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EU-Fördermittel für freiwillige Rückkehrer sind aufgebraucht
Das wichtige EU-Programm, das die freiwillige Rückkehr abgelehnter Asylbewerber unterstützt – das Europäische Reintegrationprogramm (EURP) –, hat sein Budget drei Monate vor Jahresende 2026 erschöpft. WDR und NDR berichten exklusiv, dass in diesem Jahr keine weiteren Personen finanziell gefördert werden können. Bund und Länder in Deutschland wurden bereits über die Finanzierungslücke informiert. Momentan erhalten keine neuen Rückkehrer Unterstützung aus diesem wichtigen Fonds [Quelle 1].
Das EURP bietet finanzielle Hilfe, um abgelehnten Asylbewerbern die Rückkehr in ihre Heimatländer zu erleichtern. Dazu gehören Reisekosten, Startgelder, soziale und psychologische Betreuung, Bildungsangebote sowie Unterstützung bei der Wiedereingliederung, etwa Hilfe bei Arbeit und Wohnen. Diese Leistungen sind entscheidend für eine nachhaltige Integration nach der Rückkehr [Quelle 5].
Hintergrund und Auswirkungen auf freiwillige Rückkehr in Deutschland
Im Jahr 2025 gab es in Deutschland mehr als 30.000 bestätigte Fälle freiwilliger Rückkehr, wovon etwa die Hälfte durch Förderprogramme unterstützt wurde. Diese finanzielle Hilfe ist ein wichtiger Teil des gesteuerten Migrationsmanagements durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Das Programm REAG/GARP ist die größte freiwillige Rückkehrinitiative Europas und existiert seit 1979. Es bietet individuelle Wiedereingliederungspakete in über 40 Ländern an, um Rückkehrer bei der Neuorientierung zu unterstützen [Quelle 4][Quelle 7].
Trotz steigender freiwilliger Abreisen – fast 10.000 schon zu Jahresbeginn 2026 – könnte das Aufbrauchen des EURP-Budgets die Anzahl und Qualität der Unterstützungsleistungen für Rückkehrer dieses Jahr stark einschränken [Quelle 6]. Auch andere nationale Programme wie StarthilfePlus bieten finanzielle Hilfe, doch das vorzeitige Versiegen der EU-Mittel sorgt für Unsicherheiten bezüglich der Fortführung [Quelle 5].
Folgen für Expats, ausländische Arbeitnehmer und Asylsuchende in Deutschland
Der Finanzengpass wirkt sich direkt auf abgelehnte Asylbewerber in Deutschland aus, die eine freiwillige Rückkehr in Betracht ziehen. Hauptsächlich fehlt ihnen aktuell die finanzielle und organisatorische Unterstützung durch das EURP. Dies kann die Kosten und die Logistik der Rückkehr erheblich erschweren. Expats oder internationale Studierende, die in Deutschland leben oder arbeiten, sind weniger betroffen, sollten aber mögliche Änderungen im Unterstützungsangebot im Blick behalten. Betroffene sollten Beratungsstellen oder BAMF aufsuchen, um alternative Fördermöglichkeiten oder den Status der Mittel zu klären [Quelle 1][Quelle 5].
Behörden könnten zudem Verfahren überarbeiten oder Rückkehrhilfen bis zur Wiederauffüllung der Mittel aussetzen. Diese Situation macht es wichtig, vor der geplanten freiwilligen Rückkehr die Verfügbarkeit von finanzieller Hilfe zu prüfen und Fristen oder bürokratische Abläufe zu beachten. Aktuelle Informationen finden sich regelmäßig auf den Webseiten des Bundesinnenministeriums sowie des BAMF [Quelle 1][Quelle 5].
Mehr Details im Originalbericht: tagesschau.de – EU-Fonds für freiwillige Rückkehrer erschöpft [Quelle 1].