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Rekord-Wohnungsmangel erreicht 1,4 Millionen Einheiten
In Deutschland gibt es einen nie dagewesenen Mangel an Wohnungen. Laut dem aktuellen “Sozialen Wohnungsmonitor 2026” vom Pestel Institut und der “Sozialen Wohnungsallianz” fehlen ungefähr 1,4 Millionen Wohnungen. Besonders betroffen sind günstige und soziale Wohnungen – das erhöht den Druck auf Mieter, darunter auch Expats, internationale Studenten und ausländische Arbeitnehmer, die auf den Mietmarkt angewiesen sind.
Die steigenden Mieten belasten viele Menschen. Fast ein Drittel der Mieter befürchtet, die aktuelle Wohnung nicht mehr bezahlen zu können. Das führt zu finanziellen Problemen, die über die Miete hinausgehen.
Folgen für Expats und internationale Mieter
Für Expats und ausländische Arbeitnehmer bedeutet der Mangel eine stärkere Konkurrenz um preiswerte Wohnungen. Viele, auch internationale Studenten, sind auf Mietwohnungen oder soziale Programme angewiesen, die immer knapper werden. Jährlich entstehen etwa 200.000 neue Wohnungen – nur halb so viele wie die benötigten rund 400.000 Wohnungen, um die Lücke bis 2030 zu schließen.
Das führt zu praktischen Problemen: Höhere Mieten, längere Wohnungssuche und das Risiko, umziehen zu müssen. Auch soziale Wohnungen sind schwer zugänglich, da die Wartelisten wachsen, was es besonders für Menschen mit geringem Einkommen schwer macht, bezahlbaren Wohnraum zu finden.
Regionale Unterschiede und besonders gefährdete Gruppen
Der Mangel ist vor allem in Bundesländern mit vielen Einwohnern groß, zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen (rund 376.000 Einheiten fehlen) und Bayern (etwa 233.000). Bundesländer wie Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt haben weniger, aber dennoch starke Defizite in zehntausender Größenordnung.
Besonders betroffen sind junge Menschen unter 25, ältere Erwachsene und Menschen mit Behinderungen. Viele dieser Gruppen sind auf soziale Wohnungen angewiesen, die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich – bundesweit gibt es aktuell etwa eine Million soziale Wohnungen, obwohl Millionen Anspruch darauf haben.
Appelle für politische Maßnahmen und praktische Tipps
Die “Soziale Wohnungsallianz”, angeführt vom Deutschen Mieterbund und der IG BAU, fordert eine Verdopplung des sozialen Wohnungsbestands auf mindestens zwei Millionen Einheiten, um die Krise wirksam zu bekämpfen. Zudem soll ein Kooperationsvertrag zwischen Bund und Ländern beschleunigtes und bezahlbares Bauen fördern.
Expats und internationale Mieter sollten wissen, dass der Wohnungsmangel ihre Wohnkosten und Sicherheit stark beeinflussen kann. Ein früher Handlungsbeginn ist ratsam: Mietverträge früh sichern, prüfen, ob man Anspruch auf soziale Wohnungen hat, und Angebote für Studierenden- oder Arbeitnehmerwohnungen nutzen. Auch regionale Bau- und Wohnungspolitik zu beobachten, kann helfen, die Marktlage besser einzuschätzen.
Ohne grundlegende politische Veränderungen werden die Mietprobleme voraussichtlich bleiben. Für Expats bedeutet das höhere Mieten und mehr Wettbewerb in deutschen Städten.
Mehr Informationen zum Thema gibt es im Originalbericht der Tagesschau: tagesschau – Wohnungsmangel in Deutschland.