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Teure Premiumlinsen bei der Katarakt-Operation
Viele Augenärzte in Deutschland verlangen von Patienten hunderte Euro für sogenannte „Premiumlinsen“. Die gesetzliche Krankenversicherung deckt diese Linsen eigentlich komplett ab. Recherchen des NDR zeigen, dass viele Kliniken Patienten eine Wahl zwischen Standard- und Premiumlinsen anbieten. Das Problem ist, dass einige Praxen normale Monofokallinsen als Premiumprodukte verkaufen, für die Patienten selbst zahlen müssen. Diese Extra-Kosten können bis zu 1.000 Euro pro Auge betragen, obwohl die Linsen an Unikliniken oder öffentlichen Krankenhäusern wie in Braunschweig kostenlos sind [Quelle 1].
Auswirkungen für Expats und ausländische Patienten
Für Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitnehmer, die eine Katarakt-Operation in Deutschland planen, können die zusätzlichen Kosten für Premiumlinsen überraschend hoch sein. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Standardoperation, doch Patienten werden oft unter Druck gesetzt, teure Linsen zu akzeptieren, die medizinisch nicht unbedingt besser sind. Solche Zusatzkosten können mehrere hundert Euro pro Auge ausmachen und die finanzielle Belastung erhöhen.
Patienten haben das Recht, eine Standardlinse ohne Zuzahlung zu wählen, müssen jedoch ihre Optionen kennen und klar ablehnen, wenn sie Zusatzkosten vermeiden wollen. Kliniken, die regelmäßig für asphärische Linsen Geld verlangen, stehen im Gegensatz zu Unikliniken, wo diese kostenlos sind. Daher sollte man vor der Operation mit dem Arzt sprechen, um unnötige Kosten zu vermeiden [Quelle 1].
Weitere Diskussionen um Laser-gestützte Verfahren
Die Untersuchung zeigt auch, dass manche Kliniken Laser-Operationen als schonender und moderner darstellen, jedoch oft teuer sind. Der tatsächliche Nutzen dieser Laser-Methoden ist jedoch nicht eindeutig bewiesen. Solche Verkaufspraktiken können den finanziellen Druck auf Patienten erhöhen, vor allem auf diejenigen, die die deutschen Behandlungsstandards nicht gut kennen [Quelle 1].
Worauf Patienten bei Katarakt-Operation achten sollten
Empfohlen wird, dass Expats und andere Patienten sich gut informieren und mit ihrem Augenarzt klären, welche Linsen medizinisch nötig und von der Versicherung übernommen sind. Es ist wichtig zu wissen, dass Standardlinsen meistens ausreichend sind und komplett bezahlt werden. Man sollte auch nachfragen, ob eine Laser-OP notwendig oder nur optional ist und welche Kosten entstehen können. So lassen sich unerwartet hohe Kosten vermeiden und die Behandlung kann besser geplant werden [Quelle 1].
Detaillierte Informationen finden Sie im Originalbericht bei Tagesschau: Massenhafte Abzocke bei Augenoperationen.