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Kommende Pflege-Reform soll Finanz-Lage verbessern
Am 20. Mai will Gesundheitsministerin Nina Warken wichtige Reformen für die Pflege in Deutschland vorstellen. Die Reformen sollen ein großes Finanzproblem bei der Pflegeversicherung beheben. Bis 2027 und 2028 könnte ein Defizit von etwa 22,5 Milliarden Euro entstehen. Die Pflegeversicherung hat ähnliche finanzielle Probleme wie die Krankenversicherung. Die Regierung will deshalb die Struktur verändern, damit die Finanzierung sicher ist. Warkens Vorschläge können Kosten und Leistungen für Pflegebedürftige ändern. Das verursacht große Sorgen bei Betroffenen.
Wichtige Änderungen für Bewohner von Pflegeheimen
Ein wichtiger Punkt der Reform ist die Änderung der Zuschüsse für Pflegeheimbewohner. Diese Zuschüsse senken ihre Eigenkosten. Bisher steigen die Zuschüsse in den ersten zwölf Monaten schnell an. Vorgeschlagen wird, den Zuschuss von 15 % über 18 Monate zu verteilen. Das bedeutet eine langsamere Erhöhung der Zuschüsse. Dadurch zahlen Bewohner deutlich mehr im Monat, obwohl sie im ersten Jahr schon etwa 3.500 Euro bezahlen. Experten warnen, dass Pflegeheime so für viele finanziell schwer werden und soziale Versprechen nicht halten.
Weitere Folgen für Beiträge und Versicherungsschutz
Parallel zu den Reformen in der Krankenversicherung plant Warken, die Einkommensgrenze für Beiträge anzuheben. So sollen Besserverdienende mehr zahlen. Die diskutierten Einschränkungen für die Familien-Mitversicherung in der Krankenversicherung sollen auf die Pflegeversicherung ausgeweitet werden. Damit sollen mehr Gelder eingenommen werden, aber manche Haushalte müssen mehr bezahlen. Die Reform will Qualität und Zugang zur Pflege sichern, doch Kritiker sagen, dass der Fokus zu sehr auf Sparen liegt, ohne genug in Pflegeinfrastruktur oder Personal zu investieren.
Folgen für Ausländer und internationale Bewohner
Ausländer, Arbeitende und Studierende, die in Deutschland in der gesetzlichen Pflegeversicherung sind, sollten sich auf Änderungen bei Beiträgen und Leistungen bis 2027 einstellen. Wer Familienmitglieder in Pflegeheimen hat, muss vielleicht mehr bezahlen, weil die Zuschüsse langsamer steigen. Es ist ratsam, die Pflegeversicherung zu prüfen, offizielle Vorschläge im Mai zu verfolgen und sich von Experten beraten zu lassen. So kann man Ausgaben planen und sich auf neue Regeln gut vorbereiten.
Weitere Informationen und offizielle Dokumente gibt es bei Tagesschau: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/reform-pflegeversicherung-100.html