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Deutschland will ab 2027 Krypto-Gewinne wie normale Kapitaleinkünfte besteuern

Neue Steuerregeln für Kryptowährungen ab 2027

Das Bundesfinanzministerium plant, die Besteuerung von Gewinnen aus Kryptowährungen ab 2027 zu ändern. Bisher sind private Gewinne aus Kryptowährungen steuerfrei, wenn man sie länger als ein Jahr hält. Das soll sich ändern: Ab 2027 gilt eine pauschale Kapitalertragsteuer von 25 % auf Krypto-Gewinne, egal wie lange die Coins gehalten wurden. Ziel ist eine gerechtere Besteuerung und höhere Staatseinnahmen von bis zu 350 Millionen Euro jährlich bis 2030 oder 2031.

Details zur Reform und deren Umsetzung

Nach dem Gesetzesentwurf werden Gewinne aus Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether ab dem 1. Januar 2027 mit 25 Prozent Kapitalertragsteuer belegt. Bisher wird nur innerhalb eines Jahres der persönliche Einkommenssteuersatz fällig, der bis zu 42 % betragen kann. Verluste aus Krypto-Anlagen werden künftig steuerlich anerkannt, ähnlich wie bei Aktien und anderen Kapitalanlagen.

Ab 2027 müssen Handelsplattformen und Wallet-Anbieter alle Krypto-Transaktionen an die deutschen Finanzämter melden. Diese verstärkte Transparenz hilft, steuerpflichtige Vorgänge besser nachzuverfolgen und Steuerhinterziehung zu verhindern. Die Finanzbehörden dürfen auch auf Daten von ausländischen Börsen zugreifen dank internationaler Kooperationsabkommen.

Folgen für Expats und internationale Bewohner

Die Steuerreform betrifft alle in Deutschland lebenden Personen, also auch Expats, Studenten und ausländische Arbeitnehmer mit Kryptowährungen. Wer bislang von der Steuerbefreiung wegen der einjährigen Haltefrist profitierte, muss ab 2027 für neue Gewinne Steuern zahlen. Expats sollten vollständige Nachweise ihrer Krypto-Geschäfte führen, inklusive Daten, Beträgen, genutzten Plattformen und Gebühren, um korrekt zu deklarieren.

Praktisch heißt das für Expats: Sie müssen ihre Krypto-Portfolios prüfen und geplante Verkäufe an die neuen Steuerregeln anpassen. Das Verständnis der 25 %-Steuer und der Verlustanrechnung ist wichtig, um die Steuerlast zu optimieren. Da die Plattformen Transaktionen melden, ist eine genaue Selbstdeklaration unverzichtbar, um Probleme mit dem Finanzamt zu vermeiden.

Das Ministerium betont, man möchte Kryptowährungen steuerlich wie andere Finanzanlagen gleichbehandeln. Die endgültigen rechtlichen Details sind noch in Arbeit; Betroffene sollten offizielle Meldungen verfolgen und bei Bedarf Steuerberatung suchen.

📚 Key Vocabulary (Intermediate (B1-B2))

die Kapitalertragsteuer(noun (f.))
capital gains tax on investment income
die Steuerbefreiung(noun (f.))
tax exemption
die Haltefrist(noun (f.))
holding period (for assets)
die Steuerlast(noun (f.))
tax burden
die Deklaration(noun (f.))
declaration (tax declaration)
die Umsetzung(noun (f.))
implementation, execution
die Transparenz(noun (f.))
transparency
die Verlustanrechnung(noun (f.))
offsetting of losses for tax purposes
die Steuerhinterziehung(noun (f.))
tax evasion
die Steuerberatung(noun (f.))
tax advice, tax consulting
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