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Deutschlands Vorstoß zur Reduzierung der Elterngeldbezugsdauer
Bundesfamilienministerin Karin Prien hat eine Reform des Elterngeldes vorgeschlagen, die die maximale Bezugsdauer von 14 auf 12 Monate reduziert. Dabei ist vorgesehen, dass sowohl Mütter als auch Väter mindestens drei Monate Elternzeit nehmen müssen, um die vollständigen 12 Monate Elterngeld zu beziehen. Dieses Vorhaben verfolgt das Ziel, eine intensivere Väterbeteiligung an der frühkindlichen Betreuung zu fördern.
Parallel zur Verkürzung der Bezugsdauer sollen die monatlichen Elterngeldzahlungen geringfügig erhöht werden. Die Mindestzahlung steigt von 300 auf 330 Euro, die Maximalzahlung von 1.800 auf 1.900 Euro, wie ein derzeit im Ressortabstimmungsverfahren befindlicher Gesetzentwurf erläutert.
Finanzielle und politische Rahmenbedingungen
Die vorgeschlagene Reform dürfte Einsparungen von rund 500 Millionen Euro ermöglichen. Im Bundeshaushalt 2027 sind etwa 7,5 Milliarden Euro für das Elterngeld eingeplant. Die Maßnahmen entsprechen den Prioritäten des Koalitionsvertrags von 2025, der eine verstärkte Väterverantwortung in der Kindererziehung vorsieht.
Die Reform zielt auf eine ausgewogenere Aufteilung der Elternzeit zwischen Mutter und Vater ab, indem sie eine Mindestdauer von drei Monaten für beide Elternteile vorschreibt. Kommt diese Vorgabe nicht zustande, reduziert sich die Gesamtbezugsdauer des Elterngeldes entsprechend.
Folgen für Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitnehmer
Für Expats, die in Deutschland leben und arbeiten und Kinder erwarten oder erziehen, hat die Reform unmittelbare Auswirkungen auf das Elterngeld. Ausländische Eltern müssen nun die Elternzeit präzise planen, um die neue Mindestanforderung von jeweils drei Monaten Elternzeit zu erfüllen und somit das volle Elterngeld für zwölf Monate zu erhalten.
Die moderate Anhebung der monatlichen Zahlungen mildert die kürzere Bezugsdauer nur teilweise ab. Familien, die Elterngeld länger als ein Jahr benötigen, müssen mit einer reduzierten finanziellen Unterstützung rechnen. Eltern sollten sich bewusst über die neuen Bedingungen informieren, wenn sie nach Inkrafttreten der Reform Elterngeld beantragen.
Auch internationale Studierende mit Kindern sowie ausländische Arbeitnehmer mit befristeten oder unbefristeten Verträgen sind gut beraten, die gesetzlichen Änderungen aufmerksam zu verfolgen. Da sich der Entwurf noch im Anhörungsprozess befindet und ein konkretes Inkrafttretensdatum fehlt, empfiehlt sich eine kontinuierliche Informationsbeschaffung, um die Rechte optimal wahrzunehmen.
Ausführlichere Informationen bietet die Tagesschau unter: Prien will Elterngeld auf zwölf Monate beschränken.