Photo by Samuel Hagger on Unsplash
Extremismus in Deutschland erreicht 2025 historische Höchststände
Der Bundesverfassungsschutz veröffentlicht im Jahresbericht 2025, dass die Anzahl extremistisch orientierter Personen in der Bundesrepublik einen historischen Spitzenwert erreicht hat. Insbesondere der Anteil rechtsextremistischer Akteure ist signifikant gestiegen. Rechtsextremismus wird als die gravierendste Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung Deutschlands eingestuft. Begleitend dazu verzeichnen die Sicherheitsbehörden einen deutlichen Anstieg politisch motivierter Gewalttaten. Im Berichtsjahr wurden keine neuen extremistischen Gruppierungen in die Beobachtung aufgenommen [Quelle 1].
Deutlicher Anstieg rechter Extremisten und Gewaltakte
Dem Bericht zufolge erhöhte sich die Zahl der rechtsextremistisch orientierten Personen, bereinigt um Mehrfachmitgliedschaften, von 40.600 im Jahr 2023 auf etwa 50.250 in 2024. Die überwiegende Mehrheit dieser Personen ist mit der Partei Alternative für Deutschland (AfD) verbunden, die eine Mitgliederzahl von ungefähr 70.000 verzeichnet. Der Verfassungsschutz klassifiziert die AfD als bestätigte rechtsextremistische Organisation. Parallel hierzu stieg die Anzahl rechtsextremistischer Straftaten um 47,4 % auf 37.835 Fälle im Jahr 2024. Die Gewaltstraftaten erhöhten sich um etwa 11,6 % [Quelle 7][Quelle 8].
Die politischen Entwicklungen in Bundesländern wie Sachsen-Anhalt, wo die AfD nach der Wahl im September 2025 Regierungsbeteiligung anstrebt, werfen erhebliche Sicherheitsbedenken auf. Insbesondere die Möglichkeit eines AfD-geführten Innenministeriums wird von deutschen Sicherheitsfachleuten als riskant eingeschätzt [Quelle 1].
Zunahme linken Extremismus und weiterer Gefahren
Neben dem Rechtsextremismus verzeichnet der Verfassungsschutz auch einen leichten Anstieg linksextremistischer Personenzahlen, von circa 37.000 im Jahr 2023 auf etwa 38.000 in 2024. Insgesamt steigt das politische Extremismuspotenzial über das gesamte Spektrum hinweg an [Quelle 6].
Auswirkungen auf Expats und internationale Gemeinschaften in Deutschland
Für Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitskräfte stellt die Zunahme extremistischer Aktivitäten eine signifikante Herausforderung für die persönliche Sicherheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt dar. Besonders in Regionen mit politischen Umbrüchen erhöht sich die Besorgnis, da extremistische Parteien an Einfluss gewinnen könnten. Expats wird empfohlen, lokale politische Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und die Sicherheitshinweise deutscher Behörden sowie ihrer Botschaften zu beachten. Angesichts der steigenden Aktivität extremistischer Gruppen sollten auch persönliche Sicherheitsvorkehrungen und Rechte im Umgang mit Polizei überprüft werden.
Die Sicherheitsinstitutionen betonen ihre Fähigkeit, mit diesen Bedrohungen umzugehen, warnen jedoch vor erhöhter Wachsamkeit angesichts der dynamischen Lage. Es wurden keine neuen extremistischen Organisationen identifiziert, was darauf hinweist, dass das Risiko primär von bereits bekannten Akteuren ausgeht [Quelle 1].
Weitere Informationen enthält der Verfassungsschutz-Jahresbericht 2025, abrufbar über Tagesschau.de: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/verfassungsschutz-bericht-extremismus-100.html [Quelle 1].