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Notaufnahme oder Hausarzt in Deutschland: Wann Expats wo hingehen sollten

Verwirrt über Notaufnahme oder Hausarzt in Deutschland? Viele Expats nutzen das System falsch. Das führt zu langen Wartezeiten und hohen Kosten. Diese Anleitung erklärt, wann du die Notaufnahme (Notaufnahme), den Hausarzt oder den Bereitschaftsdienst (116117) kontaktieren solltest.

Das deutsche Gesundheitssystem ist gut, aber du musst die Regeln kennen. Für die meisten Beschwerden gehst du zum Hausarzt. Die Notaufnahme ist nur für lebensbedrohliche Fälle vorgesehen. Falsche Nutzung kostet Zeit und Geld.

Was gilt in Deutschland als medizinischer Notfall?

Ein medizinischer Notfall bedeutet, dass Leben oder Gesundheit sofort bedroht sind. Zum Beispiel Brustschmerzen, starke Atemnot oder schwere Verletzungen. Das Robert Koch Institut definiert solche Situationen klar[1].

Akutes Koronarsyndrom oder Herzrhythmusstörungen sind typische Notfälle[1]. Auch epileptische Anfälle, schwere Verletzungen oder Unterzucker zählen dazu. Eine Verstauchung oder Grippe dagegen sind keine Notfälle. Diese behandelt der Hausarzt.

Viele Expats verwechseln nicht dringende Beschwerden mit Notfällen. Das überlastet die Notaufnahmen. Frag dich: Kann mein Problem 24 Stunden warten? Falls ja, kontaktiere zuerst deinen Hausarzt. Das Bundesgesundheitsministerium empfiehlt diese Vorgehensweise.

Fehler haben Folgen: Übermäßige Notaufnahmebenutzung belastet das System. Bei falscher Nutzung drohen Bußgelder oder Leistungsablehnungen. Details findest du beim Bundesgesundheitsministerium.

Wann 112 anrufen: lebensrettende Situationen

Rufe nur bei tatsächlichen Notfällen die 112 an. Diese Nummer verbindet dich mit dem einheitlichen Rettungsdienst in Deutschland. Zum Beispiel bei Bewusstlosigkeit, starker Blutung oder Schlaganfallanzeichen wie Gesichtslähmung.

Die Disponenten sprechen Englisch. Beschreibe die Symptome genau. Bei Bedarf schicken sie einen Rettungswagen (Rettungswagen). In Städten liegt die Anfahrtszeit meist zwischen 8 und 15 Minuten, auf dem Land länger[1].

Expats sollen 112 nicht für Rezeptanfragen oder Untersuchungen missbrauchen. Für dringende, nicht lebensbedrohliche Probleme ruft man die Nummer 116117 an. Bleibe ruhig, nenne Ort, Symptome und Versicherung.

Ein Grenzfall: Brustschmerzen nachts? Rufe sofort 112 an. Eine Verzögerung kann lebensgefährlich sein. Ärztliche Studien zeigen, dass Herzerkrankungen häufigste Notaufnahme-Gründe sind[1].

Notaufnahme versus Bereitschaftsdienst (116117): Wichtige Unterschiede

Die Notaufnahme im Krankenhaus ist 24 Stunden geöffnet und betreut kritische Fälle. Der Bereitschaftsdienst (116117) bietet nach Feierabend hausärztliche Leistungen für dringendere, aber nicht lebensbedrohliche Anliegen.

Der Dienst 116117 behandelt Fieber, Infektionen oder leichtere Verletzungen. Es ist kein Rettungswagen nötig. Versicherte bezahlen nichts. Die Notaufnahme kann eine Krankenhausaufnahme erfordern[2].

Praktisch gilt: Abends oder am Wochenende ruf 116117 an. Du bekommst einen Arztbesuch oder eine Kliniküberweisung. Die Wartezeit beträgt 30-60 Minuten, in der Notaufnahme 2-8 Stunden. Ländliche Regionen verzeichnen mehr Hausarzt-Notfälle[1].

Für Expats ist 116117 eine Entlastung für die Notaufnahme. Informationen findest du unter 116117.de. Ein häufiger Fehler ist, die 116117 zu ignorieren und die Notaufnahme direkt aufzusuchen.

Notaufnahmekosten und Versicherung: Was Expats bezahlen

Mit gesetzlicher Krankenversicherung beträgt die Zuzahlung bei unnötiger Notaufnahme 10-15 Euro. Ein Rettungswageneinsatz kostet 300-900 Euro, wird aber bezahlt, wenn er gerechtfertigt ist[2]. Private Versicherte sind oft vollständig abgesichert.

Unversicherte Expats müssen die Kosten von über 500 Euro pro Besuch komplett tragen. Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) sollte stets mitgeführt werden. Kosten werden bei unbegründeten Notfällen abgelehnt.

In Städten beträgt die Zuzahlung typischerweise 10 Euro, auf dem Land ähnlich. Übermäßige Nutzung führte 2023 zu Reformen mit Kostendeckelungen[2]. Details entnimmst du dem [INTERNAL: German Health Insurance Guide].

Tipp: Lass dich vorab bei deiner Versicherung informieren. So vermeidest du böse Überraschungen. Ärzte bemängeln, dass Erstattungsprobleme die Notaufnahmen zusätzlich belasten[2].

