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Nachfolger der Riester-Rente: Was ändert sich ab 2027?
Die in Deutschland wenig beliebte Riester-Rente wird ab Januar 2027 durch ein neues staatlich gefördertes privates Altersvorsorge-System ersetzt. Die Reform möchte den Sparern mehr Flexibilität, höhere Renditen und geringere Gebühren bieten. Sparer erhalten pro investiertem Euro einen staatlichen Bonus von 50 Cent bis zu 360 Euro jährlich. Besonders vorteilhaft ist das für diejenigen, die kleine Beträge wie 30 Euro monatlich anlegen. Versicherte können zwischen einer komplett garantierten Variante und einer mit 80 Prozent Auszahlungs-Garantie wählen, die höhere Renditechancen bei höherem Risiko ermöglicht [Quelle 1], [Quelle 2], [Quelle 3].
Bestehende Riester-Verträge, die etwa 15 Millionen Deutsche besitzen, bleiben geschützt. Sie können entweder weiter im alten System sparen oder ohne Rückzahlung der bisherigen Zulagen zum neuen Modell wechseln. Damit wird für aktuelle Sparer Kontinuität gewahrt und gleichzeitig die Nutzung flexiblerer Modelle gefördert [Quelle 3].
Wichtige Merkmale des neuen privaten Rentensystems
Das neue System begrenzt die Verwaltungskosten auf ein Prozent der durchschnittlichen jährlichen Rendite. Dies soll die Nettoerträge erhöhen. Außerdem wird der Zugang für Selbstständige geöffnet, die bisher von der Riester-Förderung ausgeschlossen waren. Durch einfachere Produktoptionen und niedrigere Gebühren erwarten die Gesetzgeber höhere Beteiligung und eine Besserung des Rufs der Riester-Rente, die oft als komplex und unbeliebt galt [Quelle 2], [Quelle 6], [Quelle 7].
Personen nahe dem Renteneintritt bevorzugen möglicherweise die komplett garantierte Auszahlung, um ihr Kapital abzusichern. Jüngere Sparer setzen eher auf die Teilgarantie, um durch ein höheres Risiko mehr Ertrag zu erzielen. Die staatliche Förderung unterstützt besonders niedrige Sparer mit maximalen Jahreszulagen von 180 Euro bei einem Sparbetrag von 360 Euro und bis zu 540 Euro bei einem Sparbetrag von 1.800 Euro im Jahr [Quelle 3], [Quelle 4].
Auswirkungen für Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitnehmer in Deutschland
Für Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitskräfte in Deutschland bringt das neue private Rentensystem Änderungen bezüglich der Altersplanung, insbesondere bei längerem Aufenthalt. Wer aktuell an der Riester-Rente teilnimmt, kann seine Verträge fortführen oder vom verbesserten System mit größerer Flexibilität und staatlichen Boni profitieren. Ausländische Arbeitnehmer sollten die Beitragsgrenzen beachten, vor allem die 360 Euro pro Jahr für den 50-Cent-Bonus pro gespartem Euro.
Praktische Empfehlungen für Expats sind: vorhandene Rentenverträge vor der Umstellung 2027 zu prüfen und neue staatlich geförderte Sparpläne zu erwägen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Da das System eine Wahl zwischen garantierten und teilgarantierten Auszahlungsplänen ermöglicht, ist eine Beratung bezüglich persönlicher Risikobereitschaft und Rentenbeginn ratsam. Zudem haben nun selbstständige Expats Zugang zu diesen Förderungen, was ihre Altersvorsorgechancen verbessert [Quelle 1], [Quelle 6], [Quelle 7].
Insgesamt zielt die Reform auf ein inklusiveres und effizienteres privates Rentensystem. Ausländische Bewohner sollten offizielle Informationen verfolgen und Experten konsultieren, die sich mit deutschen Rentenmodellen und internationaler Mobilität auskennen, um ihre private Altersvorsorge optimal zu gestalten.
Für weitere Informationen empfehlen wir den Originalartikel auf Deutsch: Nachfolger der Riester-Rente: Wie man künftig privat fürs Alter vorsorgen kann [Quelle 1].