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Zunahme der E-Scooter-Unfälle und Verletzten in Deutschland
Die Anzahl der E-Scooter-Unfälle mit Verletzten oder Toten in Deutschland ist deutlich gestiegen und hat sich seit 2021 fast verdreifacht. 2024 registrierte die Polizei 11.944 Unfälle mit E-Scootern, was eine Steigerung von 26,7 % gegenüber 2023 mit 9.425 Fällen bedeutet. Trotzdem machen diese Unfälle nur etwa 4 % aller Verkehrsunfälle mit Personenschaden aus. Die Zahl der Todesopfer steigt jedoch deutlich an, mit fünf weiteren Toten 2024 im Vergleich zum Vorjahr.
Junge Menschen sind besonders häufig betroffen. Fast die Hälfte (48,6 %) der Verletzten war 2024 unter 25 Jahre alt, und 82 % waren jünger als 45 Jahre. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass E-Scooter besonders bei jungen Leuten beliebt sind, die oft gemietete Scooter in der Stadt nutzen.
Ursachen für die Zunahme von E-Scooter-Unfällen
Alkoholkonsum ist weiterhin ein wichtiger Faktor und bei rund 12 % der Unfälle mit Verletzten oder Toten beteiligt. Diese Rate ist im Vergleich zu anderen Verkehrsteilnehmern höher und zeigt ein riskantes Verhalten vor allem bei jungen Fahrern. Viele Unfälle passieren an Kreuzungen oder Einfahrten, ähnlich wie bei Fahrradunfällen. Die fehlende Führerscheinpflicht und keine Ausbildung erleichtern die Nutzung von E-Scootern, was aber auch mehr Unfälle verursacht.
Die Zunahme schwerer Verletzungen, vor allem Kopfverletzungen, zeigt, wie wichtig Sicherheitsmaßnahmen sind. Helme sind für E-Scooter-Fahrer nicht vorgeschrieben, was höhere schwere Verletzungs- und Todesraten erklärt. Besonders in großen Städten, wo Miet-Scooter für Kurzstrecken beliebt sind, wird die Gefahr dieser schnellen und wendigen Fahrzeuge oft unterschätzt.
Auswirkungen auf Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitnehmer
Expats und internationale Besucher, die E-Scooter für die städtische Mobilität nutzen, sollten sich der steigenden Unfallzahlen und Risiken bewusst sein. Das Mieten von E-Scootern ist beliebt, weil kein Führerschein nötig ist, aber es bringt Sicherheitsrisiken mit sich. Nutzer sollten vorsichtig fahren, vor allem im dichten Verkehr und bei schlechtem Wetter.
Da Alkohol häufig an Unfällen mit E-Scootern beteiligt ist, sollten Fahrer unbedingt darauf verzichten. Helmtragen ist zwar nicht Pflicht, wird aber sehr empfohlen, um das Risiko schwerer Kopfverletzungen zu verringern. Wer unvorsichtig fährt, kann mit hohen medizinischen Kosten und rechtlichen Problemen rechnen.
Expats sollten sich mit den lokalen Verkehrsregeln und den spezifischen Vorschriften zur E-Scooter-Nutzung vertraut machen, etwa dem Verbot auf Gehwegen, Regeln für nächtliches Fahren und Parkregelungen. Das Einhalten dieser Regeln hilft, Unfälle und Strafen zu vermeiden.
Detaillierte Statistiken und Informationen finden Sie im Originalbericht auf tagesschau.de.