Photo by Precondo CA on Unsplash
Ende der Festzinsbindung und höhere Finanzierungskosten
Nach vielen Jahren mit sehr niedrigen Zinsen endet für viele Hausbesitzer in Deutschland jetzt die Festzinsbindung. Sie müssen ihre Baufinanzierung zu höheren Zinsen neu abschließen. Das führt zu deutlich höheren monatlichen Raten. Die Bauzinsen sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Für viele Auslandstätige und Expats bedeutet das bald finanzielle Änderungen [Quelle 1].
In Deutschland gelten feste Zinsvereinbarungen meist zwischen 5 und 20 Jahren, oft 10 Jahre. Nach Ablauf dieser Zeit fällt der vereinbarte Zinssatz weg. Die Kreditnehmer brauchen eine Anschlussfinanzierung für den noch offenen Betrag [Quelle 1]. Die Bank informiert etwa drei Monate vor Ablauf und macht ein neues Angebot. Kunden können aber auch bei anderen Banken nach besseren Konditionen fragen [Quelle 3].
Auswirkungen für Expats und praktische Tipps zur Anschlussfinanzierung
Expats, internationale Studierende mit einem Hypothekenkredit und ausländische Arbeitnehmer, die in Deutschland langfristig leben wollen, sollten sich auf höhere Kosten einstellen. Höhere Zinsen bedeuten oft höhere monatliche Zahlungen. Zum Beispiel stieg bei einem Kredit von 350.000 Euro der Zinssatz von 1,95 % auf 3,55 %. So erhöhte sich die Rate von 1.152 Euro auf etwa 1.855 Euro – das ist ein Anstieg um 37 % [Quelle 4]. Größere Kredite können noch teurer werden.
Um die Kosten zu kontrollieren, sollten Darlehensnehmer drei Monate vor Ablauf der Festzinsbindung verschiedene Angebote vergleichen. Forward-Darlehen ermöglichen es, den aktuellen Zinssatz schon Jahre vor Ablauf zu sichern und so vor möglichen Steigerungen zu schützen [Quelle 1, Quelle 3]. Die Eignung hängt jedoch von der individuellen Situation und dem Ablaufdatum des Kredits ab.
Wer sich mit den deutschen Regeln nicht auskennt, sollte wissen, dass laut Paragraph 489 BGB eine Kündigung von Festzinsverträgen nach zehn Jahren ohne Strafgebühr möglich ist [Quelle 7]. Dadurch haben Expats mehr Flexibilität, wenn die Zinsen steigen.
Die passende Strategie für die Anschlussfinanzierung wählen
Nach Ablauf der Festzinsbindung gibt es meist drei Möglichkeiten: den Kredit bei der bisherigen Bank verlängern, zu einer anderen Bank wechseln (Umschuldung) oder ein Forward-Darlehen abschließen. Jede Option hat Vor- und Nachteile, zum Beispiel bei Kosten, Sicherheit und Aufwand. Bei der alten Bank fallen oft weniger Gebühren für neue Sicherheiten an, doch die Zinsen können höher sein [Quelle 3].
Wegen der instabilen Zinsen und den steigenden Bauzinsen sollten Expats sich professionell beraten lassen. So lässt sich eine finanzielle Belastung besser vermeiden [Quelle 8].
Wer in Deutschland mit einem Hypothekendarlehen lebt, sollte die Verträge gut im Blick behalten. Eine gute Vorbereitung auf die Anschlussfinanzierung hilft, unerwartete Kosten und Probleme zu vermeiden [Quelle 1].
Mehr Informationen finden Sie hier: Tagesschau-Bericht zur Anschlussfinanzierung [Quelle 1].