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Übersicht zu den neuen Krankheitsregeln in Deutschland
Die neue Reform zur Krankschreibung, die von der Regierung aus CDU, CSU und SPD beschlossen wurde, verändert die bisherigen Regeln für Arbeitnehmer und Arbeitgeber stark. Ab sofort muss vom ersten Tag der Krankheit an eine ärztliche Bescheinigung eingereicht werden. Die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wird abgeschafft. Diese Regel gehört zu einem größeren Reformpaket, das ab 2026 greifen und Steuer- sowie Sozialversicherungsentlastungen bringen soll.
Bislang waren telefonische Krankschreibungen vor allem während der Corona-Pandemie erlaubt, um Kontakte zu minimieren und den Zugang zum Arzt zu erleichtern. Nun will die Regierung zur persönlichen Arztbescheinigung zurückkehren, um Missbrauch zu vermeiden und Krankmeldungen besser zu kontrollieren.
Das ändert sich bei der Krankmeldung und Bescheinigung
Nach den neuen Vorschriften müssen Arbeitnehmer schon am ersten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Früher war das nur ab dem vierten Tag Pflicht oder konnte für kurze Zeit telefonischen erfolgen. Studien zeigen, dass die telefonische Krankschreibung die Fehlzeit nicht erhöht hat. Dennoch wird sie komplett abgeschafft.
Die Regierung erklärt, dass die telefonische Krankschreibung zwar Vorteile bei der Verwaltung und Infektionsvorbeugung bot, sie aber auch für Ärzte mehr Bürokratie bedeutete und nicht zur besseren Kontrolle der Fehlzeiten beitrug. Kritiker weisen darauf hin, dass Arztbesuche ab Tag eins die Ärzte stärker belasten und Arbeitnehmer mit erschwertem Arztzugang vor Probleme stellen könnten.
Folgen für Ausländer und internationale Arbeitnehmer in Deutschland
Die Regelung trifft besonders Ausländer, internationale Studierende und ausländische Arbeitnehmer in Deutschland. Sie müssen ab dem ersten Krankheitstag eine ärztliche Bescheinigung einreichen. Telefonische Krankschreibungen sind nicht mehr zulässig, was bedeutet, dass Betroffene einen Arzt persönlich aufsuchen müssen.
Für Personen mit befristeten Verträgen oder ohne festen Hausarzt kann das zu logistischen und finanziellen Herausforderungen führen, etwa durch lange Wartezeiten oder zusätzliche Kosten. Es ist ratsam, sich frühzeitig über die lokalen Gesundheitsdienstleister zu informieren und den Ablauf für Krankschreibungen zu verstehen.
Auch Arbeitgeber müssen ihre Krankheitsregelungen anpassen und ihre Beschäftigten über die Änderungen informieren. Die Reform soll die Arbeitswelt in Deutschland effizienter gestalten, benötigt aber praktische Anpassungen bei Arbeitern und Firmen.