Mehr Auszubildende in der Pflege trotz Herausforderungen
In Deutschland steigt die Zahl der jungen Menschen, die eine Ausbildung in der Pflege machen. Aktuell sind rund 158.000 Auszubildende in der Pflege tätig. Das ist die höchste Zahl seit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung gemäß dem Pflegeberufegesetz. In Brandenburg ist die Zahl neuer Ausbildungsverträge von 1.395 im Jahr 2023 auf 1.746 im Jahr 2024 gestiegen, also um mehr als 25 Prozent. Das zeigt, dass der Pflegeberuf wegen der sicheren Jobs und dem Wunsch, nah mit Patienten zu arbeiten, immer beliebter wird. Doch der schnelle Anstieg bringt ein Problem mit sich: Es fehlen qualifizierte Pflegelehrkräfte, um die Qualität der Ausbildung zu sichern.
Lehrermangel kann Wachstum der Ausbildung bremsen
Trotz der steigenden Zahl an Pflege-Auszubildenden gibt es in Deutschland zu wenige Fachkräfte als Lehrkräfte an Pflegeschulen. Ein bedeutendes Problem ist, dass ab 2030 Pflegelehrer einen Master-Abschluss vorweisen müssen, um unterrichten zu dürfen. Diese neue Regel erschwert es, genug Lehrkräfte zu finden und verschärft den Lehrermangel weiter. Wenn zu wenige Lehrer die Qualifikation erfüllen, könnte das die Entwicklung der Auszubildendenzahlen stoppen. Brandenburg zeigt dies besonders deutlich, weil dort die Nachfrage nach Auszubildenden und Lehrkräften stark steigt.
Auswirkungen auf internationale Pflegeschüler und Expats
Die Kombination aus steigenden Bewerberzahlen und Lehrermangel betrifft auch internationale Auszubildende, Expats und ausländische Fachkräfte, die in Deutschland im Pflegebereich arbeiten oder lernen wollen. Zwar gibt es mehr Ausbildungsplätze, doch eingeschränkte Lehrkapazitäten können den Wettbewerb um diese Plätze erhöhen, Ausbildungszeiten verlängern oder den Ausbildungsstandard unter Druck setzen. Expats sollten sich über die Anforderungen an Lehrkräfte informieren, die praktische Anleitung und Betreuung beeinflussen können. Ausländische Pflegeschüler müssen früh planen und ihre Deutschkenntnisse, Anerkennung von Abschlüssen und neue Bildungsstandards berücksichtigen, um erfolgreich zu sein.
Wichtig ist eine frühzeitige Bewerbung auf Ausbildungsplätze. Die Ausbildungsumgebungen werden anspruchsvoller, da Lehrer oft einen Master-Abschluss haben müssen. Es empfiehlt sich, direkt mit den Ausbildungsstätten Kontakt aufzunehmen, um Fristen und Veränderungen wegen des Lehrermangels zu klären. Unterstützende Netzwerke wie Expat-Pflegevereine oder Bildungsberater können beim Orientieren helfen.
Weitere Informationen finden Sie im Originalbericht bei Tagesschau.