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Bundestag diskutiert Einführung von automatischem Kindergeld
Der Bundestag diskutiert gerade einen Gesetzesvorschlag. Er will Kindergeld automatisch an Eltern zahlen. Eine offizielle Antragstellung soll nicht mehr nötig sein. Die Reform startet im Frühjahr 2027. Sie will Familien den Aufwand erleichtern und Zahlungen schneller machen. So sollen jährlich etwa 300.000 Anträge wegfallen. Das Geld wird automatisch an passende Familien ab der Geburt des Kindes gezahlt [Quelle 3].
Wie das automatische Kindergeld-System funktioniert
Das System gilt zuerst für Familien, die bereits für ältere Kinder Kindergeld bekommen. Wenn ein weiteres Kind geboren wird, zahlt die Familienkasse das Geld automatisch. Die Familienkasse nutzt vorhandene Verwaltungsdaten und die Steuer-ID des Kindes zur Prüfung. Zahlungen werden freigegeben, wenn ein gültiges Bankkonto vorliegt und der Anspruch sicher ist. Ziel ist, dass die Leistungen direkt nach der Geburt fließen und Fehler vermieden werden [Quelle 4].
Der Vorschlag von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sieht zweistufige Einführung vor: ab 2027 zunächst für Familien mit älteren Kindern, später weitere Ausweitung [Quelle 3][Quelle 5].
Folgen für Expats und internationale Bewohner in Deutschland
Die Änderung betrifft besonders Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitnehmer. Eltern, die in Deutschland wohnen und arbeiten, bekommen mit gültiger IBAN leichter Kindergeld. Der bürokratische Aufwand verringert sich, weil keine mühsamen Anträge nötig sind. Für Neuankömmlinge startet die Zahlung automatisch bei Anmeldung des Neugeborenen, wenn Daten vorliegen [Quelle 5].
Expats sollten aber sicherstellen, dass alle Familieninformationen, insbesondere Bankdaten und Aufenthaltsstatus, aktuell sind. So profitieren sie voll vom automatischen Kindergeld ab 2027. Die Anspruchsregeln bleiben unverändert, der Zugang wird jedoch einfacher [Quelle 4][Quelle 5].
Kontroverse um Kürzungen beim Elterngeld
Das automatische Kindergeld findet breite Zustimmung wegen der Verwaltungsvereinfachung. Kritik gibt es allerdings wegen geplanter Einsparungen beim Elterngeld. Familienministerin Lisa Prien schlägt vor, jährlich 350 Millionen Euro beim Elterngeld zu sparen. Viele Politiker und Organisationen sehen darin eine Schwächung der familienpolitischen Unterstützung. Gegner befürchten, dass solche Kürzungen das Familieneinkommen in der Anfangszeit der Kinder beeinträchtigen könnten [Quelle 3].
Nächste Schritte im Gesetzgebungsprozess
Nach der Debatte geht der Entwurf in die Ausschüsse des Bundestags zur weiteren Beratung. Die Regierung will die automatische Kindergeldzahlung ab 2027 umsetzen. Die Reform ist Teil eines umfassenderen Modernisierungsplans, der die Bürokratie bei sozialen Leistungen reduzieren soll [Quelle 4][Quelle 8].
Alle Familien und Expats, die Kindergeld erhalten, sollten die Mitteilungen der Familienkasse verfolgen und ihre Daten aktuell halten, um den Übergang zu erleichtern.
Mehr Details im Originalbericht der Tagesschau: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/bundestag-elterngeld-einschnitte-prien-reaktionen-100.html [Quelle 3].