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Koalition fokussiert auf Entlastung der Mittelschicht
Die deutsche Bundesregierung plant eine umfassende Reform der Einkommenssteuer. Sie soll ab dem 1. Januar 2027 gelten. Ziel ist es, kleine und mittlere Einkommen steuerlich zu entlasten. Die Reform ist Teil eines größeren Plans für Steuer- und Sozialversicherungssysteme, der bis Sommer 2026 umgesetzt werden soll. Besonders betrifft die Entlastung Menschen mit einem Einkommen zwischen 3.000 und 4.000 Euro monatlich. Das steht im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD [Quelle 1][Quelle 5][Quelle 6].
Unstimmigkeiten zwischen Union und SPD bei der Finanzierung
Obwohl beide Parteien die Mittelschicht entlasten wollen, sind sie sich bei der Finanzierung nicht einig. SPD mit Finanzminister Lars Klingbeil fordert höhere Steuern für Spitzenverdiener. Er betont, dass es keine Steuerreform ohne mehr Beiträge der reichsten 5 % geben darf. Klingbeil sagt, die wachsende Ungleichheit schadet der Gesellschaft und fordert stärkere Besteuerung von hohen Einkommen und Kapitalerträgen. Er will vor allem die Abgeltungssteuer abschaffen und die Erbschaftsteuer für Firmen-Erben erhöhen [Quelle 1][Quelle 5][Quelle 7][Quelle 1].
Die Union lehnt diese Vorschläge ab. Sie denkt eher an eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und Kürzungen bei Subventionen und Steuerprivilegien. Ein Unionsvertreter schlug vor, Subventionen pauschal zu senken, um die Steuererleichterungen zu finanzieren. Die Finanzierung war ein Hauptthema im Koalitionsausschuss am 12. Mai 2026. Dort wurde auch über einen einmaligen Entlastungsbonus diskutiert, der im Bundesrat auf Ablehnung stößt [Quelle 1][Quelle 3][Quelle 7].
Folgen für Expats und ausländische Arbeitnehmer in Deutschland
Die kommende Steuerreform betrifft auch Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitnehmer in Deutschland. Besonders für diejenigen mit kleinen und mittleren Einkommen sind Entlastungen geplant. Expats, die etwa zwischen 3.000 und 4.000 Euro monatlich verdienen, können ab 2027 mit niedrigeren Steuerabzügen rechnen, was das Nettogehalt erhöhen kann. Hochverdiener, darunter auch gutverdienende Expats, könnten allerdings nach SPD-Plänen höhere Steuern zahlen müssen [Quelle 6][Quelle 7].
Ausländische Beschäftigte sollten die Entwicklungen genau verfolgen. Änderungen bei der Kapitalertragssteuer und Erbschaftsteuer können deren Einkommen und Nachlassplanung beeinflussen. Auch Förderungen oder Steuerprivilegien könnten sich verringern, wenn die Union Kürzungen durchsetzt [Quelle 5][Quelle 7].
Expats wird empfohlen, sich über die Reformen zu informieren, sobald die formellen Vorschläge vorliegen. Finanzberatung ist sinnvoll, um sich auf die neue Steuerlage bis Mitte 2026 einzustellen. Die Koalition will das Reformpaket bis Sommer 2026 abschließen. Steuerplanungen für das nächste Jahr sollten die neuen Regeln berücksichtigen [Quelle 6][Ausgangsartikel].