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Bisherige Vorschriften für Öl- und Gasheizungen
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz in Deutschland erlaubt immer noch das Einbauen von neuen Öl- und Gasheizungen, obwohl frühere Gesetze das streng eingeschränkt haben. Die Politik fördert erneuerbare Energien, aber neue Heizungen mit fossilen Brennstoffen sind unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Ab 2029 müssen neue Heizungen mindestens 15% erneuerbare Brennstoffe nutzen, wie Biomethan oder Wasserstoff. Bis 2040 steigt der Anteil auf 60%.
Das Gesetz sieht auch Ausnahmen vor, wenn ein Gebäude nicht sofort an ein Fernwärme- oder Wasserstoffnetz angeschlossen werden kann. Gasheizungen, die später auf 100% Wasserstoff umgerüstet werden können, sind erlaubt. Außerdem gilt eine Übergangsfrist von zehn Jahren bei Verträgen, die einen Anschluss an solche Netze versprechen.
Auswirkungen auf Expats und ausländische Bewohner
Menschen aus dem Ausland, die in Deutschland wohnen – besonders Mieter oder Hausbesitzer – sollten diese Änderungen kennen. In älteren Wohnungen oder Häusern mit Öl- oder Gasheizungen gelten bestehende Anlagen weiter, außer sie sind älter als 30 Jahre oder gelten als sogenannte Konstanttemperaturöler, die ersetzt werden müssen. In größeren Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern dürfen neue Heizungen ab Januar 2024 mindestens 65% ihres Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen decken.
Da viele Expats mieten, müssen sie wissen, dass Vermieter die Heizungen wahrscheinlich modernisieren müssen. Das beeinflusst oft die Mietkosten und Entscheidungen bei Heizungsmodernisierungen. Wer selbst eine neue Heizung einbauen möchte, muss beachten, dass erneuerbare Energien schrittweise integriert werden müssen, was Zeit und Kosten verursachen kann.
Praktische Hinweise und nächste Schritte
Hausbesitzer sollten die lokalen Pläne für Wärmenetze beobachten. Sind solche Netze verfügbar, beeinflusst das die Möglichkeiten für neue Heizungen. Verträge, die späteren Anschluss an grüne Netze garantieren, erlauben derzeit noch die Nutzung von Gasheizungen. Es ist ratsam, Fachleute zu kontaktieren, um Fristen und Anforderungen genau einzuhalten und staatliche Förderungen für Wärmepumpen oder Hybridheizungen zu nutzen.
Das Ziel der Politik ist ein schrittweiser Übergang, kein sofortiges Verbot der fossilen Heizungen. Bestehende Anlagen bleiben erlaubt, aber langfristig ist die Integration von erneuerbaren Energien verpflichtend. Expats sollten diese Zeitpläne bei Wohnungswahl und Heizungsmodernisierung beachten, um rechtlich sicher zu sein und Energie effizient zu nutzen.
Mehr Informationen, auch den deutschen Originalartikel, finden Sie hier: Tagesschau: Heizungsbau und Gesetze.