Photo by Ahmed Slimene on Unsplash
Staatsanwaltschaft verlangt lebenslange Haftstrafe
Im Prozess um den tödlichen Autoangriff bei einer Verdi-Gewerkschaftsdemonstration in München fordert die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Haft. Der Vorfall passierte im Februar 2025. Ein Mann fuhr mit seinem Fahrzeug in die Menschenmenge, was zwei Todesfälle und viele Verletzte zur Folge hatte. Die Staatsanwaltschaft behauptet, der Angriff sei aus islamistischem Extremismus entstanden. Es gibt Anklagen wegen zweifachen Mordes und mehrerer versuchter Morde sowie Körperverletzungen. Der Prozess findet am Oberlandesgericht München statt.
Angriffsdetails und Anklagen
Am 13. Februar 2025 fuhr der damals 24-jährige Farhad N. aus Afghanistan mit einem Mini Cooper in den Rückbereich einer Verdi-Demonstration in der Seidlstraße, München. Der Angriff war gezielt, denn er umging Polizeifahrzeuge und beschleunigte in die Menge. Eine 37-jährige Mutter und ihr zweijähriges Kind starben, weil sie durch die Wucht des Aufpralls in die Luft geschleudert wurden. Anfangs wurden 44 Verletzte gemeldet, doch nach Prüfung änderten die Ankläger die Zahlen auf 22 versuchte Morde, 19 gefährliche und 3 einfache Körperverletzungen.
Auswirkungen auf Opfer und Reaktionen
Der Angriff schockierte die Öffentlichkeit und die Gewerkschaft Verdi, welche die Gewalt verurteilt und Gedenkveranstaltungen organisiert hat. Die Verletzten leiden noch immer an physischen und psychischen Folgen. Anwälte der Opfer betonen, dass der Fall sorgfältig untersucht werden muss und ein gerechtes Urteil wichtig ist. Der Angeklagte schweigt meist und zeigt religiöse Gesten, die als Glaubensbekenntnis verstanden werden.
Kontext und Gerichtsverlauf
Zeugen beschreiben Farhad N. als ruhig und respektvoll, was im Gegensatz zu der Gewalt seiner Tat steht. Die Staatsanwaltschaft sieht islamistischen Terror als Beweggrund. Der Prozess begann im Januar 2026 und erhielt viel öffentliche Aufmerksamkeit wegen des tragischen Todes und der Bedeutung für die öffentliche Sicherheit. Das Verfahren zeigt auch, wie die Behörden gegen politisch und religiös motivierte Gewalt vorgehen.
Was Expats wissen sollten
Dieser aufsehenerregende Terrorprozess verdeutlicht Deutschlands strenge Haltung gegen politisch motivierte Gewalt. Ausländer, Studenten und Arbeitnehmer sollten die ernsten rechtlichen Konsequenzen solcher Vergehen kennen, zu denen auch lebenslange Haftstrafen gehören. Der Fall unterstreicht die Bedeutung von Sicherheit bei öffentlichen Veranstaltungen. Teilnehmer von Demos sollten die Sicherheitsregeln und Notfallmaßnahmen kennen. Außerdem zeigt das Verfahren, wie die Justiz Transparenz und gründliche Bearbeitung von Terrorfällen sicherstellt.