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DGB-Chefin Yasmin Fahimi erhält starkes Mandat für vier Jahre
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat Yasmin Fahimi einstimmig zur Vorsitzenden bei seinem 23. Bundeskongress in Berlin wiedergewählt. Fahimi, 58 Jahre alt, erhielt 370 von 385 Stimmen und führt den DGB für weitere vier Jahre. Ihre Wiederwahl zeigt breite Unterstützung aus den acht Mitgliedsgewerkschaften mit Millionen von Arbeitern in Deutschland.
In ihrer Ansprache betonte Fahimi, dass der DGB sich weiter gegen „radikalen Kapitalismus“ setzt und die Gefahr einer sozialen Zerstörung für den Sozialstaat abwehrt. Die Gewerkschaften sichern faire Löhne, wirken für den Schutz von Arbeiterrechten und verteidigen das soziale Sicherungssystem.
Wichtige Ziele und Erfolge für die nächsten Jahre
Fahimi erklärte die strategischen Schwerpunkte. Der DGB will die Tarifbindung stärken, um mehr Arbeitsverträge mit Tarifregelungen abzuschließen. Gute Arbeitsbedingungen, der Schutz des Achtstundentags und das Recht auf Teilzeit sind weitere Ziele. Außerdem soll die Mitbestimmung in Betrieben ausgebaut werden.
Sie verwies auf Erfolge wie die Einführung von Preisdeckeln für Energie in 2022 und 2023, die viele Haushalte und Firmen entlasten. Zudem wurde ein nationaler Fonds für Infrastruktur und Klimaschutz geschaffen, die gesetzliche Rentenhöhe stabilisiert und Gesetze gegen Lohndumping sowie prekäre Beschäftigung erlassen, bspw. das Bundestariftreuegesetz.
Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen bleibt Fahimi optimistisch, dass eine gemeinsame Gewerkschaftsbewegung „die Wende schaffen“ kann und die Arbeiterschicht in Zeiten sozialer und ökonomischer Veränderungen schützt.
Was das für Ausländer und Expats in Deutschland bedeutet
Die Wiederwahl von Fahimi sichert eine kontinuierliche starke Vertretung der Arbeitnehmerrechte. Für Ausländer, die auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind, ist das relevant. Der DGB kämpft für Tarifverträge und gute Arbeitsbedingungen. Dadurch sollen prekäre Jobs und Lohnungleichheiten bekämpft werden, Themen, die oft ausländische Arbeitnehmer betreffen.
Internationale Studierende, die nebenbei arbeiten, sollten wissen, dass der DGB den Achtstundentag und Teilzeitrechte unterstützt. So bleiben faire Arbeitsbedingungen erhalten. Maßnahmen wie das Bundestariftreuegesetz sind wichtig, um Lohndumping zu verhindern, besonders bei Nicht-Muttersprachlern.
Expats, die in Deutschland arbeiten oder Mitglied in Gewerkschaften sind, sollten eine Mitgliedschaft in den DGB-Gewerkschaften in Betracht ziehen. So bekommen sie Unterstützung und bleiben informiert über neue Arbeitsgesetze und Tarifverhandlungen. Die DGB-Webseite bietet hilfreiche Informationen für ausländische Arbeitnehmer.