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Neuer Regierungsplan gegen hohe Baukosten
Das Bundesministerium für Wohnen, geleitet von Ministerin Verena Hubertz, hat einen umfassenden “Aktionsplan zur Senkung der Baukosten” vorgestellt. Ziel ist es, das Bauen in ganz Deutschland günstiger zu machen. Hohe Baukosten sind ein großes Hindernis für genügend Wohnraum. Der Plan setzt auf kurzfristige und mittelfristige Maßnahmen zur Lösung dieses Problems. Die Ankündigung erfolgte Mitte 2026 und baut auf vorherigen Bemühungen auf, Bauprozesse schneller und besser zu machen.
Wichtige Maßnahmen zur Beschleunigung und Vereinfachung des Bauens
Der Plan sieht mehrere Schritte vor, darunter die Vereinfachung von Standards durch Wegfall unnötiger Vorschriften im neuen “Gebäudetyp-E-Gesetz”. Außerdem soll die Digitalisierung gefördert werden, zum Beispiel müssen Bauanträge ab 2028 digital eingereicht werden, um die Abläufe effizienter zu gestalten. Modularer und serieller Bau wird gefördert, damit die Kosten sinken und der Bau schneller geht. Außerdem nutzt der Plan Programme wie “Gewerbe zu Wohnen”, die leere Geschäftsräume in Wohnungen verwandeln, ohne dass neu gebaut werden muss.
Auswirkungen für Expats und ausländische Bewohner in Deutschland
Für Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitskräfte in Deutschland kann der Plan mittel- bis langfristig zu mehr günstigem Wohnraum führen. So werden die Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche in beliebten Städten kleiner. Die einfacheren Bauvorschriften und schnelleren Genehmigungen sorgen dafür, dass mehr Miet- und Kaufobjekte schneller entstehen. Die Mietpreise oder Mieterrechte ändern sich zwar nicht sofort, doch die Regierung zeigt den Willen, das Wohnungsangebot nachhaltig zu erhöhen. Wer plant, eine Wohnung zu kaufen oder in neu gebaute Wohnungen zu ziehen, sollte die neuen Regelungen im Auge behalten, vor allem den Wechsel zu digitalen Bauanträgen ab 2028, der Abläufe und Bürokratie beeinflusst.
Der Plan entsteht vor dem Hintergrund großer Kostensteigerungen, die durch globale Ereignisse wie den Iran-Konflikt die Lieferketten und Materialpreise stark belasten. Trotzdem sind die Baukosten um etwa 10 % gesunken, was auf erste Erfolge der Regierung hinweist. Der Aktionsplan ist Teil einer größeren Regierungsstrategie, inklusive der Neufassung des Baugesetzbuchs und Förderungen für Gemeinden, damit bezahlbares Wohnen möglich wird.
Mehr Informationen zum Aktionsplan gibt es hier: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/aktionsplan-baukosten-100.html