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SCHUFA-Auskunft in Deutschland: Der definitive Ratgeber für Expats

Für Expats in Deutschland ist eine SCHUFA-Auskunft unverzichtbar, besonders bei der Wohnungssuche. Vermieter verlangen sie zur Prüfung der Bonität. Dieser umfassende Leitfaden erläutert sämtliche Aspekte von kostenfreiem Zugang bis hin zur Score-Optimierung.

Warum Vermieter eine SCHUFA-Auskunft fordern

In Deutschland verlangt jeder Vermieter eine SCHUFA-Auskunft, um die Zahlungszuverlässigkeit potenzieller Mieter zu bewerten. Diese dokumentiert die Historie der fristgerechten Begleichung von Miet- und sonstigen Zahlungsverpflichtungen. Ein hoher Score signalisiert ein geringes Ausfallrisiko und erhöht signifikant die Chancen auf eine Zusage.

Ohne vorliegende SCHUFA-Daten kommt es häufig zu Ablehnungen. Auch Telekommunikationsanbieter und Kreditinstitute prüfen vor Vertragsabschlüssen die SCHUFA-Informationen. Expats ohne vorliegende Datensätze müssen mit negativen Entscheidungen rechnen.

Da sich die Bonitätsbewertung schnell ändert, bevorzugen Vermieter Auskünfte, die nicht älter als drei Monate sind. Ein veralteter Bericht verliert an Aussagekraft und sollte daher stets durch eine aktuelle Version ersetzt werden.[1][3]

Welche Inhalte enthält die SCHUFA-Auskunft?

Die SCHUFA-Auskunft beinhaltet personenbezogene Informationen, finanzielle Verbindlichkeiten sowie Zahlungshistorien. Enthalten sind Name, Adresse, Geburtsdatum, Konten, Kreditkarten und bestehende Verträge. Negativmerkmalen wie Rücklastschriften oder unbezahlte Kredite werden ebenfalls aufgeführt.[4]

Der SCHUFA-Score bewegt sich zwischen 0 und 100 Prozent, wobei höhere Werte ein geringeres Risiko reflektieren. Einkommens- oder Beschäftigungsangaben sind hingegen ausgeschlossen; ausschließlich das Zahlungsverhalten fließt in die Bewertung ein.[2][3]

Expats erhalten zunächst eine Übersicht der allgemeinen Daten; finanzielle Negativmerkmale werden nur dargestellt, sofern vorhanden. Eine jährliche Überprüfung ist anzuraten, um etwaige Fehler frühzeitig zu erkennen.[1]

Bonitätsauskunft versus Datenkopie: Wesentliche Unterschiede

Die Bonitätsauskunft stellt eine kostenpflichtige, detaillierte SCHUFA-Auskunft mit dem exakten Score dar, welche explizit von Vermietern verlangt wird. Sie kostet 29,95 Euro und ist unmittelbar online abrufbar. Diese Version ist essenziell für Wohnungsbewerbungen.

Die Datenkopie gemäß Art. 15 DSGVO ist eine einmal jährlich kostenlos abrufbare Zusammenstellung aller bei der SCHUFA gespeicherten Daten ohne Score-Angabe. Sie dient primär der Selbsteinsicht und ist für Vermieter nicht ausreichend.[3][7]

Das häufige Verwechseln dieser beiden Dokumente durch Neuankömmlinge führt oftmals zu Verzögerungen bei der Wohnungssuche, da Vermieter ausschließlich die Bonitätsauskunft akzeptieren.[1]

Anleitung zum Erhalt einer kostenlosen SCHUFA-Auskunft

Jährlich kann eine kostenlose Datenkopie unter www.schufa.de beantragt werden. Dazu sind ein ausgefülltes Online-Formular sowie Scans von Reisepass und Meldebescheinigung erforderlich. Alternativ steht der telefonische Kundenservice unter 0611 92780 zur Verfügung.[1][7]

Die Angaben umfassen Name, Adresse und Ausweisdokument. Die Auskunft wird postalisch innerhalb von fünf bis zehn Tagen versendet; eine digitale Bereitstellung der kostenlosen Variante besteht nicht.

Expats müssen in der Regel erst ein bis zwei Monate nach Anmeldung und Kontoeröffnung warten, bevor relevante Daten vorliegen. Der Bearbeitungsstatus kann online verfolgt werden.[4][5]

Bezahlte SCHUFA-Auskunft: Wann und wie bestellen?

Für Wohnungsmietbewerbungen empfiehlt sich die Bestellung der Bonitätsauskunft auf www.meineschufa.de. Der einmalige Preis beträgt 29,95 Euro und ermöglicht einen sofortigen PDF-Download. Vorher ist das Hochladen von Ausweis- und Adressnachweisen verpflichtend.[1][7]

Die Auskunft wird digital in Echtzeit geliefert und sollte für Vermieter ausgedruckt vorgelegt werden. Es existieren unterschiedlich teure Varianten: eine Basisauskunft für 4,95 Euro sowie die umfassende Version für 29,95 Euro.

