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Ryanair verringert Flugbetrieb am Flughafen Berlin Brandenburg
Ryanair kündigt an, seine Basis am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) bis zum 24. Oktober zu schließen und so die Präsenz stark zu reduzieren. Die Fluggesellschaft kritisiert den BER als teuer, kompliziert und unflexibel und wiederholt ihre langjährige Kritik an den Flugkosten in Deutschland. Ryanair fliegt zwar weiter nach Berlin, aber mit etwa der Hälfte der Kapazität, was circa 2,5 Millionen weniger Sitzplätze jährlich bedeutet.
Diese Maßnahme ist ein großer Rückschlag für den BER, der seit seiner Eröffnung mit finanziellen und operativen Problemen kämpft. Ryanair bezeichnet den BER als „den erfolglosesten Flughafen Europas“ und zeigt damit seine Unzufriedenheit mit Lage und Infrastruktur.
Folgen für den BER und den Passagierverkehr
Der Wegfall mehrerer Ryanair-Flugzeuge und -Crews führt laut BER-Chef Engelbert Lütke Daldrup zu einem deutlichen Rückgang der Passagierzahlen. Andere Airlines wie Eurowings wollen Teile der Lücken füllen, doch der Verlust wird nicht komplett ausgeglichen. BER reagiert darauf mit Kosteneinsparungen, etwa Ausgabestopp und verschobenen Investitionen.
Außerdem prüft der Flughafen, die hohen Nachtfluggebühren zu senken, um mehr Airlines zu locken. Dieses Ziel soll die Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit des BER verbessern angesichts sinkender Passagierzahlen.
Folgen für Expats und internationale Reisende
Für Expats, Studenten und Fachkräfte in Deutschland bedeutet die Reduzierung bei Ryanair weniger günstige Direktflüge von Berlin. Beliebte Ziele wie Bologna, Fuerteventura und Gran Canaria fallen weg, auch wenn einige Strecken erhalten bleiben. Das kann zu höheren Tickets und weniger Verfügbarkeiten führen und so Reiseplanung sowie Kosten erschweren.
Reisende, die Ryanair nutzen, sollten andere Airlines beobachten, die am BER ihr Angebot erweitern, zum Beispiel Eurowings. Frühzeitiges Buchen und Alternativen wie andere Flughäfen oder Fluggesellschaften helfen, gute Angebote zu sichern. Wer die Gebührensituation und Flugzeiten am BER genau verfolgt, kann seine Reisen besser planen.
Weitere Informationen finden Sie im Originalartikel: Tagesschau-Artikel über Ryanair und BER.