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Übersicht zum Signal-Phishing-Angriff
Ein großangelegter Phishing-Angriff zielt auf Nutzer der verschlüsselten Messaging-App Signal. Mehrere Mitglieder der deutschen Bundesregierung sind betroffen. Kriminelle geben sich als Signal-Support aus und wollen unerlaubt Zugang zu privaten Nachrichten, Fotos und Dokumenten erhalten. Die deutsche Regierung macht russische staatliche Akteure für diese Phishing-Kampagne verantwortlich. Informationen stammen von Inlands- und Auslandsbehörden. Der Angriff läuft seit Februar und betrifft nicht nur Politiker, sondern auch Militär, Journalisten, NATO-Vertreter und Nachrichtendienstpersonal.
Vermutete russische Beteiligung und Betroffene
Bundesbehörden wie das Bundesamt für Verfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik informieren Betroffene. Die Regierung stützt sich auf Hinweise von Partnern wie FBI und niederländischen Geheimdiensten, die Russland als Ursprung ausmachen. Opfer sind unter anderem Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und Abgeordnete verschiedener Parteien. Die Angreifer nutzen das Vertrauen in die Signal-App aus, um sensible Behördenkommunikation zu infiltrieren.
Folgen für Ausländer und internationale Bewohner in Deutschland
Expats, internationale Studierende und ausländische Arbeitnehmer, besonders aus Politik und Sicherheit, sollten das Risiko von gezielten Phishing-Versuchen über Signal beachten. Die App gilt normalerweise als sicher, wird aber jetzt für Cyber-Spionage missbraucht. Nutzer müssen vorsichtig sein bei unerwarteten Anfragen nach Kontoinformationen, die angeblich vom Support kommen. Es wird geraten, alle Sicherheitsfunktionen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren und Warnungen der deutschen Cybersicherheitsbehörden zu beachten. Obwohl vorrangig Regierungsmitarbeiter angegriffen werden, sollten alle Signal-Nutzer achtsam sein.
Empfohlene Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen
Die Bundesregierung informiert die Opfer schnell und arbeitet mit internationalen Partnern zusammen. Signal-Nutzer in Deutschland, vor allem jene mit sensiblen Daten, sollen ihre App regelmäßig aktualisieren, Kommunikationskanäle überprüfen und bei unerwünschten Support-Kontakten skeptisch sein. Es ist wichtig, keine Sicherheitscodes oder vertrauliche Details über Nachrichten zu teilen, selbst wenn sie echt erscheinen. Diese Vorsichtsmaßnahmen helfen, Risiken zu mindern, bis der Angriff beendet ist. Fristen oder neue Pflichten gibt es nicht, aber Wachsamkeit bleibt essenziell.
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