Expats greifen überwiegend auf die kostenpflichtige Variante zurück. Die kostenlose Auskunft dient einzig der Kontrolle der gespeicherten Daten. Mehrfachbestellungen sind möglich, sollten jedoch nur bei Bedarf erfolgen.[3]

Dauer der SCHUFA-Auskunft und Verfügbarkeit von Sofortberichten

Die kostenlose SCHUFA-Datenkopie wird per Post in fünf bis zehn Tagen geliefert, gelegentlich auch später. Eine sofortige Verfügbarkeit besteht hierbei nicht. Daher empfiehlt sich eine frühzeitige Planung, insbesondere im Rahmen der Wohnungssuche.[1][4]

Die kostenpflichtige Bonitätsauskunft hingegen kann binnen Minuten heruntergeladen werden. Diese ist ideal für kurzfristige Bewerbungen. Aktuelle Bearbeitungszeiten sind auf der Webseite einsehbar.

Neuankömmlinge ohne bestehende Daten müssen längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Überstürzte Anfragen führen meist zu Ablehnungen.[5]

Keine SCHUFA bei Expats: Bedeutung und Lösungsansätze

Neuankömmlinge verfügen häufig über keine SCHUFA-Daten. Ein fehlender Score bedeutet nicht automatisch negative Bonität, jedoch werten Vermieter dies oft als Unsicherheitsfaktor.[3][4]

Der Aufbau der SCHUFA-Historie gelingt durch die Eröffnung eines Bankkontos und pünktliche Begleichung aller Rechnungen, was etwa ein bis zwei Monate in Anspruch nimmt. Kreditkarten, beispielsweise von American Express, unterstützen die Historienbildung.[3]

Bonitäten aus dem Ausland werden nicht übertragen. Zwischenzeitlich können Bankreferenzen oder Bürgschaften vorgelegt werden. Diverse Basiskonten sind auch ohne SCHUFA-Auskunft eröffnungsfähig.[2][3]

Ist eine Wohnung ohne SCHUFA-Auskunft anmietbar?

Obwohl es herausfordernd ist, kann man eine Wohnung ohne SCHUFA-Auskunft mieten, indem man Arbeitgeberbescheinigungen, Kontoauszüge oder Bürgen vorlegt. Einige Vermieter akzeptieren diese Nachweise bei Expats.[2]

Private Vermieter zeigen sich häufig flexibler als Maklerbüros. Bei Untermieten erfolgt selten eine Prüfung. Dennoch besteht eine hohe Nachfrage nach SCHUFA-Auskünften.

Der Fehler vieler liegt darin, keine Alternativen vorzubereiten. Es empfiehlt sich, frühzeitig entsprechende Nachweise zu sammeln. Weitere Tipps finden sich im [INTERNAL: Housing Guide].[3]

Wie lässt sich der SCHUFA-Score rasch verbessern?

Eine Verbesserung des SCHUFA-Scores gelingt durch konsequentes Bezahlen aller Rechnungen pünktlich. Überziehungen und zahlreiche Abrufe sollten vermieden werden. Ein positiver Verlauf ergibt sich erst über mehrere Monate.[1][3]

Negative Einträge verfallen mit der Zeit: Anfragen nach zwölf Monaten, getilgte Kredite nach 18 Monaten. Fehlerhafte Informationen lassen sich bei SCHUFA anfechten.[4][6]

Expats sollten deutsche Kreditkarten verantwortungsvoll verwenden und Anträge limitieren. Ein stabiles Zahlungsverhalten führt zu einer nachhaltigen Score-Steigerung.[3]

Umgang mit negativen SCHUFA-Einträgen

Negative Einträge resultieren aus verspäteten Zahlungen, Schulden oder Insolvenzen und drücken den Score erheblich. Häufige Anfragen gelten als erhöhtes Risiko.[6]

Zur Behebung empfiehlt sich eine schnelle Begleichung der Verbindlichkeiten. Nach 18 Monaten nach Tilgung fallen sie aus der Auskunft heraus. Bei fehlerhaften Einträgen ist eine Löschung zu beantragen.

Expats minimieren Risiken durch sorgfältiges Mahnwesen und Nutzung von Erinnerungsapps. Ein schlechter Score erschwert Mietvertragsabschlüsse erheblich; Bürgschaften bieten vorübergehend Abhilfe.[1][6]

Für Widersprüche informiert die offizielle SCHUFA-Seite unter www.schufa.de. Ergänzende Grundlagen finden sich im [INTERNAL: Finance Basics for Expats]. Datenschutzrechtliche Informationen bietet das Bundesministerium der Justiz unter www.bmj.de.

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