse und Bahnen in NRW stehen still.