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Pflegeheimkosten steigen und Eigenanteile erhöhen sich
In Deutschland müssen Menschen, die in ein Pflegeheim ziehen, 2026 mehr selbst bezahlen. Im Vergleich zum Vorjahr zahlen Pflegebedürftige durchschnittlich rund 120 Euro mehr pro Monat. Der durchschnittliche Eigenanteil liegt dann bei etwa 3.245 Euro monatlich. Das ist ein Anstieg von 261 Euro seit Anfang 2025, hauptsächlich wegen höherer Pflegekosten, die die Pflegeversicherung nicht vollständig abdeckt. Es gibt große regionale Unterschiede: In Bremen und Saarland zahlen Bewohner mehr als 3.600 Euro monatlich, während es in Sachsen-Anhalt mit rund 2.720 Euro deutlich günstiger ist.
Aufschlüsselung der Kosten und Versicherungsleistungen
Der Hauptanteil der Kosten ist der sogenannte einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE), der hauptsächlich Pflegedienst und Pflegepersonal bezahlt. Im ersten Jahr im Heim beträgt dieser Beitrag 2026 rund 1.685 Euro. Die gesetzliche Pflegeversicherung erhöht ihre Zuschüsse mit der Dauer des Aufenthalts – ab dem vierten Jahr übernimmt sie bis zu 2.056 Euro monatlich. Trotzdem müssen Bewohner und Familien den Rest der Kosten selbst tragen. Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten zahlen sie komplett ohne Versicherungshilfe. Das bedeutet, trotz wachsender Zuschüsse bleiben die finanziellen Belastungen hoch und verlangen eine gute Planung.
Folgen für Expats, internationale Studierende und Arbeitende
Für Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitende in Deutschland weisen diese steigenden Kosten auf die Notwendigkeit einer sorgfältigen Planung der Pflegefinanzierung hin. Viele verlassen sich zwar auf gesetzliche oder private Pflegeversicherungen, doch der hohe Eigenanteil deckt sich oft nicht vollständig, so dass weitere Ausgaben privat getragen werden müssen. Wichtig ist das Wissen, dass Leistungen der Pflegeversicherung keine Unterkunft, Verpflegung oder Investitionen abdecken. Expats sollten ihre Policen genau prüfen, die Möglichkeiten privater Zusatzversicherungen erwägen und finanziell für mögliche Pflegebedarfe vorsorgen.
Wer derzeit ältere Familienmitglieder unterstützt oder später eine Pflegeeinrichtung wählen möchte, sollte die steigenden Beiträge und regionalen Kostenunterschiede beachten. Finanzielle Hilfe und Rechtsmittel gegen Preiserhöhungen gibt es, doch ein frühzeitiger Kontakt mit Pflegeeinrichtungen und Behörden hilft, die Belastungen besser zu steuern.
Ausführliche Informationen finden Sie hier: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/pflegekosten-gestiegen-100.html