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Deutsche Regierung plant große Kürzungen beim Wohngeld für Expats

Regierung will das Wohngeld-Budget stark senken

Die deutsche Regierung hat angekündigt, die Ausgaben für Wohngeld deutlich zu reduzieren. Wohngeld ist eine Unterstützung für Menschen mit geringem Einkommen, die zur Mietzahlung dient. Mit den Kürzungen soll jährlich etwa zwei Milliarden Euro gespart werden. Die Beiträge von Bund und Ländern werden von fünf auf drei Milliarden Euro gesenkt. Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) bestätigte, dass alle derzeitigen Empfänger die Folgen spüren werden. Allerdings bleiben bestehende Bewilligungen bis zum Ablauf gültig, danach gelten strengere Kriterien [Quelle 1].

Wer kann Wohngeld bekommen und wer verliert es?

Die Berechtigung zum Wohngeld hängt vor allem von der Haushaltsgröße, dem Einkommen, der regionalen Miethöhe und weiteren Abzügen ab. Personen, die andere Sozialleistungen erhalten, wie Bürgergeld, Grundsicherung oder Asylbewerber-Leistungen, sind ausgeschlossen. Nach den neuen Regeln verlieren etwa ein Drittel der jetzigen Empfänger ihren Anspruch. Viele davon hatten zuvor nur knapp die Einkommensgrenze erreicht. Dadurch könnten Hunderttausende Haushalte ab der nächsten Antragsrunde keine Unterstützung mehr erhalten [Quelle 3][Quelle 4][Quelle 5].

Auswirkungen für Expats und internationale Bewohner

Für Expats, ausländische Beschäftigte und internationale Studierende in Deutschland bedeuten die geplanten Wohngeld-Kürzungen höhere Ausgaben für die Miete. Besonders Personen mit niedrigerem Einkommen werden dadurch stärker belastet, da sie oft auf diese Unterstützung angewiesen sind. Viele internationale Bewohner nutzen das Wohngeld, um steigende Mieten auf dem angespannten Wohnungsmarkt auszugleichen. Bei schärferen Zugangsvoraussetzungen und geringerem Budget wird es für diese Gruppen schwieriger, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Da Wohngeld normalerweise für zwölf oder manchmal 24 Monate gewährt wird, müssen baldige Antragssteller mit geringeren Leistungen oder vollständigem Wegfall rechnen. Antragsteller sollten ihre Berechtigung schnell prüfen und alternative Hilfen in Betracht ziehen, um Leistungslücken zu vermeiden [Quelle 2][Quelle 6].

Politischer Hintergrund und Reaktionen

Die Kürzungen folgen auf die Wohngeldreform 2023, die den Kreis der Berechtigten durch höhere Einkommens- und Mietgrenzen ausgeweitet hatte. Ministerin Hubertz bezeichnete die Einsparungen als schmerzhaft, aber unvermeidbar wegen der angespannten Haushaltslage. Bund und Länder müssen jeweils etwa eine Milliarde Euro jährlich einsparen. Oppositionelle Parteien wie die Linke und Bündnis 90/Die Grünen sowie Mieterverbände kritisieren die Pläne scharf. Sie warnen vor verschärfter finanzieller Not und schlechteren Wohnbedingungen für besonders schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen. Die Debatte läuft weiter, das Gesetz durchläuft derzeit eine interministerielle Prüfung vor möglicher Kabinettsentscheidung [Quelle 1][Quelle 5][Quelle 6].

Expats und weitere Wohngeldbezieher sollten offizielle Mitteilungen aufmerksam verfolgen, Bewerbungsunterlagen bereithalten und ergänzende Wohnhilfen prüfen. Ein Wegfall oder eine Verringerung des Wohngeldes kann Budget und Wohnentscheidungen stark beeinflussen.

Quelle: tagesschau.de [Quelle 1]

📚 Key Vocabulary (Intermediate (B1-B2))

das Wohngeld(noun (n.))
housing allowance, subsidy for rent
das Einkommen(noun (n.))
income
die Miete(noun (f.))
rent
die Kürzung(noun (f.))
cut, reduction (financial)
der Empfänger(noun (m.))
recipient (of benefits, etc.)
die Unterstützung(noun (f.))
support, assistance
die Reform(noun (f.))
reform, change in law or policy
die Haushaltslage(noun (f.))
budget situation (government or household)
die Bewerbung(noun (f.))
application (for benefits, jobs, etc.)
prüfen(verb)
to check, to examine
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