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Überblick über das neue Gebäudemodernisierungsgesetz
Die deutsche Bundesregierung hat wichtige Teile eines neuen Gesetzes zur Gebäudemodernisierung beschlossen. Es ändert die Regeln für Heizungen in Wohnhäusern deutlich. Die bisherige Pflicht, dass neue Heizungen zu 65 % mit erneuerbaren Energien laufen, entfällt. Stattdessen gilt jetzt ein technologieoffener Ansatz mit einer schrittweisen Einführung des sogenannten „Bio-Treppe“-Systems für neue Gas- und Ölheizungen. Pflichten wie Heizungsverbote oder verpflichtende Beratungen beim Austausch entfallen. So sollen Eigentümer mehr Verantwortung und Flexibilität bekommen [Quelle 1][Quelle 7][Quelle 8].
Wichtige Änderungen für Hausbesitzer und Mieter
Nach dem neuen Gesetz müssen Hausbesitzer keine Heizungen mit hohem Anteil erneuerbarer Energien einbauen, was die Anfangsregeln erleichtert. Allerdings kann das durch steigende CO2-Preise und teurere Biomethan- oder Wasserstoff-Kraftstoffe höhere Betriebskosten bewirken. So kann der Wechsel zu Biogas einem durchschnittlichen Einfamilienhaus monatlich bis zu 16 Euro mehr kosten.
Mieter sollten bedenken, dass Vermieter billigere Heizungen mit fossilen Brennstoffen installieren können. Die steigenden Kosten werden sie über die Nebenkosten weitergeben. Das bringt wirtschaftliche Belastungen für Mieter, die die Heizung nicht beeinflussen können [Quelle 1][Quelle 2].
Auswirkungen für Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitskräfte
Für Expats in Deutschland ist es wichtig, das Gesetz zu verstehen. Viele mieten Wohnungen, wobei Heizkosten Teil der Nebenkosten sind. Da fossile Heizungen erlaubt sind, können die Kosten wegen höherer CO2- und Gaspreise steigen. Wer eine Immobilie kaufen will, sollte neben Kauf- und Einbaukosten auch die langfristigen Betriebskosten über 15 bis 20 Jahre wegen möglicher Preisschwankungen berücksichtigen [Quelle 2].
Internationale Studierende und ausländische Arbeitnehmer müssen mit steigenden Heizkosten im Winter rechnen. Es empfiehlt sich, mit dem Vermieter die Heizung und die voraussichtlichen Kosten zu klären. Eigentümer können auf Förderungen für Wärmepumpen oder Fernwärme setzen, da diese langfristig günstiger und umweltfreundlicher sind [Quelle 1][Quelle 7].
Praktische Schritte und Empfehlungen
Das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) gilt weiter, bis das neue Gebäude-Modernisierungsgesetz (GMG) in Kraft tritt. Eigentümer sollten die Übergangszeit für Energieberatungen nutzen, um Einsparungen zu finden und Optionen zu prüfen. Für Gebäude mit sechs oder mehr Wohnungen gelten Pflichtprüfungen und eine optimale Heizungsanpassung durch Fachleute zur Effizienzsteigerung [Quelle 5].
Expats, die kaufen oder modernisieren wollen, sollten sich gut über Heizkosten, Fördermöglichkeiten und nachhaltige Lösungen informieren. Mieter sollten Mietverträge und Heizkostenabrechnungen genau prüfen und Vermieter kontaktieren, um künftige Kosten zu verstehen. Die Biomasseversorgung soll ab 2029 für das Bio-Treppe-System ausreichend sein, doch kurz- bis mittelfristig sind Verfügbarkeit und Preise unsicher [Quelle 1][Quelle 6].
Mehr Informationen finden Sie hier: Was das Gebäudemodernisierungsgesetz für Verbraucher bedeutet [Quelle 1].