Was du kannst
Nach dieser Lektion kannst du sagen, was du gestern gemacht hast. Du kannst sagen, was letzte Woche passiert ist. Du kannst sagen, wohin du letztes Jahr gegangen bist. Du bildest das Perfekt richtig. Du weißt, wann du haben oder sein benutzt. Du erkennst diese Verben in deutschen Texten.
Die Idee
Das Perfekt ist die Zeit für die Vergangenheit. Die Deutschen benutzen es oft beim Sprechen. Du benutzt das Perfekt, wenn du mit Freunden redest. Oder wenn du deinem Nachbarn von deinem Wochenende erzählst. Im Schreiben benutzen die Deutschen oft das Präteritum. Aber beim Sprechen benutzen sie das Perfekt.
Die Struktur ist einfach: Du brauchst haben oder sein im Präsens. Dann kommt das Partizip Perfekt am Satzende. Das Partizip beginnt oft mit ge-. Es endet mit -t bei regelmäßigen Verben. Bei unregelmäßigen Verben endet es mit -en.
Das Schwierige ist die Wahl von haben oder sein. Die meisten Verben brauchen haben. Verben mit Bewegung oder Veränderung brauchen sein. sein hilft bei Bewegung oder Veränderung. Zum Beispiel: Ich bin nach Hause gegangen. Hier ist Bewegung. Ich bin müde geworden. Hier ist Veränderung. Alle anderen Verben brauchen haben.
Beispiele auf Deutsch
Hier sind echte Sätze aus Deutschland. Das Partizip steht immer am Ende.
- Ich habe gestern einen Film gesehen.
- Wir sind letzte Woche nach Berlin gefahren.
- Meine Freundin hat das Buch schon gelesen.
- Er ist um acht Uhr aufgestanden.
- Habt ihr das Restaurant gefunden?
- Sie hat ihre Mutter angerufen.
- Die Kinder sind im Park spielen gegangen.
- Ich habe letztes Jahr in München gewohnt.
- Bist du mit dem Zug gekommen?
- Er hat seine Schlüssel verloren.
Im echten Leben lesen
Jetzt siehst du das Perfekt in echten deutschen Texten. Alle Nachrichten auf dieser Seite haben eine A1-A2 Version. Dort gibt es auch eine Wortliste. Nimm einen Text aus den aktuellen Nachrichten. Suche zehn Verben im Perfekt. Schreibe sie auf. Schreibe auch, ob sie haben oder sein benutzen.
Du musst 95-98% der Wörter verstehen. So lernst du gut. Wenn du weniger als zehn Verben findest, nimm einen längeren Text. Oder einen Text über Reisen, Alltag oder neue Ereignisse. Dort gibt es mehr Sätze in der Vergangenheit.
Häufige Fehler
Hier sind Fehler, die viele machen. Und wie du sie vermeidest.
Falsches Hilfsverb: Du sagst ich habe nach Hause gegangen statt ich bin nach Hause gegangen. Bewegungs-Verben brauchen sein. Du kannst einen Pfeil von A nach B zeichnen? Dann nimm sein.
Partizip am falschen Platz: Du stellst das Partizip neben haben. Das ist falsch. Im Deutschen steht das Partizip am Satzende: ich habe das nicht verstanden, nicht ich habe verstanden das nicht.
Ge- fehlt: Verben mit trennbaren Vorsilben wie ver-, be-, er- und ge- bekommen kein ge-. Zum Beispiel: er hat das Buch gelesen, aber er hat das Buch verstanden, nicht geverstanden.
Perfekt und Präteritum verwechseln: Im Gespräch klingt das Präteritum oft komisch. war, hatte und konnte sind gut zum Schreiben. Beim Sprechen nimmst du das Perfekt.
Zu viel sein: Nicht alle aktiven Verben brauchen sein. Schwimmen braucht sein, wenn du dich bewegst. Aber haben, wenn du nur die Aktivität meinst: ich bin 500 Meter geschwommen und ich habe im Pool geschwommen.
Wo du jetzt bist
Das ist Lektion 35 von 49, in Phase 6: Die Vergangenheit. Du kommst von Free German Reading Material for Beginners. Du lernst, über abgeschlossene Dinge zu sprechen. Die nächste Lektion heißt War, Hatte, Konnte: Das Präteritum, das du brauchst. Dort lernst du das Präteritum für Lesen und Schreiben. Zusammen lernst du so die Vergangenheit gut. Für den ganzen Plan geh zurück zum Artikel How to Learn German by Reading: Your Complete Roadmap.