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Apothekenreform ermöglicht mehr Dienste und Medikamente ohne Rezept
Der Bundestag hat eine wichtige Reform für Apotheken beschlossen. Apotheken dürfen jetzt mehr Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen anbieten. In bestimmten Fällen geben sie auch verschreibungspflichtige Medikamente ohne Arzt-Rezept ab. Ziel ist es, Apotheken vor Ort zu stärken und den Zugang für Patienten zu verbessern, besonders auf dem Land.
Die Reform erlaubt es Apothekern, Patienten mit akuten Erkrankungen zu helfen, indem sie nach fachlicher Beratung bestimmte Arzneimittel ohne Rezept abgeben. Chronisch Kranke, die ihr Medikament über mindestens drei Quartale nehmen, können eine kleine Packung einmalig direkt in der Apotheke erhalten ohne Arztbesuch.
Wesentliche Änderungen für Expats und internationale Bewohner
Für Expats, ausländische Mitarbeiter und Studierende in Deutschland wird der Zugang zu einigen Medikamenten und Vorsorgeangeboten leichter und schneller. Apotheken bieten nun unter anderem Impfungen gegen Tetanus und Hepatitis an, was besonders für Neuankömmlinge im deutschen Gesundheitssystem hilfreich ist.
Auch Vorsorgeuntersuchungen zu Herzproblemen, Diabetes und Raucher-Risiken finden jetzt in Apotheken statt. So können erste Gesundheitschecks gemacht werden, ohne zum Arzt zu gehen. Das spart Zeit und Geld für Expats im neuen Umfeld.
Dennoch sollten Patienten beachten, dass die Abgabe von einigen verschreibungspflichtigen Medikamenten ohne Rezept nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist. Das Bundesministerium für Gesundheit legt zusammen mit Fachgremien fest, welche Medikamente und Regeln gelten. So wird der sichere Umgang gewährleistet.
Strukturelle und wirtschaftliche Auswirkungen auf Apotheken
Die Reform sichert die Zukunft der Apotheken, indem sie finanzielle Anreize bietet, etwa für Notdienste, und bürokratische Hürden für neue Filialen in unterversorgten Gebieten reduziert. Damit soll das Aussterben von lokalen Apotheken, das „Apothekensterben“, verhindert werden.
Apotheken binden neue Vorsorgeleistungen in die elektronische Patientenakte ein und stärken die Zusammenarbeit von Ärzten und Apothekern. Die Reform will die Apotheken als wichtigen Teil der Gesundheitsversorgung etablieren, nicht nur als Medikamentenausgeber.
Es gibt aber auch Kritik von medizinischen Verbänden, die eine klare Abgrenzung der Kompetenzen fordern, da Patientensicherheit höchste Priorität hat.
Expats und weitere Einwohner sollten sich informieren, welche Medikamente und Leistungen von der Reform betroffen sind, und sich mit lokalen Apothekern beraten. Die Regelung gilt ab Dezember 2025.
Mehr Informationen finden Sie hier: Apothekenreform beschlossen – was ändert sich für Patienten?