Kannst du jede Krankenhausnotaufnahme nutzen? Regeln für Expats

Ja, du kannst jede Notaufnahme in Deutschland ohne Überweisung aufsuchen. Das Gesetz fordert offenen Zugang bei Notfällen. Es gibt keine Vermittlung durch Hausärzte.

Dein Hausarzt regelt hingegen die nicht dringende Folgebehandlung. Expats nahe der Grenze nutzen am besten die nächste Einrichtung. Vor Ort entscheidet die Triage über Dringlichkeit.

Sonderfall: Touristen oder Neueinwanderer können überall hingehen. Die Versicherung meldet man später an. Krankenhäuser wie die Charité in Berlin sind gut auf internationale Patienten eingestellt.

Die Nähe zählt: Google suche „Notaufnahme in der Nähe“. Das spart Zeit. Hausärzte überweisen nur selten in die Notaufnahme[3].

Brauchst du eine Überweisung für die Notaufnahme?

Nein, eine Überweisung ist für die Notaufnahme nicht notwendig. Du kannst jederzeit ohne Termin oder Überweisung kommen. Das unterscheidet sie von Facharztterminen.

Hausärzte behandeln 80% der Probleme[3]. In der Notaufnahme gibt es keine lange Bürokratie. Nach der Behandlung kann das Krankenhaus dich an deinen Hausarzt zurückverweisen.

Expats wird empfohlen, sich zuerst einen Hausarzt über KBV.de zu suchen. So ist die Versorgung besser. Ein häufiger Fehler ist, den Hausarzt zu umgehen und die Notaufnahme dauerhaft zu nutzen[4].

Der Ablauf ist: Ankommen, Triage, Behandlung. Danach bekommst du einen Bericht für deinen Hausarzt.

Wartezeiten in der Notaufnahme: Realistische Erwartungen

Wartezeiten betragen in Städten meist 2-4 Stunden, auf dem Land 4-8 Stunden. Die Triage priorisiert nach Rot (sofort), Orange (dringend) und Grün/Blau (weniger dringend)[2].

Nicht dringende Patienten warten am längsten. An Wochenenden können Wartezeiten 6 Stunden überschreiten. Viele junge Ärzte verursachen zusätzliche Untersuchungen[2].

Expats profitieren davon, zuerst 116117 anzurufen. Einige Krankenhäuser bieten App-Tracking für Wartezeiten an. Hausärzte auf dem Land behandeln mehr Notfälle monatlich[1].

Stand 2026: Ärztemangel bleibt bestehen. Plane voraus. Das [INTERNAL: Finding a GP in Germany] hilft dir, Notaufenthalte zu vermeiden.

Was mitbringen zur Notaufnahme: Wichtige Checkliste

Bring deine elektronische Gesundheitskarte (eGK), Ausweis, Liste der Medikamente und Allergien mit. Notiere auch Notfallkontakte und eine private Versicherungsnummer.

Packe alles in eine durchsichtige Tasche. Trage Kleidung, die leicht auszuziehen ist. Informiere Angehörige über deinen Aufenthaltsort.

Expats sollten wichtige Dokumente bei Bedarf ins Deutsche übersetzen lassen. Krankenhäuser stellen auf Wunsch Dolmetscher. Ohne eGK musst du selbst zahlen und kannst später die Kosten zurückfordern.

Ein häufiger Fehler ist, keine Medikamentenliste mitzunehmen. Das verzögert die Behandlung. Erstelle eine kleine Karte für deinen Geldbeutel.

Bereitschaftsdienst: Notaufnahme nachts und am Wochenende vermeiden

Nutze die Bereitschaftspraxen oder die 116117 für Nachts und Wochenends. Diese rotieren und sind werktags von 19:00 bis 7:00 sowie am Wochenende 24 Stunden geöffnet.

Die Kosten übernimmt die Versicherung. Die Wartezeiten sind meist kürzer als in der Notaufnahme. 70% der dringlichen Fälle werden hier behandelt[4].

Dienststellen findest du unter 116117 oder Arztnotdienst.de. Expats sollten sich lokal registrieren. Hausärzte sind bei den meisten Notfällen sicher, außer in der Kinderheilkunde[1].

Im Vergleich zur Notaufnahme ist der Bereitschaftsdienst günstiger und schneller für weniger schwere Beschwerden. Das [INTERNAL: Healthcare & Insurance Basics] bietet weitere Infos.

Typische Fehler von Expats: Notaufnahme oder Hausarzt falsch nutzen

Fehler 1: Grippe als Notfall sehen, mit 6 Stunden Wartezeit statt 20 Minuten beim Hausarzt. Fehler 2: Kein Hausarzt und immer direkt zur Notaufnahme gehen.

Auf dem Land gibt es oft zu wenige Hausärzte, was zu mehr Notaufnahmebesuchen führt[3]. Telemedizin-Apps wie Doctolib bieten eine Lösung.

Die Folgen sind höhere Kosten und ein schlechtes Verhältnis zum Gesundheitssystem. Baue früh Vertrauen zu deinem Hausarzt auf. GIM und Hausarzt unterscheiden sich in Abläufen[3].

Ein hilfreicher Tipp: Überlege dir eine Entscheidungshilfe: Beschwerden länger als 24 Stunden warten? Dann Hausarzt. Lebensbedrohlich? 112 oder Notaufnahme.

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